Die Überfahrt
"Die Überfahrt" ist das neuste Kapitel zur Geschichte meines Charakters Parallax. Sie schließt nahtlos an die Geschichte "Vergeltung" an.
Viel Spaß beim lesen!
--Parallax 17:45, 29. Oktober 2008 (CEST)
| Charaktere
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|---|---|
| Parallax | |
| Ninaya | |
| Kairinar | |
| Parandorius | |
| Baldur (NSC) | |
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Die Überfahrt
„Anscheinend hab ich mich getäuscht“ sprach der Zwerg mit schnippischem Unterton. Parallax horchte auf und sah Baldur fragend an. „Dort drüben ist noch ein Mensch. Und ich dachte schon, die Mannschaft besteht nur aus Blutelfen und diesen Blauhörnern.“ Baldur lachte in seinen Bart. Parallax betrachtete den anderen Menschen. Er trug eine fein geschliffene Rüstung, die mit edlen Verzierungen versehen war. Ein goldenes Langschwert, zweifellos von einem Verzauberer verstärkt, leuchtete selbst in seiner Scheide noch hell wie das Sonnenlicht. Seinen Helm hielt der Mensch fest in der Hand. Er atmete tief ein. Er schien die Seeluft zu genießen. Parallax wusste sofort, das dieser Paladin noch zu einem Problem für ihn werden könnte. „He du! Komm doch zu uns rüber, Freundchen“ rief Baldur in seiner stets gutgelaunten Art zu dem Menschen herüber. Parallax hätte ihm am liebsten den Mund verboten. Der Mensch verbeugte sich freundlich vor dem Zwerg und seinem Nebenmann. Misstrauisch beäugte er Parallax. „Ein Magus nehme ich an?“ fragte er ohne sich vorzustellen. Parallax nickte. „He du, hast du etwa keine Manieren?“ rief Baldur forsch. „Verzeiht meine Herren“ antwortete der Mensch. „Mein Name ist Parandorius Lightblade, aus dem Orden der Zerschmetterten Sonne.“ „Ach diesem Orden gehören wir doch alle an, Freundchen. Ich bin Baldur aus dem schönen Kharanos!“ Parandorius nickte Baldur freundlich an. Dann wandte er sich Parallax zu. „Und wer seid ihr?“ fragte er ihn auffordern. „ Parallax aus dem schönen Stratholme“ antwortete er mit ernster Miene. Parandorius wusste nicht, wie er diese Antwort einschätzen sollte. „Und ihr seid also ein Magus?“ fragte er mehr sich selbst als Parallax. Dieser nickte bloß und blickte wieder auf das Meer hinaus. „Schön das es noch einen Menschen an Bord gibt. Ich trau diesen Elfen nicht richtig. Obwohl in manchen von ihnen das Licht sehr stark ist.“ Baldur sah Parandorius an. „Ihr Bier schmeckt jedenfalls scheußlich! Aber trotzdem werde ich mir mal Nachschub holen gehen.“ Baldur nickte Parandorius zu und verschwand unter Deck. „Ihr seid also ein Paladin“ fragte Parallax. „Jawohl!“ antwortete Parandorius energisch. „Aus Stormwind?“ fügte Parallax hinzu. „Nein, ich war in Theramore stationiert.“ Parallax atmete erleichtert aus. „Ward ihr dabei als es passierte?“ fragte Parandorius. Parallax sah ihn fragend an. „Ich meine, als die Geißel über die Stadt hereinbrach. Ihr sagtet doch ihr kommt aus Stratholme.“ Parallax schüttelte den Kopf. „Ich war vor kurzem dort. Und glaube nicht, das ich jemals dorthin zurückkehre.“ Parandorius wunderte sich abermals über Parallax. „Ich hoffe ihr seid ein Feuermagier. Eiszauber dürften uns in Northrend nicht grade weiterhelfen.“ Parallax nickte Parandorius zu. „Ich bin gespannt was uns dort erwartet. Wenn wir da sind werden wir...“ „Sir, entschuldigt bitte das ich euch unterbreche, aber Kapitän Sea’talis verlangt nach euch, Sir!“ Ein Blutelf war lautlos hinter den beiden Menschen aufgetaucht. Parandorius nickte Parallax zu und verschwand mit dem Blutelf unter Deck. Parallax sah dem Paladin mit gerunzelter Stirn hinterher. Er sah wieder auf das Meer hinaus. Ein Seufzen entfuhr ihm. Dann zog auch er sich in seinem Quartier unter Deck zurück, das er sich mit mehreren Draeneioffizieren der Zerschmetterten Sonne teilen musste. Er sah noch einmal nach seinen Habseligkeiten, die er magisch versiegelt in einer abgeschlossenen Eisenschließkassette aufbewahrte. Das Buch der Tausend Schatten war an seinem vorgesehenem Platz, was Parallax einen ruhigen Schlaf ermöglichte. Tag 2 Die Sonne brannte auf der Haut der sich an Deck befindenden Streitkräften der Zerschmetterten Sonne. Northrend war noch weit entfernt. Einige von ihnen vertraten sich die Zeit mit Kennenlerngesprächen. Parallax versuchte diese Gespräche zu meiden. Andere vertraten sich die Zeit mit kleineren Wettkämpfen. Baldur fertigte einige Blutelfen im Armdrücken ab. Parallax sah dem Treiben zu. In Gedanken malte er sich aus, was ihn in Northrend erwarten würde. Viele Geschichten und Erzählungen hatte er über den eisigen Kontinent bereits gehört. Es hieß das der Lichkönig Arthas Ereignisse in Gang gesetzt hatte, die zur Vernichtung allen Lebens in ganz Azeroth führen könnten. Seine Geißelarmee und die nekromantische Seuche droht über das Land herzufallen. Parallax hoffte, das die Offensive der Zerschmetterten Sonne etwas gegen die Armeen Arthas’ ausrichten konnten. Der Plan sah vor am heulenden Fjord in den Nordlanden anzulegen und von dort die Allianzsiedlung Valgarde zu unterstützen. Die Vrykul, ein Volk kriegerischer Halbriesen bedroht die Siedlung. Wie die Lage in Valgarde aussieht, weiß niemand genau. Die Reise der Streitkräfte der Zerschmetterten Sonne hatte erst begonnen. Die Krieger der Allianz in Valgarde hätten gegen ein rechtzeitiges Eintreffen der Zerschmetterten Sonne sicherlich nichts einzuwenden. „Ihr seid ein Magier, oder?