Koralla
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| Name des Charakters: | Koralla von den Splitterspeeren |
| IG-Name: | Koralla |
| Alter: | 19 (etwa 24 Menschenjahre) |
| Geburtsort: | Dorf der Splitterspeere |
| Familienstand: | ledig |
| Körpergröße: | 202 cm |
| Berufe: | Lebenskünstlerin |
| Rasse: | |
| Klasse: | |
| Charakterspezialisierung: | Kampf |
| Gilde: | Projekt tanzende Eule |
| Wohnort: | Orgrimmar |
| Andere Charaktere: | Machalath Umbratilis Sledwaja |
Inhaltsverzeichnis |
Aussehen des Charakters
Ein wenig gelangweilt und immer auf der Suche nach neuen interessanten Personen hast du dir auf dem Dach der Bank Orgrimmars ein Plätzchen gesucht und betrachtest neugierig das geschäftige Treiben. Es beginnt bereits leicht zu dämmern und trotzdem herrscht noch immer ein Kommen und Gehen zwischen dem Auktionshaus und der Bank: Händler auf der Suche nach einem guten Geschäft, müde Kämpfer die gerade von ihren Abenteuern zurückgekehrt sind, oder Grünschnäbel die im Begriff sind zu neuen aufzubrechen, schöne Frauen, und allerlei zwielichtiges Gesindel, das jetzt wo die Schatten länger werden und das wachsame Auge müde, beginnt aktiv zu werden.
Aus der Menge sticht eine junge Trollin mit ihrem Irokesenschnitt besonders heraus, du beginnst sie eingehender zu betrachten.
Ihre Haare leuchten feuerrot, als seien sie frisch gefärbt worden. Du hast einmal gehört, dass eitle Trolldamen für dieses Rot das Blut von Schildläusen benutzen sollen, aber so genau willst du das auch gar nicht wissen. Ihr Irokesenschnitt endet vorne in mehreren langen Zöpfen. Im Kontrast zu den Haaren schimmert die Haut der Trollin jadegrün. Ihre bernsteinfarbenen Augen wirken noch etwas verquollen, sie scheint wohl gerade aufgestanden zu sein, die letzte Nacht ist wohl verdammt lang gewesen. In ihren langen Ohren trägt sie eine Vielzahl an Ringen an denen kleine trollische Glücksbringer baumeln. Ihre Kleidung ist schlicht und schmucklos, vielleicht auch etwas abgetragen, in dunklem Leder gehalten, die durch den engen Schnitt ihren wohlproportionierten Körper hervorragend zur Geltung bringt. Ihre Bewegungen sind mal geschmeidig katzenhaft, mal wackelt sie lasziv mit den Hüften, sie scheint wohl zu wissen, dass sie hübsch ist.
Doch irgendwas stört dich, die Bewegungen der Trollin sind doch ein wenig übertrieben, bald darauf siehst du auch warum. Während du sie beobachtest verwickelt die Trollin einen harmlosen, vorbeieilenden Bürger in einen kleinen Flirt und während sein Blick auf ihrem Dekoltee ruht, hat ihre Hand ihn flink seiner Börse entledigt. Das ist sie also, eine dreiste Diebin, du fängst schallend an zu lachen.
