Ish'Tal Bloodfist

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(von Benutzer:IshtalBloodfist)

Horde Logo rot.jpg Ish'Tal Bloodfist:
Ish'Tal Bloodfist
Name des Charakters: Ish'Tal Bloodfist
IG-Name: Ishtal
Rasse: Icon Troll Mann.jpg
Klasse: Icon Schamane.jpgSchamane
Charakter-Spezialisierung: Elementar-Schamane
Berufe: Alchemie, Kräuterkunde
Gilde/Orden: Das Auge der Horde
Status innerhalb des Ordens: Großmeister
Alter: 31 Sommer
Geburtsort: Westküste Stranglethorns, Skullsplitter Stammesterritorium
Familienstand: Polygam, erwähltes Hauptweib: Ylen'Jessa Falkenauge
Wohnort: Festung des Auges der Horde in den Bergen des Brachlandes

Inhaltsverzeichnis

Persönlichkeitsskizze

stolz, zielgerichtet, arrogant, herrschsüchtig, manipulativ, fanatisch, religiös, beschützend, bewahrend, aggressiv, wild, manisch, liebevoll, loyal

Erscheinungsbild des Charakters

Ish'Tal ist ein recht stattlich gebauter Troll mit eindeutig stolzer, aufrechter, Körperhaltung. Seine feine Gesichtstätowierung, die ihm den Anschein eines bösen Geistes aus dem Dschungel gibt, scheint Tag für Tag nachgezogen zu werden. Auch ist sein sattblaues Haar auffällig, das wohl ebenso Tag für Tag mit dem Blut einer seltenen Schneckenart gefärbt wird.

Markant ist eine filigrane Tätowierung am rechten Ohr, die sich bis zu den Spitzen hochzieht. Trollen, die mit der Kultur der Gurubashi vertraut sind, sagt das, dass er ein Versprechen vor den Geistern gegeben hat.

Aufmerksam schweifen seine Augen über die Umgebung, oft auch wirft er weiblichen Trollinen verheissungsvolle Blicke zu. Man merkt ihm an, dass er vor wenigen Dingen Furcht und Respekt zu haben scheint, sicherlich ist das aber auch ein Wesenszug, der ihm oft zu Nachteil gereicht.

Auffällig sind seine leuchtend bernsteinfarbenen Augen, die manchmal etwas abwesend scheinen, wenn der sanftgrüne Kristall, den er um den Hals trägt, aufleuchtet (was nicht selten geschieht).

Seine Lippen umspielt meist leichter Spott und eine deutlich spürbare Arroganz - irgendetwas ist an ihm, dass ihn auf der einen Seite wie einen Verrückten erscheinen läßt, auf der anderen Seite aber wie ein Raubtier, dass die Bildung und das Wissen eines Zweibeiners hat.

Geschichte des Charakters aus der Ich-Perspektive

Die schönen Tage endeten...

Der hagere Troll mit dem aufstehenden blauem Haar, welches er akribisch jeden Morgen mit dem Blut einer seltenen Schneckenart färbt, lächelt, als er dir eine Hand einladend entgegenstreckt und auf einen freien Platz am Feuer weist

„So, du willst also wissen, wer ich bin? Gut, dann setze dich ans Feuer, trinke eine Schale Blut mir mir und lausche meiner Geschichte.“

Mit diesen Worten greift er in einen Weidenkorb, in dem es beständig raschelte. Mit einem geschicktem Griff holt er eine schwarz glänzende Schlange aus dem Korb und beisst ihr mit seinen gewaltigen, bleichen Hauern den Schädel ab, nur um sie danach wie einen nassen Lappen auszuwringen und ihr Blut in zwei flache Holzschalen zu pressen. Den Leib schleudert er achtlos über die Schulter in das nächste Gebüsch und greift nach einem kleinen Schlauch an seinem Gürtel. Als er diesen öffnet, verströmt warmer, fast betäubender Duft eines hochprozentigen Schnaps, bei dessen blossem Geruch dir bereits der Atem wegbleibt. Er schüttet dem Schnaps in die Schalen und lässt jede Schale in der rechten Hand mehrfach leicht kreisen, wobei dunkle, fast beschwörend anmutende Worte seiner heiseren Kehle entrinnen und reicht dir eine der Schalen. Ermutigend nickt er dir zu.

