Trasa

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Allianz Logo blau.jpg Trasa Schönwald:
Trasa Schönwald
Name des Charakters Trasa Schönwald
IG-Name Trasa
Geburtstag 10. Mai
Geburtsort Westfall
Familienstand ledig
Körpergröße 1,72 m
Handwerkliche Berufe Alchemistin, Kräuterkundlerin
Rasse: Icon Mensch Frau.jpg Mensch
Klasse: Icon Priester.jpg Priesterin
Charakter Spezialisierung: Heilig-Priesterin
Gilde Welten Wandler
Wohnort: Southshore

Name des Charakters: Trasa Schönwald

IG Name: Trasa

Charaktertitel: Hohepriesterin der Kathedrale zu Stormwind / Ärztin

Charakterklasse: Priesterin

Charakterrasse: Mensch



Inhaltsverzeichnis

Aussehen des Charakters

Während der Gemeindearbeit in Southshore
Trasa Schönwald

Allgemeine Informationen

Trotz ihres jungen Alters von 22 Jahren hat Trasa bereits ihre höchste Priesterweihe empfangen. Während ihres Noviziats ging sie den Studien der Alchemie und der Medizin nach. Der Glaube an das Licht ist einer der Grundpfeiler ihres Lebens und sie ist ihm streng ergeben. Zwar wird sie von dem einen oder anderen Gläubigen kritisch beäugt, da sie die Lehren des Lichts doch meist recht eigenwillig auslegt und stets betont, dass sich der Mensch nicht völlig vom Licht einnehmen lassen darf, sondern auch sein Glück darin suchen muss Mensch zu sein, doch lässt sie das nicht von ihrer Überzeugung abweichen. Trasa scheint die Gefahr und das Unglück förmlich anzuziehen, nur allzuoft fand sie sich in scheinbar ausweglosen Situationen wieder, doch kam durch das Licht - das betont Trasa immer wieder - Rettung aus diesen brenzligen Momenten. Gerade diese Abschnitte ihres Lebens stärkten ihren Glauben an das Licht und ließen sie erkennen, welch bewahrenden Charakter das Licht besitzt und was Freunde für einen einzelnen Menschen bedeuten.

Das Wohl ihrer Freunde und Mitmenschen liegt Trasa besonders am Herzen. Oft steckt sie in ihrem eigenen Leben zurück und nimmt Entbehrungen hin, damit andere ihr Glück finden können.

Familie

Trasas Eltern starben, als sie vier Jahre alt war. Sie wurde von Joerg Johannson, einem Freund der Familie Schönwald, adoptiert und aufgezogen. Trasa konnte unter ihm eine unbekümmerte Kindheit verbringen. Er war es auch, der Trasa in ihrem Verhalten prägte und ihr das Studium der Alchemie und der Medizin ermöglichte.

Geschichte

Nachdem Trasas Vater aus der Armee Stormwinds ausgeschieden war, ging er auf einem kleinen Einödhof in Westfall wieder seiner Arbeit als Bauer nach. Dort lebte Richard Schönwald zusammen mit seiner Frau Theresia und seiner Tochter Trasa. Bis dahin war es für Trasa eine unbekümmerte Kindheit, die Familie kam gut über die Runde, der Hof war für das junge Mädchen der ideale Ort um die Welt zu erkunden und scheinbar konnte nichts diese Idylle zerstören. Damals mochte noch niemand daran denken, welch hartes Schicksal Trasa bald treffen würde.

