Turiel

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Horde Logo.png Turiel
Name des Charakterbildes
Name des Charakters: Turiel Morgenstern
IG-Name: Turiel
Titel: Nachtschrecken
Alter: unbekannt
Geburtsort: Silbermond
Familienstand: unbekannt
Körpergröße: ca. 180 cm
Handwerkliche Berufe: Alchimist, Kräuterkundler
Rasse: Icon Untot Mann.jpg Verlassener
Klasse: Icon Hexenmeister.jpg Hexenmeister
Charakter-Spezialisierung: Zerstörung
Gesinnung: Chaotisch böse
Gilde: unbekannt
Wohnort: unbekannt


Inhaltsverzeichnis

Erscheinen des Charakters

Turiel Morgenstern war zu Lebzeiten ein hochgewachsenes Exemplar der Gattung Hochelf. Schwarze Haare säumten seinen Kopf und fielen in einem kunstvollen Zopf über seinen Rücken. Seine Augen erstrahlten blassblau und bildeten den Bezugspunkt in einem filigranen Gesicht. Da er keine schwere, körperliche Arbeit gekannt hatte waren seine Züge zumeist weich und von einer elfischen Robe verhüllt, die sein Volk als einfach angesehen hätte, die sich aber dennoch von den Gewändern der sterblichen Magier Lordaerons abhob.

Dieses Antlitz änderte sich mit dem Einfall der Geissel und der Verbreitung der Seuche. Im Untot verzerrten sich die Züge des ehemaligen Magiers am Hofe Therenas Menethil II. Das wohlgepflegte Haar blieb glatt, fiel jedoch lockerer, ungepflegter bis auf den gekrümmten Rücken der seinen einstmals stolzen Gang ersetzte. Seine Gesichtszüge verhärteten sich mit jedem Jahr, den er in seinem neuen Zustand zubrachte. Furchen und Falten bildeten sich, blieben dauerhaft. Die einstmals elfischen Augen erstrahlten nun in einem blassen, pupillenlosen Gelb und fixierten kalt, abschätzend und berechnend seine Umgebung. Lediglich die Reste des einstigen Muskel- und Knochenbaus, die Grundstrukturen und die halb verfallenen spitz zulaufenden Ohren verrieten etwas über seine einstige Herkunft.


Einführung

Ich schreibe die Geschichte meiner Existenz. Ich verschönere sie nicht. Die Ansichten eines jeden Lebewesens mögen sich im laufe seiner Fortdauer auf dieser Welt ändern doch gibt es keine grösseren Einschnitte im Geiste als die derer die dieser Tage'die Verlassenen genannt werden. Mögen die stinkenden Orks das Abwerfen ihrer Fesseln für sich beanspruchen. Mögen die verdrehten Trolle, die sich dieselben Fesseln dereinst selbst anlegten bejubeln. Doch sind es die unsrigen die sich für alle Zeiten ihres Sklaventums erinnern werden wo Orks beginnen werden sich Legenden zu erzählen. Musste unser Geist eins gebrochen werden wie unser Leib wird er uns nun zu ewiger Rache verhelfen.

Doch schweife ich ab. Ich Erzähle die Geschichte eines Menschenkindes das dereinst Turiel Cabrahs genannt wurde. Die Erinnerungen werden Dunkel versetze ich mich zurück in vergangene Tage Lordaeronscher Tagesarbeit. Eine Familie in Darrowshire? Nein, eine Frau in Darrowshire. Ich erinnere mich an ihr Gesicht. Und ich diente König Terenas als junger Magus am Hofe bis das unvermeidliche über uns hereinbrach. Die Nachricht drang schwer an mein Ohr. Die Nachricht des Todes. Heute bringt mich derarige Verzweiflung zum lachen doch damals schein der Tod selbst nach mir zu greifen.