Mit leiser Stimme, als würde er von einem dunklem Geheimnis künden, beginnt er zu erzählen.

„Mon, es ist lange her, dass ich mich an diese Zeiten erinnert habe, mache ich auch nicht gerne … „ für einen kurzen Moment verfinstert sich sein Blick in bodenlose Schwärze „Ich bin nicht hier auf Kalimdor geboren, vielmehr komme ich aus den östlichen Königreichen. Na ja, man nennt sie wohl so zumindest heute. Ich bin als Kind der Death-Jester-Familie, nicht unweit der Ruinen bei Grom’Gol, einer starken Sippe geboren worden – Mein Vater war einer der großen Priester des Stammes und bei dem Feuervogel, mächtig war sein Mojo! Meine Mutter war eine Tänzerin, die zu Ehren der alten fünfköpfigen Wasserschlange in den Riten und Kulten nackt in den Wellen des grossen Meeres tanzte. Bis heute singen noch einige von ihrer Wildheit, Anmut und Schönheit.“

Kurz nippt er an der Schale des Blutes, welches bereits leicht zu gerinnen begonnen hat.

„Es war eine gute und satte Zeit, in welcher der Stamm kaum Feinde hatte und jede Nacht reich seine Beute feierte. Die Geister waren uns hold, der Segen des Schattens war uns gewiss und meine Eltern hatten viele Kinder, von denen ich das zweitjüngste war. Vieles hätte kaum besser sein können, aber … aber …“

Kurz stockt seine Stimme, er nippt wieder an der Schale und die Schwärze seiner Augen gleitet in wuterfülltes Lodern über.

„ 's war eyne Expedition denke ich, ich war gerade in meinem elften Jahr, wir saßen gemeinsam am Feuer und sangen die alten Lieder, ich hatte gerade eines erneut gelernt, als plötzlich dunkler Schall die Nacht zerriss. Wir dachten, dass ein Gewitter ohne unser Bemerken aufgezogen ist, aber als kurz nach dem Schall eines unserer Pfahlbauten von dem Einschlag einer Kanonenkugel, wie die Zwerge sie bauen, zerrissen wurde, wussten wir es besser. Mein Vater und meine Brüder griffen nach den Waffen, auch der Rest des Stammes rief die Macht des Zorns in seinen Adern und stürmte den Angreifern entgegen. Schon an dem melodiösen Klingen ihrer Kettengliederrüstung, Mitril man, erkannten wir die verhassen Elfen, die Seite an Seite mit ihrer „Allianz“ angriffen. Irgendwie hatten sie es geschafft, an den Wachen vorbeizukommen und die Geister zu täuschen. Aus dem Nichts erschienen Lichtsäulen, die viele von uns einhüllten und bald begann das große Töten. Siegreich, jawohl, ist mein Stamm zumeist gewesen, aber dieses mal waren es zu viele, viel zu viele…. Zu hunderten kamen sie auf unsere Bauten zu und überrollten uns. Später hörte ich erst, dass sie auf dem Weg nach Grom'Gol waren. Mein jüngster Bruder, Rakh’Tal, war im Brand der Gebäude bereits verreckt und meine Mutter stand, wie der Drache der Rache, im brennenden Auge des Chaos im Schlachtfeld. Hoch über sich erhoben hielt sie kreisend eine gewaltige Axt, die Axt meines Vaters Tal’Rim, der bereits gefallen war. Bevor sie sich auf die Elfen und ihre Verbündeten stürzte, griff sie mich am Schopf und schleuderte mich mit einer Kraft, wie sie sie nie zuvor hatte, in das nahe Meer. Bevor ich untertauchte, sah ich, wie sie dem Ansturm der Elfen erlag und diese ihr das Kleiderwerk vom Leib rissen und sich an ihr vergingen wie die Tieren, denn sie war anmutig und schön … Ich spürte zum ersten Mal in diesem Moment das Aufbrennen des Zorns, wie er meiner Rasse im Blut liegt. Ich wollte auf die Elfen mich stürzen und ihnen das Fleisch von der Haut reissen, aber es geschah etwas Merkwürdiges!“