Der Tag an dem Trasas Eltern starben war wie jeder andere, Trasas Vater verließ schon bei Morgengrauen das Haus um das Feld zu bestellen, Trasas Mutter kümmerte sich noch um das Kind um weniger später selbst auf dem Hof ihrer Arbeit nachzugehen. Scheinbar ein normaler Tag, scheinbar. Zwar begann der Frühling schon seine zarten Glieder nach dem Land auszustrecken, doch waren die Tage immer noch frisch und es sollte noch eine Zeit dauern bis Trasa wieder voller Neugier den Hof erkunden konnte. Der Abend brach bereits über die Einöde herein, bald hätten also ihre Eltern wieder zurückkehren müssen, ja, sie hätten es. Die Nacht strich vorüber, doch niemand erschien. Trasa wartete und wartete in ihrem Zimmer, doch sie wartete vergebens auf das vertraute knarrende Geräusch wenn die Tür geöffnet wurde. Spät in der Nacht hörte sie Schritte auf dem Hof.....das vertraute knarren der Türe, ihre Eltern waren zurück! Ihre Hoffnungen zerschlugen sich jedoch vom einen Augenblick auf den anderen, statt den Silhouetten ihrer Eltern sah sie Männer durch das Haus schleichen, Kisten und Wertsachen davon schleppen. Voller Angst versteckte sich Trasa auf dem kleinen Speicher des Hauses. Drei Tage harrte sie dort aus, bis ein weiterer fremder Mann den Hof betrat, es war die Person, die von nun an ihr Vater sein sollte.

Es sollte eine Zeit dauern bis Trasa diesen Mann als ihren neuen Vater akzeptiert hatte, doch er schenkte ihr eine wundervolle Kindheit und lehrte er ihr die Grundsätze, die Trasa seitdem begleiten: Respekt, Toleranz und Aufopferung.

Dies begründete auch Trasas Entscheidung sich zur Priesterin ausbilden zu lassen. All die wunderbaren Dinge, die man ihr angedeihen ließ, wollte sie ihren Mitmenschen geben. All diesem guten Vorsatz zum Trotz war sie keine leichte Novizin. Ein Ausbilder verzeichnete selbst in seinem Notizbuch: Intelligent, jedoch sehr eigenwillig und stur. Dennoch empfing sie die Weihe zur Priesterin und war seitdem in Stormwind als Dienerin des Lichts tätig. Neben ihrer Berufung als Priesterin eröffnete sie nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Alchemie und Medizin eine Praxis in Stormwind und übernahm die Patenschaft für einen Jungen aus dem Waisenhaus. Die ersten Jahre ihrer Priesterschaft waren jedoch auch die Jahre, in denen sie begann am Licht zu zweifeln. Zu viele Schicksalsschläge hatte sie erlitten, zu oft war sie das Opfer anderer Menschen geworden. Warum hatte das Licht dies nicht verhindert? War es doch nicht so gütig wie sie immer dachte? Konnte die Kehrseite des Lichts sie und ihr Patenkind nicht eher schützen? All diese Sorgen bewogen Trasa dazu mehr über die Kehrseite des Lichts herauszufinden, sie lernte die Schatten zu ihrem Schutz zu verwenden, doch sie lernte nicht sie zu kontrollieren. Immer öfter brachen die Schatten in Konfliktsituation aus ihr heraus, ihr Charakter und Geist waren geschwächt, sie war eine Bedrohung für sich und andere. Zu alledem musste sie auch noch den Verlust ihres Patenkindes Jeffrey hinnehmen. Ihre Häscher hatten Trasa nicht vergessen und so drohte dem Kind und ihr von allen Seiten Gefahr. Dieser Gefahr konnte man dem Kind nicht aussetzen und so kam es zum Abschied, einem Abschied für immer.

Ihren Freunden und neuen Aufgaben hatte sie es zu verdanken, dass sie wieder den rechten Weg zum und Vertrauen ins Licht fand.

Viel gibt es über ihr Leben nicht mehr zu berichten, sie wurde mit der Beaufsichtigung der Novizen betraut und einige Monate später wurde sie zur Hohenpriesterin der Kathedrale ernannt. Direkt nach dieser Weihe wurde sie im Auftrag der Kathedrale in das verschlafene Örtchen Southshore geschickt um die dort ansässige Gemeinde zu betreuen und den Ort wieder näher an das Licht zu führen. Auf den ersten Blick eine angenehme Aufgabe, doch am Horizont begannen sich schon neue schwarze Wolken zusammenzubrauen.