Wie wahr. Darrowshire fiel unter dem Gewicht der Geissel. Heute gibt es dort nicht mehr als Ruinen. Nicht einmal einen Stützpunkt liess die Geißel zurück. Und der Bruder Captain Redpaths vegetiert in der Kapelle des hoffnungsvollen Lichtes. Ich sah diesen Narren vor nicht allzu langer Zeit wieder jedoch erkannte er meinen geschundenen Leib nicht einmal. Ich schweife wieder ab. Vernommen haben wir damals Berichte über einen schnellen Angriff der Geißel der dich der "Held" Redpath entgegenstellte jedoch bei der zweien Angriffswelle fiel, seinen Körper und Geist verlor und seine eigenen Regimenter abschlachtete. Unter dieser Flut von Geistlosen fiel meine Vergangenheit in Darrowshire. Nichts liess die Geißel zurück ausser niedergebrannten Häusern und Geister der gefallenen. Für den Versager Redpath baute man im Süden ein Denkmal. So wie die Allianz es gerne tut. Unfähig meinen Verlust zu begreifen forderte ich dereinst schnelle Gegenmassnahmen um Darrowshire zu retten doch verflogen meine Worte im Kriegsgebrüll unter dem Lordaeron zu ersticken begann. Dort war es wo ich meinen Künsten den Anschwung gab der mich zu dem machte was ich Heute bin. Viele behaupten diejenigen die die Wege der Hexenmeister zu beschreiten beginnen würden ihre Seelen der brennenden Legion aufopfern. Bei geistig Schwachen mag dies durchaus der Fall sein. Brennender Zorn kanalisiert den Geist jedoch erfahrungsgemäß auf die eigenen Ziele und schottet von Ablenkungen ab. Niemand bemerkte meinen Wandel als der Krieg hektischer wurde und schliesslich der Sohn Terenas selbst wieder zuhause ankam. Die Untätigkeit, so schoss es mir durch den Kopf, hatte ihre Niederlage schon vor dieser Schlacht besiegelt. Vor den Mauern Lordaerons fasste ich eine Entscheidung.

Wir sahen die Geißel näherrücken. Jedem mit Verstand sollte klar gewesen sein, dass wir diesem Ansturm niemals gewachsen wären. Doch schaltet blinder Eifer gerne den Verstand eines jeden Menschen ab. Als die Schlacht begann wendete ich mich nicht zur Geißel sondern zu den paar Verteidigern der ersten Linie um mich. Einige fielen ob des Verrates, wie sie sagen würden. Gerechtigkeit nenne ich es, brennen sollen sie alle und das taten einige. Die Geißel brach auf unsere Linien und Kampftrunken sehnte ich mein Ende herbei. Und es kam. Mir ist nicht bewusst wer doch durchdrang das Schwert eines Untoten meine Brust, liess mich Blut spucken und zu Boden gehen. Die Schreie der fallenden Bürger und Soldaten Lordaerons wiegten mich in mehr als des todes kleinen Bruder.

Was dann geschah fällt mir nach Jahr und Tag schwer zu beschreiben. Es erinnert einem Traum, als beobachtete man sich selbst. Als höre man seine Gedanken doch sind es nicht die eigenen. Ich sah schwammrig meine Fähigkeiten fremdgesteuert steigen. Ich sah mich in Armeen Untoter stehen. Ich sah das Reich Quel´Thalas vor mir ausgebreitet, Höllenbestien an meiner Seite, sterbende Elfen vor mir. Macht berauscht, hätte man einen Verstand. Ein Donner brach nach unzähligen Tagen über die Stimme in meinem Kopf herein als würde man mir einen Teil des Hirnes bei vollem Bewusstsein sezieren. Einige von "uns" erhoben die Waffen gegen die anderen. Mein Körper begann wieder auf meine Stimme zu hören. Mehr und mehr. Je beendete eine durchdrehende Höllenbestie mit steinernem Schlag meine wiederkehrende Freiheit bereits im Ansatz. Zum zweiten Mal erhob ich mich wie aus einem Schlaf mit müden Gliedern in einer Gruft. Der Traum des Untodes nicht dunkel und abgeschnitten in meinem Kopf sondern klar vor mir liegend. Alles was ich tat. Reue liegt hinter mir. Rache soll der Versklavung meines Verstandes Preis sein.