Auftreten des Charakters
Dein Blick und der der Trollin kreuzen sich, ihre Augen funkeln böse und ihre Miene verheißt nichts Gutes. Plötzlich, ganz ohne Vorwarnung ist sie zwischen den Leuten verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Du zuckst mit den Achseln und wendest dich dann wieder dem Treibem im abendlichen Orgrimmar zu. Plötzlich wird dein Kopf heftig an den Haaren nach hinten gerissen, du hast Mühe das Gleichgewicht zu halten, etwas kaltes, hartes presst sich schmerzhaft an deinen Hals, ein Dolch oder Messer registriert dein Unterbewusstsein. Etwas Warmes läuft deinen Hals herunter. Okay ein sehr scharfes Messer, bemerkst du lakonisch. „Na, findestä dass imma noch komisch,maan?“, flüstert eine leise Stimme nahe ein deinem Ohr. Würde dir dein Blut nicht am Hals herunter laufen und du gerade mit einem Dolch bedroht, fändest du das miserabele Orcisch der Trollin vermutlich wirklich komisch, stattdessen stotterst du nur: „ Nein, nein…lass mich bitte los, ich hab nicht über dich gelacht.“
„Sooo?“, die Trollin schnaubt verächtlich, wobei dir eine warme Alkoholfahne entgegen weht. „ `ch mak da so was nämlik garnet !“ Eben so plötzlich wie der Überfall gekommen ist, lässt die Trollin dich auch wieder los, sie hat offenbar entschieden, dass du es wert bist das ein oder andere Sekündchen länger zu leben. „Hia!“, sie reicht dir ein Taschentuch, damit du die Blutung an deinem Hals stillen kannst. Du betrachtest das Taschentuch zögernd und überlegst dir, ob die Kehle durchgeschnitten zu bekommen nicht ein angenehmerer Tod gewesen wäre, als die Blutvergiftung die dir blüht, bei diesem versifftem, eindeutig schon hundertmal für alles Mögliche (von dem du garnicht so genau wissen willst was) benutztem Taschentuch auf einer offenen Wunde. Sie deutet dein Zögern anders und fuchtelt aufmunternd mit dem Dolch zwischen dem Tuch und deinem Hals rum: „ Keinä Angkt wirstä nich dran krepier`n, hab `ch schon tiefa gschnittn, kennä `ch mia aus“ Seufzend drückst du das Tuch an die Wunde, bevor sie sich es noch überlegt und bei dir beginnt tiefer zu schneiden.
Statt dir weiter nach dem Leben zu trachten, steckt die rothaarige Trollin ihren Dolch weg, lässt sie sich neben dir nieder und kramt in der kleinen Tasche an ihrem Gürtel, dann holt sie ein großes Stück Kautabak hervor. „Willstä?“ Dankend lehnst du ab und sie steckt sich den Klumpen Tabak in die Backe. So sitzt ihr schweigend eine Weile in Ruhe, nur von dem Geräusch eines kauenden Trolls gestört. Die Trollin macht offensichtlich keine Anstalten zu gehen, so fragst du sie dann irgendwann : „Na gut, wer zum Henker bist du?“ „`ch bin Koralla.“ „Und was machst du hier so?“ „ D`s hästä doch ebn jesehn!“, sie lacht die für Trollweibchen so typische dreckige Lache. Verdammt! Smalltalk war noch nie deine Stärke und schon gar nicht mit jemandem der dich eben noch bedroht hat. „ Na von irjenwas muss `ch ja ma lebn.“Du entscheidest dich, dass es vielleicht besser sein könnte ihr jetzt keine Predigt über Anstand und Moral, ehrliche Bürger und ehrlich Arbeit zu halten, stattdessen suchst du händeringend nach einem unverfänglicheren Thema.„`ch säh wie du kuckst, finstä nich jut,waah?“ Sie hat deine Gedanken erraten, du versuchst einen sicheren Pfad einzuschlagen: „ Du bist noch nicht lange in der Stadt oder? So ganz beherrscht du das Orcisch ja noch nicht.“ „Doch! `n paa Jahre wohnä `ch hia schon, obn beim Händla füa Gemischtwarändingsa, der lässt mia bei sich m Laga pänn`n, dafüa geb `ch ihm imma n paa Sachn die `ch …..ähh ……findä, un die er verkaufn tut..“ Hm okay, die Spitze mit dem Orcisch übergeht Koralla geflissentlich, falls sie sie überhaupt bemerkt haben sollte,ein sprachliches Genie scheint sie jedenfalls nicht zu sein und jetzt weißt du auch, dass der Gemischtwarenhändler des Ortes ein Hehler ist.
Das Leben des Charakters
Da Koralla ziemlich großzügig ist, lädt sie dich auf eine Runde Met ein, die du nur selber holen musst, da sie aus unerfindlichen Gründen in der Kneipe Hausverbot hat. Unterwegs stellst du fest, dass sie dir im Grunde auch kein Geld mitgegeben hat, also zahlst du wohl oder übel die Getränke selbst und kehrst zu ihr zurück.