Die Zeit in Southshore verging schleppend und Trasa konnte den Ort nie als Heimat bezeichnen. Es war also nicht verwunderlich, dass sie diesem Flecken irgendwann den Rücken zukehren und nach Stormwind zurückkehren würde. Doch wie so oft lenkte das Licht ihre Schritte auf einen anderen Pfad. Überraschend erhielt Trasa die Nachricht vom Tod ihres Patenkindes. Es gab nun also nichts, was sie noch in dieser Welt halten würde - vom Licht einmal abgesehen. So bat sie darum, dass sie von ihrer Mission in Southshore entbunden wird und sich einer Einheit von Soldaten anschließen dürfe, um nach Northrend zu reisen. Denn wo könnte man den Beistand des Lichts eher gebrauchen als an diesem Ort?

Die raue Gegend Northrends, das ewige Eis und die Kälte waren eine exakte Wiedergabe von Trasas Gefühlen. Endlich war sie an diesem Ort angelangt, an dem Sie ihre Träume begraben konnte, an dem ihr Leiden mit jedem Wimpernschlag hätte beendet werden können. Egal ob dies nun durch einen Überfall der Vrykuls, den wilden Nordmännern Northrends, oder durch einen anderen Zufall geschehen wäre. Für Trasa wäre es nicht das Ende ihres Lebens gewesen, nein, für Sie wäre es der Beginn eines neuen Abschnitts gewesen. Ein Abschnitt, in dem sie nicht von mehr von Sorgen und Ängsten gepeinigt werden konnte, ein Abschnitt des Wiedersehens und der Harmonie. Doch wieder sollte es anderst kommen, als Sie es sich vorgestellt hatte. Die Wege des Lichts waren also doch verworrener als Sie es sich je hätte vorstellen können.

Die Wege des Lichts - Trasas Rückkehr nach Azeroth

Unerbittlich peitsche der kalte Wind durch die schier endlosen, weißen Ebenen Dragonblights. Wie tausend kleine Speerspitzen schlugen die feinen Eiskristalle auf die Haut der jungen Priesterin, der lediglich ein zerrissener Mantel vor den Gewalten der Natur Schutz bot. „ Schutz… …wie oft das Licht wohl noch seine Hand schützend über mich halten mag? Wie lange mag es meine Schritte und die Schritte anderer immer wieder in die rettende Zuflucht lenken?’’. Trasas Gedanken kreisten seit dem Zeitpunkt, an dem die Expedition ihre Verfolger abgeschüttelt hatten, um dieses Thema. Warum war sie nicht unter den Verwundeten oder gar Toten? Warum konnte sie wieder wie durch ein Wunder der Gefahr entkommen, dem Tod entrinnen? Tod, dieser Gedanke war es, der Trasas Gedanken beherrschte als ihr Pferd schwerfällig eines der unzähligen Drachenskelette umsteuerte. Wahrlich, dieser Ort war kein Quell des Lebens. Warum Drachen aus jedem Flug zu diesem Ort kamen um zu sterben, war ihr unklar. Waren es vielleicht die Drachenscheine, die den Wyrmrest Tempel umgaben oder sendete dieser Ort eine Aura des Todes in alle Teile des Eiskontinents? Warum, wieso und weshalb? Trasa hatte keine Gelegenheit sich darüber Gedanken zu machen. „ Nur nicht den Anschluss an meinen Vordermann verlieren…’’ sagte die junge Hohepriesterin immer wieder vor sich hin. Wer in diesem dichten Schneegestöber den Anschluss an seinen Vordermann verlor, der war des Todes und das war ihr bewusst. Wieder der Tod, drehte sich in diesem eisigen Gebiet nur alles um den Tod oder spielte ihr Geist nur einen makaberen Streich? Für Trasa schien der Tod in diesem Moment zum Greifen nahe, noch näher als vor ein paar Stunden. Noch ehe sie ihren Gedanken beendet hatte, wurde sie auch schon aus diesem herausgerissen. Durch die plötzlich auftauchenden Überreste eines Drachens erschreckt, scheute ihr Pferd und bäumte sich auf. Trasa hat nicht mehr die Kraft sich zu halten, die Stute war Trasa ab und die Dienerin des Lichts schlug mit ihrem Kopf auf eine Eisplatte, die unter dem Schnee verborgen war. Es wurde dunkel vor ihren Augen und die Bilder der letzten Stunden liefen vor ihren Augen ab. War es nur ein Traum oder war es schon der vermutete, ersehnte und doch auch gefürchtete Tod? Der Tod, der scheinbar in dieser Gegend schon ihr Weggenosse war. Trasa wusste es selbst nicht, vor ihren Augen zeigte sich nur das, was sich in den letzten Stunden abgespielt hatte….