Er nickt lange in einer immer wiederholenden Bewegung in sich hinein und die Augen blicken in weiter Ferne, mit einem Grollen dann spricht er weiter:

„T’as Dingo, aber das heilige Wasser schloss sich um mich, bildete eine Blase und lies Luft herein und zog mich tiefer in die Tiefe des Meeres hinein. Plötzlich hörte ich hunderte flüsternder Stimmen und sah sogar durchscheinende Gesichter, die mich wiesen, still zu sein und alles geschehen zu lassen. Vor Wut weinend und brüllend musste ich mit ansehen, wie dieses Drecksgeschmeiss meine Mutter schändete und tötete. Erst nach Stunden trug mich das Wasser wieder an Land und gab mich frei, ich schlief vor Erschöpfung und Ermattung ein, die Luft war geschwängert vom schwarzen Rauch und dem Geruch von verbranntem Trollfleisch“

Kurz legt er in seinen Erzählungen eine Pause ein, atmet tief ein und aus und blickt wieder ins Feuer und spricht weiter mit hohler Stimme

„Tagelang wanderte ich am Strand, immer auf der Flucht vor den Bestien dort, immer auf der Suche nach Schutz, nach Zuflucht, nach etwas Sicherheit. Aber das dauerte, denn zuvor … Ah, ich sehe deine Augen haben Feuer gefangen, vielleicht sollte ich erst morgen weitererzählen, aber für Fragen bis hier her stehe ich dir zur Verfügung!“

Einladend nickt Ish’Tal dir langsam zu, leert seine Blutschale und stochert mit einem langen Ast im Feuer herum...

Ein Weg in der Zeit der Not und der zweite Krieg

Einige Tagen waren vergangen seitdem du dich wieder an das Feuer des alten und unberechenbaren Großmeisters des Auges der Horde gesetzt hattest. Wind kam auf in dieser Nacht und das ewige Heulen in den Tälen zwischen den Hügeln des nördlichen Brachlandes hatte dich wieder einmal nicht schlafen lassen.

Es herrschte Ruhe über dem Lager, unruhig flatterten die schwarzen Banner mit dem goldenen Auge im Nachtwind über den großen Jurten. Reich ist das Auge der Horde geworden in den letzten Mondläufen und viele Familien suchten Zuflucht hinter den Palisaden des Lagers und dienten dem Auge mit Taten und Glauben.

Doch auch Ish’Tal aus der Sippe der Death Jester des Skullsplitter-Stammes, wegen seiner Taten „Bloodfist“ genannt, hockte, den Unterleib in weisse Fellen gehüllt, am Feuer, welches mutig gegen die Windböen kämpfte. War es das Heulen des Windes, dass Ihn auch nicht ruhen ließ oder waren es die dunklen Wolken, die rasend schnell über den Nachthimmel wanderten, deren Ränder durch das Licht des Mondes hell schienen?

Langsam hast du dich seinem Feuer genähert und räuspertest dich. Wie in Zeitlupe hob er seinrn Blick sich von den Flammen und blickte dir direkt in die Augen. Fast hattest du das Gefühl, diese hellen, bernsteinfarbenen Augen würden in deinen Erinnerungen lesen, doch dann verziehen sich die schmalen Lippen unter den bleichen Hauern zu einem rauen Lächeln.

“Setz dich, maan, mein Feuer ist dein Feuer“ deutete er dir in kehligem aber reinem Trollisch. “Bist also wiedergekommen, um meine Geschichte zu hören. Sag nichts, ich weiss, was dich treibt“

Sein Blick wanderte gen Himmel „Das Rauschen, das Heulen, was du hörst, Sucher, ist der Gesang des Windfürsten. Dort oben, zwischen den Wolken jagt er und sucht schwache Gedanken und dunkle Sünden“

Jetzt erst erkanntest du, dass in der Hitze des Feuers, aber nicht in dem Feuer selbst, metallene Spiesse ruhten, an denen dünne Scheiben von Wolfsfett langsam austrockneten und leise schmorten. Als du dich setztest, blickten diese unergründlichen Augen dich wieder lange an. Dann schmunzelte er wieder, aber dieses Schmunzeln hatte etwas Beunruhigendes und Erniedrigendes zugleich. In dir keimte der Verdacht auf, er hätte dich eingeschätzt, dein Bedrohungspotential eingeschätzt und dich doch nur als Beute abgetan.