Doch schwanden meine Fähigkeiten mit dem verstummen der Stimme in meinem Kopf wie eine Anmesie die ein dumpfer Schlag auslöst. Ich schwankte aus der Gruf und fand mich im westen Tirisfals nahe Deathknell wieder. Dort begann meine dritte Existenz. Nun sitze ich hier am Altar der Stürme. Viel Zeit verging. Ich bin was ich war und doch anders. Macht berauscht, jetzt habe ich Verstand. Dennoch sieht man so viele meiner Brüder und Schwestern fallen. Unsereins verlangt es Zorn, Härte und konrollierte Zurückhaltung ab. Gebremster Wille. Orks, Trolle und Tauren an meiner Seite? Na wenn es denn sein muss, nur nicht zu lange. Fäll die Allianz hat sich das Schicksal der Horde ebenfalls besiegelt. Die Stunde unseres Sieges bricht immer näher. Hier stehe ich, ein Bote der Undercity in den Reihen der sehenden die nicht zuviel sehen dürfen.

- eine hab verbrannte Notiz, geschätzt auf das Jahr 31 nach der Öffnung des dunklen Portals

Frühling

Turiel Morgenstern, ein Kind eines hochelfischen Magus und einer Waldläuferin wurde Jahre vor der ersten Öffnung des Dunklen Portals durch Guldan und Medivh geboren.

Seine Jugend verbrachte er als arkaner Student im elterlichen Haus, welches sich auf jenem Grund befand den man heute nur noch als "Geisterlande" kennt. Sein Vater lehrte ihn die Wege der Magie, wie sie von seinem Volk seit Jahrtausenden gelehrt und verfeinert wurden.

Nach seiner Freisprechung begab sich Turiel als lehrsamer Schüler Richtung Lordaeron um näher an den Hallen der Kirin Tor sein zu können. Ihn beseelte die Hoffnung, am Hofe der mächtigsten Magier lernen zu können. So schloss er sich den Magiern am Hofe Therenas Menethil II. an und sah den König an Weisheit gewinnen und an Alter zunehmen.

Den ersten Krieg beobachtete Turiel aus der Ferne, wie nahezu alle Länder nördlich Dun Modrs. Die Nachricht vom Fall Sturmwinds traf ihn nicht hart, hatte er doch recht wenig mit den südlichen Ländern Azeroths zutun. Umso schwerer waren die Kämpfe im anschliessenden zweiten Krieg gegen die orkische Horde, den Turiel am Hofe des Königs bestritt. Für immer in sein Gedächtnis brannte sich das Bild der grünen Flut, die über die Ebene auf die Stadt stürmten. Dies war sein erster Krieg. Der erste unter vielen.

Sommer

Ruhe vor dem Sturm

Nach dem siegreichen Ende des zweiten Krieges zog sich Turiel zusammen mit einem Menschenweib nach Darroheim zurück. Seine Mischehe vergrämte einige Vertreter seines Volkes, doch Turiel genoss den ruhigen Frieden im Osten des Reiches.

Die Arbeit am Hofe tauschte er gelegentlich mit Studien im ersehnten Dalaran. Dort hatte er sich beschränktes Zutrittsrecht erworben und nutzte es, so oft er konnte und so oft seine Zeit dies zuliess. Die Zeit schien fast stillzustehen und trügerische Ruhe breitete sich über den fern der Heimat lebenden Hochelfen aus.


Die Welt brennt

Als die Seuche um sich Griff war Turiel einer der ersten, die den Kurs Arthas offen unterstützten. Feuer musst mit Feuer bekämpft werden. Doch ebenso, wie er den Kreuzzug des Prinzen unterstützte wusste er, dass sein Platz in diesen Zeiten am Hofe und in den alchemistischen Küchen der Königlichen Apothekervereinigung ebenso war wie in den arkanen Archiven Loraedons. Er forschte erfolglos, wie so viele, nach einem Gegenmittel, einem Heilmitten gegen die todbringende Seuche.

Völlig seinen Studien zugewandt hörte er von der völligen Vernichtung Darroheims durch die untote Geissel. Mit den Hölzern der Behausungen und den Knochen der Sterbenden brach etwas in ihm. Turiel intensivierte seine gesamten Studien und verneinte jegliche Grenze von Ethik in diesem Krieg, indem der Feind einen Vorteil hatte, den die Menschen nicht einsehen wollten: Er kannte keine Gesetze, kein Herz.