Trasa sah sich in ihrem Zimmer in Valgarde, dem Landungspunkt der Allianz im heulenden Fjord. Ein knisterndes Feuer erwärmte den Raum und ein flackerndes Öllicht spendete ihr Licht um ihre Briefe zu erfassen. Im Verhältnis zu den anderen Unterkünften hier in Valgarde konnte man diese Unterkunft als Luxus bezeichnen. In ihren Briefen schrieb sie über eine Expedition in die Nähe des Spinnenkönigreichs Azjol-Nerub und über die desolate medizinische Versorgung der Verwundeten hier in Valgarde. Als Trasa mit ihren Gedanken an die Neruben, riesige Spinnenwesen, die auch in den Gebieten des ehemaligen Lordaerons Angst und Schrecken verbreiten, erschauderte ihr Körper. Wie ein schwarzer Teppich hatten sich ihre Körper über die weißen Ebenen Dragonblights gelegt, beinahe so als wäre Tinte über ein Blatt Papier verschüttet worden. Die Unschuld steht im Kontrast zur Verderbnis, das Glück zum Unglück, das Leben zum Tod. Die junge Frau hätte noch mehr Vergleiche ziehen können, doch die Erinnerungen an diesen Anblick machten ihr Angst. Was wäre wohl, wenn sich diese Streitmacht in Bewegung setzen würde? Man mag es wohl Ironie des Schicksals nennen, doch kaum hatte Trasa ihren Gedanken zu Blatt gebracht und gerade zu einem neuen Thema ansetzen wollte, klopfte es an der Tür. „ Herein“ sprach Trasa bedächtig, als ein schwer gerüsteter, hoch dekorierter Feldmarschall mit schnellem Schritt auf ihren Schreibtisch zuschritt. „ Hohepriesterin Schönwald, verzeiht mir dass ich euch stören muss, doch es ist dringend. Bitte macht euch umgehend bereit zum Aufbruch nach Dragonblight. Ihr wisst selber wie schlecht es hier um Diener des Lichts steht und nur mit reiner Gewalt werden wir diesen Feind nicht besiegen können. Ich werde euch auf der Reise alles erzählen.“ Mit einem knappen Nicken wandte er sich ab, klemmte sich seinen schweren Plattenhelm unter den Arm und verließ so schnell das Zimmer, wie er es auch betreten hatte. Mit einem seufzen blickte Trasa auf ihren verschmierten Brief und eilte zu einem Schrank in ihrem Zimmer. „ Ich hatte stets gehofft, dass ich dich hier nie brauchen werde’’ dachte sie, als sie ihr Schlachtornat anlegte und ihren geweihten Priesterstab in die Hand nahm. Sie schloss ihre Augen als eine merkwürdige, doch immer wieder angenehme von ihrer Handfläche aus durch ihren gesamten Körper strömte. Wenig Stunden später ritt sich auch schon im Kern eines riesigen Trosses durch die Grizzly Hills, von wo aus es nur noch ein Katzensprung, wenn auch ein relativ weiter, nach Dragonblight war. Die milden Gegenden hier hatten sie schnell erreicht, nachdem der gesamte Tross den heulenden Fjord im Galopp bzw. Eilmarsch verlassen hatte. Die Generalität wollte jede Gefahr eines Scharmützels mit den Nordmännern, die für Valgarde eine große Bedrohung darstellten, vermeiden. Inzwischen wusste sie auch wohin ihre Reise geht, nämlich an den Ort, von dem sie in ihrem Brief berichtet hatte. Azjol-Nerub, das Reich der Neruber. Ihre Expedition war also doch nicht unentdeckt geblieben und hatte diese achtbeinigen Wesen aufgeschreckt. Es war also das geschehen, was man vorerst vermeiden wollte, eine direkte Konfrontation mit diesen Geschöpfen. Doch wie Valgarde gemeldet wurde, hatten sich diese Monster gesammelt und zogen in Richtung der Grizzly Hills. Wer eins und eins zusammenzählen konnte, wusste wohin dieser Marsch geht…nach Valgarde.