“Ya maan … wo war ich denn … Ah, ich hab’s wieder. Da war ich also … ein kleiner Junge an der Küste, umgeben von Krokodilen, Murlocs aus dem Riff und verfeindeten Stämmen. Ich irrte umher, musste mich immer wieder verstecken, doch irgendwie fand ich immer wieder Wasser, in welchem ich mich verstecken konnte“

Wieder verharrte sein Blick in den Flammen und leise sprach er weiter.

“Nur diese Stimme…..ich habe sie immer gehört, hab ich yeschlafen, hab ich yewacht…immer. Sie wies mich, zeigte mir Verstecke, deutete mir, was ich essen kann, was nicht. Es war keine Stimme, die ich kannte, aber sie gab mir Sicherheit. Ich habe so oft auf sie yehört, dass ich nit weiss, ob sie aufgehört hat zu sprech’n oder ob ich sie so verinnerlicht hab, dass ich sie nit mehr bewusst wahrnehme … Vielleicht noch heut’ sie da ist. Ich weiss es nicht. Eines Tag’s ……die Wolk’n hingen tief und es regnete so fürchterlich, dass ich mich den ganzen Tag nicht aus der Höhle in der ich geschlafen hatte, wagen konnte und es dennoch durch den Hunger getrieben, tun musste … da fand man mich. Nein, der Pfeil fand mich. Er durchschlug meine rechte Schulter, trieb mich zu Boden.“

Kurz nippte der Großmeister des Ordens an einer tönernen Schale mit frischem Wasser und sprach mit dunkler und leise Stimme weiter.

“Zu Boden strauchelte ich, stützt mich mit den Armen ab, aber meine Arme gaben nach, ich hatte keine Kraft mehr, zu lange hatte ich nicht richtig gegessen, zu lange hatte ich Nacht für Nacht mir die Augen aus dem Leib geheult. Trotzdem griff ich einen Stein in der Nähe und wirbelte so gut es ging herum. Darkspear! - durchschoss es meinen Kopf und vor mir, mit yespannten Bögen standen zwei der Ihren, mit traditionell aufstehendem blauen Haar und bereit mich zu töten. Dann aber hörte ich eine dunkle Stimme in einer Sprache, die ich nit kannte. Mehr ein Bellen als eine Stimme. Ein untersetztes, grünliches Wesen tauchte hinter ihnen auf und gab ihnen wohl Befehle. Die verfeindeten Bogenschützen senkten Ihre Waffen und sprachen mit diesem Mann. Er hatte Hauer, grüne Haut, schwere Muskeln … es war der erste Ork, den ich sah in meinem Leben.“

Er knurrte voller Verachtung.


"Da standen die drei, während mir das Blut aus dem Körper lief und ich merkte, wie schwach ich war … bei den Göttern, ich war fast 12 Jahre alt und vor mir standen zwei ausgewachsene Darkspear.“ Ish’Tal sprach das Wort mit gewisser Abscheu aus. „Und ein Ork. Dieser dreckiye Hund war nicht auf einen Kampf aus, statt dessen sagte er er einem der Schützen etwas, worauf dieser ein Blasrohr aus seiner dünnen Krokoliskenledertasche holte, an den Mund führte und auf mich richtete! Ein leises "Zzzzuurrr", ein Stechen in der Wange und mir wurde schwarz vor Augen“

Ish’Tal holte vorsichtig einen der metallenen Spiesse aus der Nähe des Feuers und schnitt die langen Fettstreifen, die kross gebacken waren, von dem Metal herab. Kurz wandte er sich zur Seite und holte aus einer Tasche mit frischen grossen saftigen Blättern mit süßem Duft etwas frisches Fladenbrot und reichte dir eine große Scheibe des Brotes mit dem geschmorten Fett der Wölfe aus Ashenvale.