“ Eine zarte Frauenstimme riss Parallax aus seinen Gedanken. „Verzeiht, ich wollte euch nicht stören“ fuhr die Stimme fort. Eine leichtbekleidete Draeneidame stand vor dem Hexenmeister. Parallax musterte sie ausgiebig. „Gut erkannt, meine Dame“ stammelte er. Die Draeneidame bemerkte die Unsicherheit ihres Gegenübers. Jedoch bewertete sie diese falsch, da Parallax lediglich nicht als Hexenmeister enttarnt werden wollte. „Mein Name ist Ninaya. Ich wandle ebenfalls auf den Faden der Magie. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig noch etwas beibringen.“ Ninaya lächelte Parallax an. „Freut mich euch kennen zulernen, Ninaya. Mein Name ist Parallax.“ Er setzte ein gequältes Lächeln auf und versuchte nicht allzu freundlich zu sein. „Welcher Art der Magie habt ihr euch verschrieben, mein Herr?“ fragte Ninaya. „Feuer, das war wohl der Grund wieso ich für diese Mission ausgewählt wurde. Sie dachten wohl ich könnte damit den Bewohnern der Eislande etwas Feuer unter ihren Hintern machen.“ Ninaya kicherte. „Und ihr? Welche Magie hat es euch angetan?“ fragte Parallax forsch. Ninaya schaute mit einem Mal nachdenklich. „Meine Art der Magie ist nicht sonderlich beliebt. Deshalb spreche ich eigentlich nicht gerne darüber.“ Parallax wartete ab. Doch dann packte ihn die Neugier. „Nun sagt schon. Ihr seid doch sicherlich keine Schattenmagierin, also wird es schon nicht so schlimm sein.“ Parallax hoffte wohl, das sie eine war. Ninaya beugte sich zu Parallax vor und flüsterte ihm leise „Schamanismus“ in sein Ohr. Parallax verdrehte die Augen und setzte gleichzeitig ein Lächeln auf. „Nur Narren erkennen Schamanismus nicht als Magie an. Dafür müsst ihr euch doch nicht schämen! Glaubt mir, ich weiß wie es ist wenn andere unwissende Leute einem etwas schlechtes Nachsagen. Lasst euch von Niemandem erzählen das eure Magie schlecht ist!“ Parallax wirkte sehr energisch. Ninaya gefiel dies offensichtlich und hauchte ein leises „Danke“ in sein Ohr. Parallax hingegen bemerkte nicht, das Ninaya an ihm Gefallen gefunden hatte. Er dachte an die vielen Menschen in Stormwind, die ihn in seinen jungen Jahren immer wieder bremsten und lehrten, das die Schattenmagie das Werk der Hölle sei. Doch er unterdrückte den Zorn in ihm. „Wenn ihr mich nun entschuldigen würdet. Ich muss meditieren gehen.“ Parallax wollte nicht das Ninaya den Zorn in ihm spürt. „Selbstverständlich mein Herr. Aber ich freue mich schon auf unsere nächste Unterhaltung.“ Ninaya lächelte Parallax noch einmal strahlend an und sah dann dem Hexenmeister hinterher. Dieser verschwand wieder in seinem Quartier und ließ sich für den Rest des Tages nicht mehr an Deck blicken. Tag 3 „He du, wach auf! Wir werden angegriffen! Komm schnell an Deck!“ Parallax hatte nicht geschlafen. Der aufgeregte Draenei hatte seine Meditation gestört. „Was ist los?“ fragte Parallax den Draenei. „Ein Seemonster! Ein Riesenvieh! Es hat schon zwei von uns erwischt! Schnell!“ Der Draenei lief aufgeregt aus dem Quartier. Parallax griff langsam zu seinem Stab. „Ein Seemonster...die sind wohl verrückt“ sagte er trocken zu sich selbst und machte sich auf den Weg zum Deck des Schiffes. Dort angekommen sah er einige aufgeregte Blutelfen, die mit ihren Bögen auf das Wasser zielten. Kapitän Sea’talis schaute angespannt auf das Meer. Ninaya, Baldur und Parandorius standen in der Nähe des Kapitäns. Parallax gesellte sich unauffällig zu ihnen. Niemand sprach ein Wort. Es wirkte so, als würden alle auf einen bestimmten Moment warten. Alle sahen konzentriert auf das Meer. Wellen schlugen immer größer werdend gegen das Schiff. Plötzlich tauchte in der Nähe des Schiffes eine riesige Kreatur auf. Die Blutelfen erstarrten zunächst beim Anblick der schuppigen Bestie, die mit einem weit geöffnetem Maul direkt auf das Schiff zukam. „Feuer!“ rief Kapitän Sea’talis. Der Befehl riss die Blutelfenschützen aus ihrer Lethargie. Doch die Pfeile, so scharf sie auch geschossen wurden, prallten an der schuppigen Seebestie ab. Die Kreatur rammte das Schiff. Die Offiziere der Zerschmetterten Sonne an Deck hatten alle Mühe auf den Beinen zu bleiben. Einige der Blutelfenschützen stürzten ins Wasser. Schnell versuchten die Männer des Kapitäns sie mit Seilen aus dem Wasser zu ziehen. „Es dreht ab!“ rief einer der Blutelfen. Kapitän Sea’talis runzelte die Stirn. „Aber nur um uns erneut zu rammen“ sagte er und schnappte sich einen Speer. „Es gibt nur einen Weg dieses Monster aufzuhalten. Von Außen können wir nichts ausrichten. Ich werde es von Innen erledigen!“ Die Männer des Kapitäns sahen ungläubig. „Das ist doch Wahnsinn, Kapitän!“ rief Ninaya. „Lasst es mich mit Magie versuchen. Meine Blitzzauber werden das Monster vernichten!“ Kapitän Sea’talis schüttelte den Kopf. „Das ist zu riskant. Seht euch das Schiff an. Das Monster hat es bereits stark beschädigt. Wenn es uns noch einmal rammt, werden wir sinken und sind dieser Bestie hilflos ausgeliefert.