Blind vor Hass, zum einen auf die Geissel, die ihm alles genommen hatte, zum anderen auf die Menschen, die nicht willens waren Wege zu gehen, die gegangen werden mussten, öffnete der Magus Tore zu verbotenem Wissen. Machte sich Folianten und geheime Grimoirs zu eigen. Am Höhepunkt seiner Studien liess Turiel sämtliche Hemmschwellen sinken, durchbrach jedes "aber" und bediente sich der verbotenen Hexerei. Er öffnete sich selbst jenen apokryphen die Zerstörung über alle Feinde bringen sollte. Über ganz Azeroth. Und so auch über sich selbst.

Am Tage, als die Geissel, und mit ihr der Todesritter Arthas, vor den Toren Lordaerons erschien, entschied sich der ehemalige Magus für einen doppelten Verrat. Um die bewohner der Stadt in Flammen zu sehen, wie seine Vergangenheit niedergebrannt worden war, wandte er sich gegen die eigenen Truppen und öffnete so durch Unordnung eine Bresche für die Untoten Horden, die diese früher oder später ohnehin geschlagen hätten.

Wie die Verteidiger Lordaerons so verlor auch Turiel sein Leben an die Ausgeburten des Lichkönigs.

Herbst

Es ist nicht Tod, was ewig schläft

Der Tod war keine Erlösung für den Hochelfen. Jahre fristete er im Dienste des Lichkönigs in Tirisfal, seiner Heimat, seinem Grab. Seine verderbten neuen Fähigkeiten vervielfachten sich im Untot, doch erst als Sylvanas die Rebellion der Verlassenen anfzuführen begann, erst als der Lichkönig geschwächt worden war wurde der Grundstein zu seiner neuen Existenz gelegt. Jahre nach dem Ende des Dritten Krieges, Jahre nach dem Aufsteigen der Verlassenen zündete dieser Kern, dieser Grundstein im beherrschten Geiste des Untoten. Im Jahre 30 nach der Öffnung des Dunklen Portals erwachte Turiel vollends aus seinem Traum, den er im Dienste des Lichkönigs geträumt hatte. Und mit diesem erwachen schwand die Kenntnis um sich selbst, blieb in den Reihen der Geissel zurück.

Irrlos erwachte der nunmehr zum Hexenmeister gewordene Verlassene in Todesend, wo man ihm sein neues Schicksal offenbarte und er sich in den Dienst der Dunklen Fürstin begab.

Mit jedem Tag erwachten Funken der Erkenntnis. Mit jeder Sekunde brach mehr und mehr des Bewusstseins um seine Vergangenheit durch die Mauern seines untoten Schädels. Er erinnerte sich langsam, sehr langsam an seine Tage in den Reihen der Geissel und noch später an seine Tage als sterblicher. Und innerlich verhöhnte er beide. Sowohl die stumpfe Dienerschaft unter der Knute des Lichkönigs als auch seine Beschränktheit im Leben als sterblicher.

Im Dienste der Dunklen Fürstin begab er sich in die Reihen der Horde, die neuen Verbündeten seines neuen Volkes. Und unter ihnen gesellte er sich zu einem Geheimbund: Das Auge der Horde. Im stillen suchte, jagte er Verräter innerhalb der Horde und suchte das Auge zu blenden. Den Orden blind für die Machenschaften der Verlassenen zu machen.

Doch umso mehr er sich selbst wiedererkannte, umso mehr seine Fähigkeiten wuchsen, umso mehr stieg sein Ehrgeiz. Als Herold des Auges diente er, genoss Privilegien bis zur neuerlichen Öffnung des Dunklen Portals. Während des zweiten Krieges der Sande im fernen Silithus weckte die Verbundenheit der Alten Götter zu den ursprünglichen Elementaren sein Interesse.

Während in der Scherbenwelt der Krieg gegen die Brennende Legion tobte und sich Zerissenheit im Auge zeigte äusserte Turiel offen Zugeständnisse gegenüber den Illidari. In Illidan erkannte er, was er damals bei den Streitern Lordaerons vermisste: Illidan bekämpfte die Brennende Legion ohne Zügel, ohne Hemmnise. Nur so war er in der Lage gewesen die Scherbenwelt so lange zu halten. Doch Horde und Allianz trachteten danach dem ersten Dämonenjäger den Kopf von den Schultern zu schlagen. Darüber konnte Turiel lediglich den Kopf schütteln. Und so kam es zum ersten Riss zwischen ihm und dem Auge und der Horde.