Und wieder war Trasa mit ihrem Gedanken bei einem Thema, das sie auf diesem Kontinent wie ein schwarzer Schatten verfolgte, dem Tod. Der Tod war es, der sie auf diesen Flecken Erde, der Tod hielt sie hier gedanklich in einem festen, eisigen Griff. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser Griff Trasas zarten Körper zerdrücken würde. Doch wäre es für sie eine Qual oder eine Erlösung? Trasa wusste auf diese Frage selber keine Antwort. Der Tross ritt einen kalten Tag und eine noch kältere Nacht lang, bis am nächsten Morgen der entscheidende Augenblick heranrückte, das Aufeinandertreffen mit den Neruben. „ Kompanie halt!“ hallte es durch die eisige, klare Luft. „ Nehmt Formation ein und schützt die schwach gepanzerten und was unsere Geistlichen anbelangt…denkt daran, sobald sie nicht mehr unter uns weilen, dann stehen eure Chancen schlecht… …sehr schlecht! He, ihr da!“, der Hauptmann deutete auf drei Junge Soldaten, „ Sollte auch nur eines dieser Wesen der Priesterin zu Nahe kommen, dann lasst es eure Klinge spüren. Das Leben der Priesterin liegt in euren Händen“ Kaum hatte er diese Worte gesagt, ertönte auch schon laute Schlachtrufe. Der Tross hatte sich aufgespaltet und auf verschiedenen Flanken Stellung bezogen. Wie wild stürzte ein Teil der Soldaten von der rechten Flanke auf den schwarzen Pulk vor ihnen zu, verbanden sich mit der Menge um sie schließlich auseinander zuschlagen. Lange konnten die anderen Soldaten nicht warten. Auch sie stürmten zu Fuß oder zu Pferd auf die Bestien zu. Eine zischende, schwarze Wand aus Pfeilen schoss über die Köpfe der Soldaten hinfort und fuhr auf die Spinnentiere nieder. Eine wilde Schlacht entbrannt, Zahn um Zahn, Auge um Auge. Bald hatten sich die geordneten Schlachtreihen aufgelöst und mancher schien sich bereits in Trance gekämpft zu haben, als seine Klinge quer durch die Reihen des Gegners fuhr. Doch so erbittert die Soldaten auch kämpften, aus allen Richtungen schienen diese Bestien zu kommen, als würden sie aus dem Boden sprießen! Schreie, Blut, Tote und Verletzte. Trasa blieb kaum Zeit um Luft zu holen, so schnell und inbrünstig rief sie das Licht seiner Heilzauber wegen an, doch alles was um sie herum geschah, nahm ihr Geist nur zäh und langsam auf. Sie sah in die Gesichter junger Männer, die vor Schmerzen schreiend am Boden lagen, sie sah Männer an ihr vorbeistürmen, doch alles schien für sie nicht echt zu sein, nein es zog an ihr in Zeitlupe vorbei, so als wäre dies alles eine surreale Vorstellung. Von all diesen Eindrücken gefesselt nahm sie nicht die Gefahr wahr, die sich vor ihr aufbaute. Ein überdurchschnittlicher großer Neruber bäumte sich vor ihr auf, scheinbar jederzeit bereit seine Beute zu erlegen. Trasa schien es einen Moment so, als hätte das ewige Eis des Kontinents sie umschlossen, doch als die Bestie seine Glieder auf Trasa niederfahren ließ war sie wieder bei Sinnen. Mit einem Sprung rettete sie sich vor dem ersten Hieb der Spinne, doch bereits der zweite traf sie mit voller Wucht und schleuderte sie zu Boden. Der Tod, wieder hatte dieser Gedanke sie eingeholt. Doch diesmal war es keine abstrakte Vorstellung, nein, diesmal konnte sie dem Tod ins Auge sehen. Hier sollte also ihr Lebensweg enden, hier im Land des Feindes, hier im ewigen Eis, hier fernab ihrer Heimat. Sie schloss ihre Augen und bereitete sich auf den Hieb vor, der ihr irdisches Dasein beenden sollte, auf den Hieb, der sie endlich von ihren Sorgen und ihrem Kummer befreite. Sie spürte wie das Beinglied auf sie zuraste, doch anstatt ihres Schreies war nur das eines Mannes zu hören und ein Gurgeln, das Trasa das Blut in den Adern gefrieren ließ. Blitzartig öffnete sie ihre Augen und sah wie sich das spitze Fußglied der Spinne in die Schulter des Mannes gebohrt hatte, der zu ihrem Schutz abgestellt wurde. Er war der letzte ihrer Wächter, da die anderen bereits bei Anblick des Achtbeiners Reißaus genommen hatten und ihr Heil in der Flucht suchten. Vom Schmerz übermannt sank der junge Soldat zu Boden. Blut quoll aus seiner Wunde und färbte den kristallklaren Schnee. Den Angreifer hatte es nicht minderschwer getroffen. Benommen taumelte das Tier zurück, doch als Trasas Retter im Fallen das Schwert aus der Wunde des Tieres riss, strömte eine dunkelrote Flüssigkeit aus dem Bauch des Tieres. Es konnte sich noch einige Augenblicke auf seinen acht Beinen halten, bevor es letztlich in sich zusammensank.