“ Ninaya zögerte kurz. Sie wusste das der Kapitän recht hatte. „Dann komme ich mit euch!“ sagte sie entschlossen und zog ihre Axt. „Meine Blitzzauber werden euch im Inneren dieser Kreatur gute Dienste leisten!“ Der Kapitän nickte ihr entschlossen zu. „Ich halte das für keine gute Idee.“ Parandorius baute sich vor Ninaya auf. „Sie ist eine Schamanin. Ihre Mittel sind begrenzt! Bevor wir sie an eurer Seite kämpfen lassen, Kapitän, sollten wir lieber den Magus mit euch gehen lassen!“ Parallax schaute verwirrt. Hatte ihn der Paladin grade gelobt? „Was soll das heißen?“ fuhr Ninaya Parandorius an. „Wir haben keine Zeit zu diskutieren!“ rief Kapitän Sea’talis dazwischen. „ Magus, traut ihr euch das zu?“ Parallax sah noch etwas ungläubig zu Parandorius. Doch dann nickte er dem Kapitän zu. „Sicher! Ich bin direkt neben euch.“ Ninaya fauchte vor Wut, hielt sich dann aber zurück, da sie wusste das die Zeit knapp wurde. Parandorius schaute zufrieden. Kapitän Sea’talis und Parallax hielten sich an einem Seil fest und traten auf den Rand des Decks. Die Kreatur kam immer näher auf das Schiff zu. „Wir warten bis das Maul weit offen ist. Auf mein Zeichen springen wir“ sagte der Kapitän. Parallax nickte ihm zu. „Jetzt!“ Die beiden Männer nutzen den Schwung des Seils aus und landeten direkt im weit geöffnetem Mundwinkel der Kreatur. Kapitän Sea’talis zögerte nicht lange und stieß seinen Speer immer wieder in das Seemonster. Dieses ließ sich etwas ablenken, rammte das Schiff dennoch. „Damit werdet ihr dieses Vieh kaum töten können“ rief Parallax. Der Kapitän sah den vermeintlichen Magus fragend an. „Was schlagt ihr vor?“ Parallax zeigte in Richtung des Bauches. „Wir müssen weiter rein und ein kleines Feuer entfachen.“ Der Kapitän nickte und ging voraus. Parallax folgte ihm durch das schleimige Maul hindurch zum Bauch des Monsters. Der Hexenmeister versuchte mit seinen Feuerzaubern den Bauch aufzusprengen. Kapitän Sea’talis beobachtete das Treiben. Doch das entzündete Feuer erlosch immer wieder. „Es ist zu nass hier“ rief Parallax verärgert. Der Kapitän stieß seinen Speer vor Wut immer wieder in den Boden, der eine glibbrige Masse war. Doch damit bewirkte er genauso viel, wie Parallax mit seinen Feuerzaubern. „Wir sind verloren“ rief der Kapitän. Parallax schüttelte den Kopf. „Es gibt einen Weg, das Monster zu erlegen.“ „Worauf wartet ihr dann noch?“ fragte der Kapitän. „Es wird euch vermutlich nicht gefallen“ antwortete ihm Parallax. „Verdammt noch mal, wir stecken hier im Inneren eines Seemonsters, das mein Schiff zerstören will! Was auch immer ihr vorhabt, tut es endlich!“ Parallax nickte dem Kapitän zu. „So sei es.“ Der Hexenmeister sprach einige dämonische Worte. Aus einem violetten Lichtkegel entstieg ein Dämon, eine Teufelswache. Diese Dämonen, mit einer riesigen Axt bewaffnet, sorgen überall wo sie auftauchen für Chaos und Zerstörung. Dies war genau der richtige Ort. Die Teufelswache attackierte sofort den Bauch des Seemonsters und schlug immer wieder auf ihn ein. Parallax verbreitete unterdessen seinen gefürchteten Verderbnis Zauber im Inneren der Kreatur, die langsam zu verwesen schien. Der Kapitän sah sich das Treiben ungläubig an. Die Teufelswache hatte bereits ein riesiges Loch in den Bauch der Kreatur geschlagen. Diese ließ einen lauten Schrei nach dem Anderen aufhorchen. „Was ist da nur los?“ Ninaya sah besorgt auf das Meer hinaus. Die Kreatur war nicht mehr zu sehen. Die letzte Attacke der Bestie hatte großen Schaden angerichtet. Auf dem Deck wurden zahlreiche Verletzte versorgt. In das Schiff trat Wasser ein. Die Streitkräfte der Zerschmetterten Sonne arbeiteten fieberhaft daran das Leck zu stopfen. Das Seemonster jaulte noch immer vor schmerzen. Der Bauch füllte sich mit Wasser. Der Verderbnis Zauber hatte bereits den Großteil der Kreatur verwesen lassen. Das Jaulen verstummte. Kapitän Sea’talis sah ungläubig und erschrocken zugleich Parallax an. „Ihr...ihr seid ein Hexenmeister!?“ Parallax nickte. „Dämonische Magie...ich verstehe nicht allzu viel von solchen Dingen. Aber ihr habt uns damit das Leben gerettet.“ Parallax nickte abermals zufrieden und rief die Teufelswache zu sich. „Beeindruckend, aber ich fürchte Parandorius wird das nicht gefallen wenn er das hört.“ Parallax sah Kapitän Sea’talis verwundert an. „Ihr wollt es ihm sagen?“ „Mir bleibt nichts anderes übrig. Es tut mir leid, aber die Tatsache das ein Hexenmeister an Bord meines Schiffes ist, birgt vermutlich mehr Gefahr als eine solche Bestie.“ Parallax sah den Kapitän zornig an. „Ich habe uns grade alle gerettet. Ihr sagtet selbst das ihr von solchen Dingen nicht viel versteht. Ihr habt nichts von mir zu befürchten. Also wäre es für uns alle besser, wenn ihr das ganze für euch behaltet.“ Der Kapitän schüttelte den Kopf. „Verzeiht, aber das kann ich nicht verheimlichen. Die anderen müssen es erfahren. Wenn sie hören, das ihr uns alle gerettet habt, habt ihr sicherlich nichts zu befürchten.