“Genieß es, mein Freund, wenn du Glyck hast, hat ein Elf den Wolf gestreichelt. Dann schmeckt das Fett etwas nach ihm!“ Lodernder Hass flammt kurz in den Augen auf. Hass, der so nah am Wahnsinn ist, dass es dir Angst machte.

“Als ich wieder die Augen öffn’n konnt, war ich in einer gross’n Hütte. Der Grünling, hah, der … Ork, er stand an einer Liege aus Reisig und Palmenblätt’rn und sah auf mich herab, ich lag auf dieser Liege. In seiner fremden Sprache sagte er etwas Barsches, riss mich hoch an den dünnen Ärmchen, ich schrie auf vor Schmerz, aber er sagte nichts und zog mich hinter sich her. Ich stolperte in ein großes Lager. Dort waren Türme, Bauten, eine Schmiede und alles hinter großen Palisaden. Viele der damals noch verhassten Darkspear standen dort und redeten untereinander, einige der Orks auch dabei. Ich wurde nur langsam klar, es mussten einige Tage vergangen sein, und betrachtete alles um mich herum. Ein kleiner Junge, inmitten eines Hordenkriegslagers … inmitten des zweiten grossen Krieges gegen die brennende Legion. Eine Trollin, Sha’ira hieß sie, wie ich später erfuhr, kam zu mir, nahm mich mit, wusch mich, gab mir Kleidung. Einige Tage ließ man mich dort, nur Sha’ira sprach mit mir. Sie sagte mir, dass Krieg wäre, dass meine Sippe ausgelöscht wurde, dass sie wüsste, dass ich Skullsplitter bin, sie aber gelogen hatte, damit ich dort bleiben könnte und man mich nicht an die Basilisken in den Höhlen tiefer im Dschungel verfüttern würde. Und sie erzählte mir vom grossen Bund Thralls und Gromm Hellscreams. Auch das Gerüchte über Hellscreams Tod unterwegs waren …ich jedoch konnte mit all dem nichts anfangen. Ein halbes Jahr später schickte man mich mit auf die ersten engen Patrouillien ausserhalb des Lagers. Ich sollte kämpfen lernen. Graklosh wusste nicht, welchen Fehler er beging damit.“

Blutfaust

Wieder waren viele Tage vergangen und der Sommer wich dem Herbst, die Winde waren stürmischer geworden und eng drängte sich das Vieh in den Stallungen des Lagers aneinander, um Schutz vor der nächtlichen Kälte zu finden.

Bloodfist saß wie so oft vor seiner prächtigen Jurte an den Feuern, doch dieses Mal in dicke Felle gehüllt und langsam vor und zurück wippend.

Erst als du näher kamst, hörtest du seinen leisen Gesang und spürtest, dass die Winde etwas ruhiger in seiner Nähe waren und für einen kurzen Augenblick vermeintest du Schemen im Feuer zu sehen, doch dann waren sie wieder weg.

Bloodfists Augen, die seit dem Zwischenfall mit den Kriegern Hakkars, die er zu reinigen suchte, in einem dunklen Violett schillerten, ruhen schnell auf dir, er nickte dir zu und wies dir wie so oft einen Platz am Feuer.

„Du bist also wiedergekommen, um Grakloshs Geschichte zu hören?“

Sein Orkisch war besser geworden in den letzten Monaten, weit besser, er nutzte den Dialekt nur noch, um das täuschende Bild eines „dummen ungebildeten“ Trolls vorzutäuschen, was ihm oft zum Vorteil gereichte.

„Kann ich gut nachvollziehen, man, hat mir immerhin meinen Namen gebracht – Nya, wo war ich? Ah, ya, ich sollte kämpfen lernen, nicht? Das tat ich wohl, war unterwegs mit den anderen Trollen und einigen komischen Grünlingen, Orks eben. Die Dunkelspeere trauten mir nicht, ich ihnen auch nicht, aber man kam zurande. Klar, gab imm’r wieder Gerangel und auch die eine oder andere böse Schlägerei, aber oft war meine Umwelt mir damals irgendwie g’wogen, hatte immer einen Ast, fand Halt in der Erde, so’n Zeug halt …“

Er grinste kurz, dann goß er dir und sich in, zwei silberne Schalfen elfischer Machart, guten, starken Schlangenblutschnaps ein und leerte seine auf einen Schluck.