Nachdem ihr beide einen tiefen Zug aus euren Krügen getan habt, fragst du zaghaft: „Naja…..aber kannst du davon leben, von solchen, solchen ähhmm …. Beschaffungsdelikten" ? „Na weißte `ch hab noch n richt´gn Job,“ antwortet sie. Du atmest erleichtert auf.
„ Da is n Gobo n BootyBay, der verleiht Kohle und wenn er se nich z`rück bekommt, sacht er: Koralla mach ma was Druck!, und schwups hatter`s Geld. Manchma muss `ch aba auch n Tick`n nachhälf`n “, sie erzählt dies in einem Plauderton, als sei Geldeintreiberei die natürlichste Berufsbranche der Welt. Du schluckst. „Was`n?“ Sie kann dein Unbehagen nicht ganz nachvollziehen.
Gedankenverloren zieht die rothaarige Trollin ihren rasiermesserscharfen Dolch hervor und beginnt damit die Nägel ihrer Klauen zu reinigen
Um zu etwas Unverfänglicherem zurück zu kehren, fragst du: „Und sonst? So eine hübsche Trollin wie du ist doch sicher nicht allein?“ Sie knurrt leise und macht mit der Hand eine Geste als müsse sie eine lästige Fliege verscheuchen. „Hatte `ch mal längar n Gefährten, heißt Ocijyn der Kerl, aba hat er unruhigen Geist, er is son Schamanendings und fährt zur See, inner Welt rum, da hatte er keine Zeit für mich.“ „Macht dich das nicht traurig?“ fragst du mitfühlend. „Neeey, so sin wir Trolle, n kurzes Leb`n muss gut und viel gelebt werden. Gibt ja auch noch viele and`re nette, gut gebaute Männchen. Und `s Leb`n is zu kurz zum trau`rn, nee?“ Koralla lächelt dich mit einem solchen koketten Lächeln an, dass du ihr glatt verzeihen könntest, wenn sie noch vor fünf Minuten deine Oma ausgeweidet hätte (Was sie vermutlich auch getan hätte, hätte sie einen Grund dafür gesehen).
Du räusperst dich und versuchst den Smalltalk voran zu treiben: „ Und deine Familie?“ Mit Schwung rammt Koralla den Dolch in ihrer Hand fest in die Dachschindeln der Bank, auf der ihr sitzt. „ FAMILIIIEEE???!!!“, schreit sie, ihre bernsteinfarbenen Augen funkeln böse: „ `ch hab keine Familie, meine Familie is tot, für mich gestorb`n und wenn `ch ihnen begegne, dann sind se `s wirklich! `ch verfluche sie dies`s elende Pack!“. Die Trollin ist ganz außer sich vor Wut, schnaubt und bleckt ihre Hauer. „Beruhige dich und trink noch einen Schluck Met“, redest du beschwichtigend auf sie ein. Sie stürzt den Becher in einem Zug herunter und murmelt dann leise: „ Meine Schwesta Umbratilis, die ist okay, die kann nix dafür, die ist nur bekloppt, aba mal so richtig, kein Wunda, wär `ch da geblieb`n, wär `ch wahrscheinlich auch so.“ Du verstehst nur Bahnhof.
Familie des Charakters
Nach zwei weiteren Krügen Met, natürlich aus deiner Tasche bezahlt, kannst du Koralla endlich beruhigen und zum Weiterreden animieren. Betrunken scheint sie nicht zu sein, diese Trollin verträgt wohl so einiges.
Und so beginnt sie: „ Weißte `ch komm aus nem kleenen Dorf mitten im Nix.“ „ Naja, aber Sen`jin liegt doch nicht mitten im Nichts, ist doch gar nicht weit von hier, “ entgegnest du eifrig. „Neey, `ch bin keen Darkspear, un außadem unterbrech mich nich dauand “, nölt Koralla, und erklärt dann: „ Dat Dorf liegt obn anner Dunkelküste, anner Jrenze wo der Schnee is, fast in Winterspring, mitten inna Pampa, `ch bin ne Shatterspear.“ Koralla sieht das Unverständnis in deinen Augen: „ Is n kleenes Kaff da innen Felsen, kennt keene Sau, kommt man beschissen hin un noch beschissener wech, `ch weiß das, `ch hab von da die Biege gemacht.“ „ Uff, das ist aber n verdammt weiter Weg!“, Korallas Wortwahl scheint ansteckend zu sein. „Ja, da sachste was, man, dat Stück bis hia bin `ch am Ende mit blut`ndn Füßn jelaufn.“ Aus Korallas Blick spricht der Stolz über ihre Leistung.