“ Parallax sah den Kapitän zornig an. „Parandorius ist ein Paladin! Er wird mich sofort enthaupten wollen! Ihr müsst es für euch behalten, Kapitän. Ansonsten kann ich für nichts garantieren...“ Ninaya schaute noch immer auf das Meer hinaus. „Wo seid ihr nur, Parallax?“ fragte sie sich selbst. „Macht euch keine Gedanken“ sagte der hinter ihr stehende Baldur. „Ich bin sicher dem Magus passiert nichts.“ Ninaya lief leicht rot an. „Oh, Baldur. Ich wusste nicht das ihr hinter mir steht.“ Ein Schrei unterbrach die Unterhaltung. „Da im Wasser ist der Magus!“ rief einer der Blutelfen. „Parallax!“ rief Ninaya erleichtert. Baldur warf dem Hexer ein Seil zu und zog ihn aus dem Wasser. „Was ist passiert? Wo ist der Kapitän?“ fragte Parandorius forsch. Parallax sah zwischen Ninaya und den Männern des Kapitäns hin und her. Dann schaute er Parandorius an und schüttelte mit dem Kopf. „Er hat es nicht geschafft...“ Die Männer senkten ihre Häupter. Parandorius ballte wutentbrannt seine Fäuste. Ninaya klammerte sich an Parallax. „Ich bin so froh das euch nichts passiert ist.“ Das Leck war geschlossen und die Verwundeten wurden von den Heilern versorgt. Ninaya begleitete Parallax unter Deck und versorgte ihn. Parallax’ Blick war leer. Blut klebte an seinen Händen... Tag 4 Parandorius bezog als erster Offizier seine neue Kapitänskajüte. Ein Seufzen entfuhr ihm. Die ganze Mannschaft des Bündnisses der Zerschmetterten Sonne trug Trauer und sprach an diesem Tage kaum ein Wort. „Sir, der Magus ist jetzt hier!“ Parandorius nickte seinem Getreuen zu, der gleich darauf die Kajüte verließ. Parallax trat ein. „Ihr habt nach mir rufen lassen?“ fragte er mit ruhigen Worten. „Setzt euch, Magus.“ Der Paladin zeigte auf einen ihm gegenüberstehenden Stuhl. Parallax setzte sich. „Ich möchte mit euch über das Geschehene sprechen. Also, was genau ist mit dem Kapitän passiert?“ Parandorius schaute Parallax kaum an. Der vermeintliche Magus wirkte angespannt. „Nun, nachdem wir in das Maul des Monsters gesprungen waren, versuchten wir im Innern des Bauches ein Feuer zu entfachen. Doch leider war es einfach zu nass und meine Versuche schlugen immer wieder fehl.“ Parandorius lauschte den Worten des Hexenmeisters. „Der Kapitän versuchte mit seinem Speer den Bauch aufzuschneiden, was ihm auch gelang. Das Monster schrie laut auf und Wasser strömte in den Bauch.“ „Dann war dies wohl der Schrei, den wir hörten,“ fuhr Parandorius dazwischen. Parallax nickte nur. „Nun, was geschah als das Wasser in den Bauch der Kreatur eindrang?“ „Das Wasser drückte den Kapitän weiter ins Innere der Bestie. Ich konnte mich an einem Hautfetzen festhalten und versuchte den Kapitän zu packen, doch ich verfehlte ihn.“ Parallax sah demütig zu Boden. „Parandorius sah ihn verständnisvoll an. „Und wie gelang euch die Flucht?“ „Ich sah dem Kapitän noch einmal hinterher. Doch ich sah nur noch Blut aufsteigen. Da der Bauch sich immer mehr mit Wasser füllte, schwamm ich aus der Öffnung heraus aus dem Bauch.“ Parallax seufzte. „Hätte ich den Kapitän packen können, wäre er noch am Leben!“ Parandorius stand auf und ging näher auf Parallax zu. Verständnisvoll legte er eine Hand auf seine Schulter. „Ihr habt versucht ihn zu retten. Und ihr habt uns alle gerettet. Der Tod des Kapitäns ist nicht eure Schuld! Sobald wir in Northrend sind, wird er eine anständige Verabschiedung erhalten, der sein Opfer ehren wird.“ Parallax sah Parandorius an und quälte sich ein Lächeln heraus. „Kann ich dann nun gehen?“ Der Paladin nickte. „Selbstverständlich. Und bitte macht euch keine Vorwürfe mehr.“ Parallax nickte Parandorius zu und verließ die Kajüte. Der Paladin machte sich einige Notizen. Dann sah er sich die Unterlagen des Kapitäns an und studierte die Karte mit der eingezeichneten Route nach Northrend. „Wir haben noch nicht mal die Hälfte des Weges hinter uns gelassen, aber bereits unseren Kapitän verloren. Was wird uns noch erwarten?“ fragte er sich selbst. Ninaya wartete bereits an Deck auf Parallax. Mit großen Augen sah sie den Zauberer verträumt an. Trotz oder gerade aufgrund der Umstände schienen ihre Gefühle für Parallax immer größer zu werden. Doch der Hexenmeister schien diese Gefühle völlig zu ignorieren. In ihren Gedanken malte Ninaya sich immer wieder ihre Zukunft aus. Eine Draenei und ein Mensch. Eine Schamanin und ein vermeintlicher Magier. Könnte das überhaupt gut gehen? „Ihr seht nachdenklich aus“ sagte Parallax. Ninaya wirkte ertappt und stammelte sinnlose Wortfetzen vor sich hin. Sie lief rot an. „Ist alles in Ordnung mit euch?“ fragte Parallax. Ninaya nickte verlegen. „Ja, verzeiht ich war in Gedanken. Wie war euer Gespräch mit Parandorius?“ Parallax sah auf das Meer hinaus und hielt einen kurzen Moment inne. Die Sonne ging bereits unter. „Zufriedenstellend“ antwortete er knapp. Tag 5 Die Sonne war noch nicht wieder aufgegangen. Parandorius’ altes Quartier war nun das des Hexenmeisters. Ungestört konnte er nun meditieren und das Buch der Tausend Schatten studieren. Als Parallax grade in einen Abschnitt über die Metamorphose zu einem Dämon vertieft war, klopfte es an seiner Tür. „Wer ist da?“ fragte er abwartend. „Ich bin es, Ninaya. Ich muss mit euch sprechen.