„Graklosh war ein dreckiger Bastard, klar man, er konnte das, was er tat, aber er war ein dreckiger orkischer Hund, der uns Trolle behandelte wie Vieh und primitive Bauern, Hatte keine Ahnung über uns’re Geschichte, weißt? Wir haben es ertrag’n, aber ich wollte das nicht – versammelte die anderen und riet ihnen, sich zu erheben, wir kannt’ da Dschungel wie kein and’rer und ohne uns wären Orks verloren gewesen. Aber sie wollt’n nit. Hatten die Hoffnung, dass vorbei sein, wenn der Krieg vorbei ist.“

Kurz stockte er, ein finsterer Klumpen brütenden Hasses verstopfte seine Kehle.

„Dann tat er etwas, was er hätte nie tun soll’n …“ Ein Knurren folgte

„’s war eine Nacht, in der er viel yesoffen hatte, zu viel. Hatte den Teufel in der Hüfte und sehnte sich nach Frauenfleisch“ Ish’Tal zögerte.

"Er vergriff sich an Sha’ira, sie war kräftig und wild, aber nit stark yenug gegen den stinkenden Ork. Ich saß nit weit der Hütte, wo sie yeschlafen hatte, war sie doch geworden was wie Mutter für mich – und auch Grund, das sich Dunkelspeere begonnen hatte zu vertrauen. Also … ich hörte ihr Schreien, sprang auf, stieß die Tür auf, eine Orkwache kam angerannt und brüllte etwas, ich wandte mich um, saß die Wache mit ihrer riesigen Axt und spürte wütenden brodelnden Zorn durch mich hindurchjagen. Die Wache schrie plötzlich auf und war in Flammen! Die Axt ließ sie fallen, ich griff mir die Waffe, hastete durch die offene Tür und …“

Er bemerkte den fragenden Gesichtsausdruck auf deinem Antlitz und lachte trocken, kalt.

“Ah, Nya, dit ist der Name des Orks … der Garnisonsführer, ein Treiber und dreckiger Hund, der für seine Taten bezahlt hat. Aber nun lass uns erst von der Pfeife rauchen, das Kraut lag den ganzen Tag in der Sonne im Honig, es wird gut sein“

Mit den Worten stand er auf und schritt weiten Schrittes in die Jurte hinein, das so prachtvolle Zelt des Ersten unter Gleichen des Auges der Horde. Als er zurückkam mit der gefüllten Pfeife sprach er weiter.

„Ich sah den stinkenden verdammten Grünfrosch über Sha’ira, sein Sabber lief ihr übers Kinn, er bemerkte mich zuerst nicht, dann aber hörte er meinen Wutschrei, als sich die rote Wut über meine Augen legte. Er sprang auf, torkelte, ich hieb ihm den Stumpf der Axt in den Unterleib, er stöhnte auf und taumelte, sprang plötzlich auf mich zu, schleuderte meine Waffe aus den Händen. Wir rollten über den Boden wie kämpfende Raubtiere, mal er oben, mal ich, doch dann ... „

Seine Augen begannen aufzuglitzern bei der Erinnerung

„ ... dann war es das erste Mal, dass ich diesen unendlichen Hunger in mir spürte, das Verlangen zu töten, zu fressen, Blut zu trinken. Unglaubliche Kräfte explodierten in mir, ich stieß den Ork zu Boden, war mit einem Satz auf seiner Brust und rammte meine Klauen zwischen seine Rippen, durchtrennte die ledrige Haut und riss ihm sein lebendiges Herz mit meiner Klaue und Faust aus der Brust! Als es noch pochte und er sehen konnte, biß ich mit wildtierähnlicher Geschwindigkeit hinein ….“

Kurzes boshaftes Kichern entrann seiner Kehle.

„Das ist der Grund, warum man mich Bloodfist nennt, Sucher!“

(to be continued… )

Zitate

"Wir wandeln im Zweilicht, sind nicht Schatten, nicht Licht, jagen die Dunkelheit wie einer der Ihren"

"Elfen? Verdammte dreckige Brut - der Tag an dem ich Silbermond betrete, ist der Tag, an dem ich es niederbrenne!"