Offen begab er sich in den Dienst der Illidari. Doch anders als erwartet, als angenommen, schenkte er den Illidari keinen blinden Gehorsam. Er lernte, was sie lehrten und wurde zum Doppelverräter als dass Auges der Horde, angeführt vom Grossmeister Ish'Tal_Bloodfist, ihn am Fusse des Schwarzen Tempels stellten.

Wieder in den Reihen des Auges vertiefte Turiel seine Studien auf Nether- sowie elementarer Ebene.

Winter

Aufgrund der Gefährlichkeit seiner Experimente zog es Turiel alsbald fort aus dem Lager des Auges. Er suchte einen fernen Studienplatz und fand, geboren durch Zufall, eine Uralte widernatürlich Höhle in einem Berg im nördlichen Brachland. Die Höhle stellte sich als ein Überbleibsel aus einer Zeit weit vor dem Krieg der Ahnen heraus. Geschlagen bis tief in die Erde und erfüllt von einer ursprünglichen arkanen Macht, wie sie kaum an einem anderen Ort aufzufinden war.

Der Hexenmeister begann Experimente radikalerer Natur als jemals zuvor. Als die Grunzer des Auges, eigentlich ihm unterstellt, über den Frevel zu klagen und drohen begannen verloren sie ihr Leben.

Die folgenden Ereignisse können, ob ihrer Wirrungen, nicht genau wiedergegeben werden.

Ein Trupp des Auges der Horde näherte sich dem neuen Domizil Turiels um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Sie erreichten die abyssische Höhle am Höhepunkt eines Experimentes. Wesen von Macht, wie sie bis dahin nur in Ahn´Qiraj fühlbar waren schienen präsent als ein Tor in eine Elementarebene geöffnet wurde und eine Kreatur in diese Welt dran. Ein Kampf entbrannte, an deren Ende das Portal geschlossen wurde und die Höhle für immer in sich zusammenstürzt.

Der Verbleib des Verlassenen Turiel ist ungesichert. Er gilt seit jenem Tag im Jahre 36 nach der Öffnung des Dunklen Portals als entgültig verstorben.

Nackter Hass

Und so flogen die folgenden Jahre in seinem Geist an ihm vorrüber. Die Unterstadt, die Dunkle Fürstin, die Suche nach einer neuen Seuche, eine Vereinigung, das Auge der Horde. Die Rückkehr der Ahn´Qiraj, die Öffnung des dunklen Portals, seine Studien der Illidari und seine folgenden Studien der alten Götter bis zu seinem offensichtlichen Verrat am Auge. Letzteres überdachte er wieder und wieder. Er hatte ein Experiment gewagt, hatte sich näher an verbotene Wahrheiten über Azeroth gewagt als selbst die Zwielichthämmer hätten erahnen können. Und wie er erwartet hatte, war sein erster Versuch gescheitert, doch hatte er wichtige Erkenntnisse errungen.

Und schlussendlich war er hier gelandet, hatte sich in den wirbelnden Nether gerettet ehe er in eine von ihm selbst geöffnete Elementarebene stürzen konnte. Immer wieder überdachte er sein Sein. Dachte über seinen Feldversuch nach. Analysierte die urgewaltige Kraft, die sich in jener Höhle manifestiert hatte, die anwesend gewesen war und nach ihm geschrien hatte. Wie lange er nur dort schwebte und sich seiner Kontemplation ergab konnte er nicht sagen. Mag es ein Menschenleben gewesen sein oder ein dutzend.

Gedankengebilde wuchsen und brachen wieder in sich zusammen, ehe sie sich neu vor ihm auftürmten und zu Erkennissen wuchsen. Der Weg der Verlassenen war eine Lüge. Nicht die Grundidee, aber der Weg, die Organisation. Sie waren zu einem weiteren wohl organisierten Volk geworden. Nichts unterschied sie von den Orks oder den Trollen. Sie reihten sich in die Reihe von Völkern ein die entstanden, aufblühten und die, wie die Geschichte bewies, wieder verwelken würden. Ideen jedoch überstehen Jahrtausende.

- Auszug aus "Alte Gräuel" ([1]