“ Parallax steckte das Buch unter seine Decke und ging zur Tür herüber. Er öffnete sie langsam und erblickte eine liebreizend lächelnde Draenei. „Verzeiht das ich euch störe“ sagte sie verlegen. Parallax bemerkte nun erstmals, dass Ninaya wohl größere Gefühle für ihn hegte. „Tretet ein“ sprach er knapp, um seine neue Erkenntnis nicht gleich preiszugeben. Ninaya nickte freundlich und setzte sich ungebeten auf das Bett des Hexenmeisters. Parallax verschloss die Tür. Er sah zu der Draenei herüber. Etwas beunruhigt, weil er sah das sie sich fast auf das Buch der Tausend Schatten setzte, beschloss er sich zu ihr zu gesellen. „Was kann ich für euch tun?“ fragte er und setzte sich neben Ninaya. Als diese grade Luft holen wollte, presste Parallax seine Lippen auf die Ihren und versuchte unbemerkt das Buch unter dem Bett verschwinden zu lassen. Ninaya verstand gar nicht wie ihr geschah. Das Letzte woran sie jetzt dachte war ein altes Buch. So war es ein leichtes für Parallax das Buch verschwinden zu lassen. Als Parallax den Kuss stoppte, sah Ninaya verlegen zu Boden. „Verzeiht“ sagte Parallax knapp. „Ich konnte nicht widerstehen...“ Ninaya lächelte, traute sich aber nicht dem vermeintlichen Magier in die Augen zu schauen. „Dann...habt ihr also gemerkt, was ich für euch empfinde?“ stammelte sie fragend. „Nun, es war nicht grade schwer dies zu bemerken“ antwortete Parallax knapp. Ninaya lief abermals rot an. „Aber nun sagt mir den eigentlichen Grund eures Besuches.“ Parallax versuchte offensichtlich das Thema zu wechseln. Doch nun wurde Ninaya mutiger und entgegnete ein unerwartetes „Ihr seid der Grund.“ Parallax verdrehte innerlich die Augen und versuchte ein Seufzen zu unterdrücken. Doch um zu verhindern, das Ninaya das Buch der Tausend Schatten entdecken konnte, lächelte er sie an und küsste sie abermals. Ninaya genoss dies sichtlich und verließ an diesem Tag das Zimmer des Hexenmeisters nicht mehr. Tag 6 Die Sonne war bereits aufgegangen. Ninaya und Parallax wurden unsanft geweckt, als sie mehrere durcheinander redende Stimmen an Deck des Schiffes hörten. „Was ist da los?“ fragte Ninaya. Parallax zog sich an und öffnete die Tür. „Ich gehe nachsehen“ sagte er und ging an Deck. Hier ebnete sich ihm ein bekanntes Bild. Blutelfen und Draenei diskutierten wild gestikulierend. Dieses Bild kannte er aus seinen alten Tagen bei den Sehern. Die Blutelfen der Seher buhlten mit den Draenei der Aldor um die Gunst der Naaru. Doch dieser Streit wurde beigelegt und die Aldor und die Seher schlossen ein Bündnis, was zur Gründung der Offensive der Zerschmetterten Sonne führte. „Was ist denn hier los?“ fragte der verdutzte Baldur, der ebenfalls vom Aufruhr geweckt wurde. „Blutelfen und Draenei streiten sich mal wieder. Worum es geht, konnte ich leider noch nicht feststellen. Aber am besten haust du mal mit deiner Axt dazwischen“ sagte Parallax mit schnippischem Unterton. Baldur grinste. Nun kam auch Parandorius hinzu und baute sich vor den streitenden Soldaten der Zerschmetterten Sonne auf. „Was ist hier los?“ fragte er forsch. Einer der Draenei, Dalay war sein Name, erhob seine Stimme. „Die Blutelfen erkennen unsere Forderungen nicht an. Sie sind unzufrieden mit der Regelung unseres Kapitäns.“ Parandorius sah den Draenei fragend an. „Mit dem Kapitän? Mit mir?“ Dalay nickte ihm zu. „Aber warum? Ich war der erste Offizier hinter Kapitän Sea’talis. Das Gesetz will es, das der erste Offizier nachrückt, sollte dem Kapitän etwas zustoßen.“ Nun ergriff eine der Blutelfen das Wort. Ihr Name war Kairinar. Parallax kannte sie aus seiner Zeit bei den Sehern. Im Kampf hatten ihm schon einmal ihre magischen Fähigkeiten aus einer misslichen Lage im Nethersturm gerettet. „Das mag das Gesetz der Aldor sein, aber unser Gesetz sieht etwas anderes vor. Einem Blutelfenkapitän muss auch ein Blutelf als Kapitän folgen“ sprach Kairinar energisch. Parandorius sah sie von oben herab an. Vermutlich war es gar nicht seine Absicht, aber er strahlte immerzu eine geballte Ladung Arroganz aus. „Ihr möchtet also, das ich mein Amt als Kapitän niederlege und es an jemandem aus eurem Volke übergebe?“ fragte Parandorius. Kairinar nickte. „Und dieser Jemand seid vermutlich ihr“ fügte der Paladin hinzu. Doch Kairinar schüttelte den Kopf. „Nein, wir Blutelfen werden den neuen Kapitän wählen.“ Parandorius verschränkte die Arme. „Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, meine Liebe. Wir sind hier nicht nur Blutelfen an Bord des Schiffes. Wenn ihr wirklich einen neuen Kapitän wählen lassen wollt, sollten alle Bordmitglieder wählen dürfen. Aber was noch viel wichtiger und Voraussetzung dafür währe, ist die Tatsache, dass ich mein Amt als Kapitän ablege.“ Parandorius hielt einen Moment inne. Dann drehte er Kairinar und den anderen Blutelfen den Rücken zu. „Dies werde ich aber ganz sicher nicht tun!