„Und warum bist du dort weg? Nur weil es so langweilig war?“, fragst du vorsichtig. „Ney, dat sin alles kranke Spinner“, erwidert sie heftig. „Weißte mein Vadder war n wicht`gr Mann da, n Hexendokt`r aus ner Familie, wo se alle ma wat zauban konnten. Aba wat kann `ch von Magie? Nix kann `ch. Siehste?“ Koralla vollführt eine übertriebene Geste mit den Händen als würde sie einen großen Zauber beschwören und murmelt dabei ein paar unverständliche Worte. Natürlich passiert nichts. „ Na ja, aber das ist doch gar nicht so schlimm, es gibt doch viel Leute die keinerlei Talent zum zaubern haben“, meinst du. „Njaaa, das denkste so, meine Schwestan, `ch hab zwei, könn beide zauban, nua `ch net, un das ham se mich alle spüan lassen.“ „Wie deine Schwestern haben dich gehänselt?“, du bist empört. „Ney nich beide, die eine die kann nix dafür, Umbratilis is manchma nich ganz richtig im Kopp, aba die and`re die is n sehr gut`r Magia, Machalath heißt se, die hat mich das spüan lass`n un die Familie auch." „Was deine Familie auch?“ „Klaaa, musst `ch n janzen Tag Zaubasprüche üb`n, stund`nlang, hat mir übahaupt kein Spaß gemacht, der Kopp hat mir weh jetan, un abens hab `ch Prüjel bekomm`n wenn `ch wieder nix konnt. Un mein Schwesta, ausjelacht hat se mich, oda se hat je sacht : Sieh ma so einfach jeht das, dann hat se mittem Finga jeschnippt un mia de Haare anjezündet.“ Fassungslos und gebannt lauscht du Korallas Erzählungen. „Un irgen`wann ham se jemerkt, bei mia is wohl Hopfen un Malz verlor`n, aba mein Vadder hat jesacht, wenn se schon net zaubr`n kann, dann soll se wenigst`ns füa kleine Zaub`r`rbabys sorgn. Un dann ham se im Dorf beschlossen, `ch soll son Kerl heiraten, dessen Frau war jestorbn, zwa n sehr gut`r Magia war der, aba n alta Sack, aba sowas von! “
Koralla ölt ihre Stimme mit einem weiteren Schluck Met und fährt fort: „Un dann hab `ch jesacht den heirat `ch nich, `ch lieb den ja nich un er is doppelt so alt, un se ham alle jesacht, das is ejal.“Sie ballt die Hand zur Faust und schlägt sich wütend auf den Oberschenkel. Du schüttelst fassungslos,über ihre Worte, den Kopf. „Nja und dann bin ich halt irgen`wann abjehaun nachts, un nu hier.“ Koralla endet und schaut dich erwartungsvoll an.
„Wow, da hast du ja wirklich noch mal Glück gehabt, dass du den Mumm und die Kraft hattest von dort wegzulaufen, hier bist du ja wenigstens in Sicherheit vor dieser, dieser …Mischpoke.“ Koralla wiegt den Kopf hin und her und macht ein Gesicht als hätte sie in eine Zitrone gebissen. „Nja, `ch glaub nich so janz, Machalath is mia hint`rher gekommn, se sollte mich zurückhol`n, se hat es schon versucht. Aba wie de siehst bin `ch noch hia, un `ch werd mich imma weita wehr`n, wenn se kommt.“ Korallas Gesicht nimmt einen sehr blutrünstigen Ausdruck an und du kannst dir im Ansatz vorstellen, zu was sie alles fähig sein könnte.
Zitate
„Was`n ich soll dein`n Raptor jeklaut ham?? Kann übahaupt nich sain, sowas mach `ch net!!!“ „Ohh du hast draufgesess`n…...“