So lag sie nun zusammen mit einem Verwundeten auf einem Schlachtfeld zwischen Toten und Verwundeten. Mehr als ihm beruhigende Worte zuflüstern konnte sie nicht, zu mehr war ihr Geist im Moment nicht fähig. Dem Licht ist es wohl zu verdanken, dass einige Reiter des Weges kamen und die beiden auf ihre Pferde hievten. Sie waren auf dem Rückzug, die Armee war aufgerieben, die Schlacht ein schwarzer Tag für die Truppen der Allianz. Während sie mit schnellem Galopp die Szenerie verließen, warf Trasa noch mal einen Blick zurück. Vereinzelt setzten sich noch verzweifelte Soldaten zu wehr, während sich anderen Orts bereits die Neruben über die Toten hermachten, sie einspannten und in Richtung ihres Königreichs schafften.

Trasas Traum neigte sich langsam seinem Ende zu, wieder sah sie sich durch die Eiswüste Dragonblights reiten, als plötzlich ihr Pferd scheute und sie abwarf. Ein helles Licht erschien vor ihren Augen und ihr Körper wurde plötzlich leicht….

Als sie wieder zu sich kam fand sie sich in ihrer Kammer in Valgarde wieder. Sie trug saubere Kleidung und ihre Wunden waren verbunden. Eine junge Frau wachte an ihrem Bett und sagte ihr, dass sie in wenigen Tagen nach Azeroth zurückkehren werde. Nach der Vernichtung ihrer Kompanie, mit der sie nach Northrend gekommen war, wurde sie zurückbeordert. Ihr Weg war nun also doch nicht hier zu Ende, nein, er sollte sie weiterführen.

Die letzten Tage in ihrer neuen, alten Heimat vergingen schnell. Im Hafen von Valgarde wartete bereits das Schiff, welches sie zurück auf den Kontinent bringen sollte, zurück auf den Kontinent, von dem sie vor Monaten geflohen war. Nachdem alle Verwundeten an Bord gebracht wurden, setzte die Mannschaft die Segel und steuerte das Schiff aus dem engen Fjord. Den günstigen Winden des Fjords und der ruhigen See sei Dank, verschwand Northrend bald am Horizont. Mit gemischten Gefühlen ging Trasa unter Deck zu den Verwundeten. Zwischen all den Verwundeten traf sie auch die Person, der sie ihr Leben zu verdanken hat. Trasa wusste, dass sie ihm noch viel schuldete….

Zitate

" Machen sie sich um mich keine Sorgen, sie wissen, dass es da etwas gibt, das seine Hand schützend über mich hält"

" Die Abkehr vom Licht ist nur das Zeichen eines schwachen Charakters"

" Und ich bin immernoch Mensch"