“ Mit diesen Worten verließ Parandorius das Deck. Nun war sicher, dass seine Arroganz gewollt war. Die Draenei sahen dem Paladin zufrieden hinterher, während man in den Reihen der Blutelfen einige Zähne knirschen hören konnte. Doch nachdem auch Kairinar das Deck verließ, nahmen auch die anderen Blutelfen ihre Arbeit wieder auf. Wenn auch etwas widerwillig, was sich deutlich in ihren Gesichtern ablesen ließ. „Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“ sagte Parallax zu Baldur. „Mag sein“ sprach der Zwerg. „Aber ich werde mich da heraushalten.“ Baldur verabschiedete sich. Parallax grübelte vor sich hin und bemerkte zunächst nicht, dass nun auch Ninaya an Deck des Schiffes gekommen war. „Was war denn los?“ fragte sie den Hexenmeister. „Nichts ernstes. Nur eine kleine Meinungsverschiedenheit“ antwortete Parallax. Ninaya wollte grade ihre Arme um Parallax legen, als dieser abblockte. „Nicht.“ Er flüsterte. „Wir sollten das mit uns beiden nicht an die Öffentlichkeit tragen.“ Ninaya sah ihn zunächst fragend an. Doch dann nickte sie ihm zu. „Entschuldige mich nun, ich muss noch etwas mit jemandem besprechen.“ Parallax verschwand ebenfalls unter Deck und ließ Ninaya an Bord zurück. Unter Deck saß Kairinar, noch immer zähneknirschend und erbost aufgrund der Worte des Paladins, vor einem Becher zwergischem Starkbier. „Zum Wohl“ sprach der plötzlich hinter ihr auftauchende Parallax. Kairinar nickte ihm mürrisch zu. „Es tut mir leid, aber ich würde jetzt lieber alleine sein“ sagte sie und schaute verbittert in ihren Becher. „Aber aber, meine Liebe“ sprach Parallax spöttisch. „Warum bläst ihr Trübsal, wo ich euch doch eine hervorragende Idee anzubieten habe.“ Kairinar zog eine Augenbraue hoch. „Eine Idee? Und was für eine?“ fragte sie. Parallax sah sich um. Offensichtlich wollte er sich vergewissern, dass niemand ihn hören konnte. „Nun, eventuell wüsste ich eine Möglichkeit, wie jemand aus euren Reihen unseren lieben Kapitän Parandorius ablösen könnte.“ Parallax tuschelte Kairinar etwas unverständliches ins Ohr. Ein Lächeln machte sich auf dem Gesicht der Blutelfe breit. Tag 7 Parandorius hatte sich in seine Kajüte zurückgezogen. Er studierte den Kompass. „Wenn wir den Kurs halten, sollten wir in wenigen Tagen am Ziel sein“ murmelte er. „KAPITÄN! KAPITÄN!“ Der Draenei Dalay war wildaufgebracht in die Kajüte gestürmt. Parandorius lies vor Schreck seine Unterlagen fallen. „Was stürmt ihr hier so herein wie ein wildgewordener Taure?“ fragte er den Draenei forsch. „Verzeihung, Kapitän. Aber die Blutelfen. Sie meutern!“ Parandorius schaute skeptisch und zog eine Augenbraue hoch. „Sie meutern? Was soll das heißen? Wie können sie es wagen?“ Der Paladin nahm seinen Schwertgürtel zur Hand und stürmte aus seiner Kajüte. Die gesamte Mannschaft schien sich bereits an Deck versammelt zu haben. Parandorius sah sich um. Kairinar und ihre Blutelfenkameraden hatten ihre Arbeit niedergelegt und sahen den Paladin mit ernsten Blicken an. „Was soll das, Kairinar? Meint ihr das Schiff fährt von selbst nach Northrend? Eure Freunde und ihr sollten sich jetzt gefälligst ihrer Arbeit widmen.“ Kairinar verschränkte ihre Arme. „Wir werden uns erst wieder unserer Arbeit widmen, wenn wir einen neuen Kapitän gewählt haben!“ sagte sie entschlossen. Parandorius verschränkte ebenfalls die Arme. „Ach, und ihr wollt euch vermutlich als Kapitän von euren Blutelfenfreunden wählen lassen? Aber wir anderen dürfen bei dieser Wahl nichts zu sagen haben? Dies waren doch eure Worte gestern.“ Kairinar schüttelte ihren Kopf. „Wir sind zu einem Kompromiss bereit. Wir Blutelfen sollten nicht allein entscheiden. Das war falsch. Und ich entschuldige mich bei unseren Draeneifreunden, für unser mürrisches Verhalten gestern.“ Dalay und die übrigen Draenei sahen sich etwas ungläubig an, verbeugten sich dann allerdings höflich. Parandorius traute seinen Augen nicht. „Wie soll denn euer Kompromiss aussehen, junge Dame?“ fragte Parandorius forsch. „Wir sind damit einverstanden, das der neue Kapitän nicht unbedingt ein Blutelf sein muss und würden dementsprechend gerne einen angesehenen Mann dieser Mannschaft als Gegenkandidaten zu euch vorschlagen.“ Parandorius sah ungläubig in die Augen der Blutelfe. „Und wer soll dieser Gegenkandidat sein?“ Kairinar drehte sich um und zeigte mit einem spitzen Lächeln auf Parallax. „Er ist es. Der Mann, ohne den diese Reise schon vor Tagen vorbei gewesen wäre. Unseren alten Kapitän konnte er nicht retten, aber uns hat er alle gerettet. Wer sonst wäre als unser neuer Kapitän besser geeignet als er?“ Parallax ging einige Schritte nach vorne, hielt sich jedoch mit einem Kommentar zurück. Stattdessen verbeugte er sich huldvoll. Parandorius sah den Zauberer mit ernster Miene an. „Ihr entehrt die Gesetze der Aldor. Ihr wollt mich, der als erster Offizier für das Amt des Kapitäns bestimmt ist, absetzen und einen Magier dafür als neuen Kapitän einsetzen? Dies kommt einer Meuterei gleich! Wir Aldor lassen uns darauf keinesfalls ein!“ Ninaya trat nun hinter ihren Draeneikameraden hervor und wandte sich dem Paladin zu. „Mein Herr, vergesst ihr nicht etwas? Wir Aldor und die Blutelfen der Seher haben sich zu einem Bündnis vereint. Eure Gesetze sind nun die Unseren. Unsere Gesetze sind nun die euren. Wir alle wollen nur das beste für uns und die Mannschaft. Wir kämpfen für die Zerschmetterte Sonne. Unser Ziel ist es den Lichkönig und seine Geißelarmee aufzuhalten. Und um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir alle zusammenhalten und dürfen uns nicht selbst bekämpfen. Also wenn es der Wille der Mannschaft ist, solltet ihr als Kapitän abdanken, und der Mehrheit ihre Entscheidung überlassen.“ Nach diesen Worte erntete Ninaya zustimmende Blicke von allen Seiten. Parandorius sah sich um. „Nun gut, ist dies euer Wille?“ fragte er die Mannschaft, sowohl Blutelf als auch Draenei. Die Streiter der Zerschmetterten Sonne erhoben zeitgleich ihre rechten Fäuste und riefen den Namen des vermeintlichen Magiers. Parandorius übergab Parallax den Schlüssel zur Kajüte des Kapitäns. Dann zog er sich unter Deck zurück. Die Mannschaft feierte ihren neuen Kapitän. Den Hexenmeister Parallax... Tag 8 Der neue Kapitän hatte seine Habseligkeiten bereits in seiner neuen Kajüte verstaut. Seinen wertvollsten Besitz, das Buch der Tausend Schatten, hatte Parallax in einem Tresor, der hinter dem Bild des mächtigen Paladins der Silbernen Hand Uther Ligthbringer verborgen war, versteckt. Parallax hatte sich niemals erträumt, eines Tages als Kapitän eines Schiffes über eine motivierte Mannschaft zu bestimmen. Doch das Schicksal hatte schon immer zweifelhafte Momente für den Hexenmeister auserkoren. Er schaute aus einer Luke. Einige Regentropfen rieselten vom Himmel. Sie schienen zu Eis zu gefrieren bevor sie ins Wasser fielen. Northrend war nicht mehr weit. Die Luft wurde kälter. Baldur und Parandorius saßen derweil im Mannschaftsquartier. Der Zwerg becherte ein Starkbier nach dem Anderen und Parandorius versuchte mitzuhalten. „Ich sag dir mein Freund, irgendwas stimmt da nicht“ sagte der Paladin. Baldur sah ihn fragend an. „Wieso? Das ist feinstes Starkbier aus Kharanos. Was soll damit nicht in Ordnung sein?“ Parandorius schüttelte den Kopf. „Ich meine unseren lieben Herrn Parallax. Der Typ kam mir schon von Anfang an komisch vor.“ Baldur winkte ab. „Ach was, der ist schon in Ordnung. Du hast einfach nur zu tief in den Becher geschaut.“ Doch Parandorius wurde energischer. „Nein, Baldur! Ich sag dir das ganze hat er von vornherein so geplant. Findest du es nicht auch komisch, das der erfahrene Kapitän Sea’talis in einem Fischmaul ums Leben kommt? Und ein Nahkampfunerfahrener Zauberer übersteht es ohne große Verletzungen?“ „Er hatte Glück“ entgegnete ihm der Zwerg. „Pfff...Glück hat damit nichts zu tun, sag ich dir!“ Parandorius wurde immer energischer. „Und das größte ist, seine zwei Gespielinnen wickeln die Mannschaft ein und zetteln eine Meuterei an, an deren Ende ihr ach so großer Held Parallax zu unserem neuen Kapitän gewählt wird. Dabei war ich, ich der große Paladin Parandorius Lightblade ihr Kapitän!“ Einige lallende Töne mischten sich in Parandorius’ Worte. „Du hast zu viel getrunken, Mensch“ rief Baldur und versuchte Parandorius zu beschwichtigen. „Ninaya und Kairinar sind aufrichtige Streiter unseres Ordens. Sie würden bei irgendwelchen Intrigen seitens eines Zauberers niemals mitmachen.“ „Das sag ich ja auch gar nicht *hicks* aber er hat sie manipuliert!“ Baldur schüttelte den Kopf. „Du spinnst dir da etwas zusammen. Parallax ist ein Held. Und unser Kapitän. Du findest dich besser damit ab.“ Parandorius trank sein Starkbier aus und wollte grade seine nächsten Wörter ansetzen, als er mit verschränkten Armen auf dem Tisch einschlief. Baldur lachte und gönnte sich noch einen Schluck Starkbier. Als er dann den aus seiner Kajüte kommenden Parallax mit einem merkwürdigem Buch in der Hand in das Zimmer Ninaya’s gehen sah, verging sein Lachen. Er sah den schlafenden Parandorius an. Dann sah er in seinen Becher. Er runzelte die Stirn. Tag 9 Der neue Tag begann mit dichtem Nebel. Baldur hatte den Paladin gerade erst in sein Quartier zum Ausnüchtern gebracht. Nun war er auf dem Weg in die Kajüte des Kapitäns. Die Kajüte war jedoch verschlossen. Baldur vermutete, das Parallax noch bei Ninaya war. Er sah sich um. Niemand war zu sehen. Aufgrund des Nebels hatte die Mannschaft genug zu tun, was Baldur dazu ermutigte, seinen lange nicht benutzten Dietrich aus der Tasche zu ziehen. Das Schloss war schnell geöffnet. Baldur betrat die Kajüte und verschloss die Tür hinter sich. Er wusste selbst nicht genau was er tat. Die Worte des betrunkenen Paladins hatten Baldur ins Grübeln kommen lassen. Baldur hielt Parallax bisher für einen ehrbaren Magier. Aber um sich sicher zu sein, wühlte er in den Unterlagen des neuen Kapitäns. Doch auf dem Schreibtisch fand er nichts. Geschweige denn in den verschlossenen Schubladen, die er ebenfalls ganz leicht mit seinem Dietrich öffnen konnte. Baldur verschränkte seine Hände hinter dem Kopf und seufzte. Dabei fiel ihm das Bild Uther Lightbringers auf. Er sprang energisch auf und neigte das Bild zur Seite. Der Tresor kam zum Vorschein. „Aha!“ rief er ungewollt laut. Für den Tresor brauchte es etwas mehr als einen Dietrich. Glücklichweise hatte Baldur noch einen Zweiten. Nach einigen Geschicklichkeitsübungen war der Tresor schließlich geknackt. Baldur’s Blick fiel sofort auf eine merkwürdig leuchtende Schatulle, die im Tresor neben einigen Aufzeichnungen lag. Doch er mühte sich vergebens, die Schatulle zu öffnen. Sie war magieversiegelt. Baldur begnügte sich mit den Aufzeichnungen, die er mit weitgeöffneten Augen durchlas: „Die Zauber im Buch der Tausend Schatten haben gewirkt. Die erste Phase der Metamorphose ist abgeschlossen. Für den Bruchteil einer Minute konnte ich mich verwandeln. Das Gefühl war überwältigend. Anfangs befürchtete ich, die Kontrolle zu verlieren. Doch dann übernahm ich die Kontrolle und fühlte mich mächtiger als jemals zuvor. Irgendwie muss ich einen Weg finden, die Dauer des Zaubers zu verlängern. Im Buch ist die Rede von Seelenkristallen, die den Zauber verstärken können. Ich hoffe in Northrend auf einige Seelen zu stoßen, die geeignet sind. Außerdem muss ich einen Weg finden sicherzustellen, dass der Dämon nicht die Kontrolle übernimmt. Aber dies sollte mit der reinen Seele einer...“ Als Baldur auf dem Gang Stimmen hörte, steckte er die Aufzeichnungen in seinen Gebirgsjägerbeutel, schloss den Tresor so schnell er konnte und hing das Bild Uther Lightbringers wieder davor. Die Stimmen zogen an der Kajüte vorbei. Baldur atmete erleichtert aus. Er konnte nicht glauben was er eben gelesen hatte. Von Dämonen und Seelen war die Rede. War dies normal für einen Feuermagier? Baldur bezweifelte dies. Vorsichtig öffnete er die Tür und schaute ob der Gang frei war. Plötzlich wurde es Baldur schwarz vor Augen.... Tag 10 Ninaya sah auf das Meer hinaus. Der Nebel war noch immer sehr dicht. Es war noch früh am Morgen. Ninaya hatte eine unruhige Nacht. Etwas raubte ihr den Schlaf. Sie konnte noch nicht definieren, was es war. Ein mulmiges Gefühl behagte sie. „Du bist schon auf?“ fragte der plötzlich hinter ihr stehende Parallax. Ninaya erschrak zunächst, atmete dann aber beruhigt aus. „Ja, ich konnte nicht mehr schlafen. Irgendetwas beunruhigte mich.“ Sie sah wieder auf das Meer hinaus. Im dichten Nebel konnte sie kaum etwas erkennen. Parallax nickte verständnisvoll. „Vermutlich liegt es an Northrend. Wir sind bald da. Das Land birgt viele Gefahren.“ Ninaya nickte Parallax zu. „Das wird es sein. Nun entschuldige mich bitte. Ich habe Dalay versprochen mit ihm die Marschrouten nach Valgarde durchzugehen.“ Ninaya verabschiedete sich von Parallax und umarmte ihn. Doch diese Umarmung löste ein erschreckendes Zucken bei ihr aus. „Was ist?“ fragte der verwirrte Zauberer. Ninaya wusste selbst nicht was passiert war. Als sie Parallax umarmte, durchfuhr ein schreckliches Bild ihren Geist. Für den Bruchteil einer Sekunde sah sie ein lichterloh brennendes Feuer, was sie umkreiste. Verwirrt sah sie Parallax an. „Ich...ich muss los“ stammelte sie und ließ den vermeintlichen Magus zurück. Dieser schaute Ninaya noch einen Moment hinterher. Dann blickte auch er auf das Meer hinaus. Der Nebel war mittlerweile so dicht, das man das Meer nur noch erahnen konnte. Baldur erwachte. An seinen Händen und Beinen spürte er etwas kaltes. Er öffnete langsam seine Augen. Kairinar stand vor ihm. Baldur schaute auf seine Hände. Sie waren fest an den Stuhl auf dem er saß gefroren. „Was soll das?“ fragte er verwirrt. „Ruhe, du Verräter!“ fauchte Kairinar ihn an. „Ich stelle hier die Fragen! Was hast du im Zimmer des Kapitäns verloren?“ Baldur wusste nicht, ob er Kairinar vertrauen konnte. Also beschloss er zu schweigen. „Nun sag schon. Warum hast du das Zimmer durchsucht? Du bist doch kein gewöhnlicher Dieb, oder?“ Baldur seufzte. „Nein nein, ich bin doch kein Dieb! Ich habe lediglich einen Verdacht von Parandorius überprüfen wollen.“ Kairinar runzelte die Stirn. „Einen Verdacht? Und was soll das heißen?“ Baldur versuchte seine Hände vom Stuhl zu lösen, was sich aber als zwecklos erwies. „Bitte, holt sofort Parandorius. Ich glaube Parallax ist nicht der, für den wir ihn halten.“ Kairinar zog skeptisch eine Augenbraue hoch. „Wie könnt ihr es wagen? Parallax hat uns gerettet und ist unser neuer Kapitän! Parandorius ist doch nur eingeschnappt, weil er entmachtet wurde.“ „Also gut, wenn ihr mir nicht glaubt, dann seht euch die Aufzeichnungen in meinem Gebirgsjägerbeutel an.“ Baldur deutete mit seinen Augen auf den Beutel an seinem Gürtel. Kairinar sah Baldur skeptisch an, nahm jedoch den Beutel an sich. „Ich denke, ich werde den Beutel Parallax übergeben und ihn mit euren Vorwürfen direkt konfrontieren. Mal sehen was er dazu sagt.“ Baldur erschrak. „Nein, Kairinar! Das ist zu gefährlich! Bitte öffnet ihn und lest euch die Aufzeichnungen durch. Oder sprecht wenigstens erst mit Parandorius, bevor ihr zu Parallax geht.“ Kairinar grübelte einen kurzen Moment. Dann löste sie die frostigen Fesseln von Baldur und warnte ihn. „Wehe du läufst weg, dann verwandele ich dich in ein Schaf!“ Baldur schüttelte den Kopf. Die Beiden verließen die Kajüte. Im Gang stand plötzlich Ninaya vor ihnen. „Was geht denn hier vor?“ fragte sie etwas erstaunt. „Der Zwerg hier glaubt das unser Kapitän etwas zu verbergen hat und ist deshalb in seine Kajüte eingebrochen“ sagte Kairinar spöttisch. Ninaya schaute Kairinar und Baldur beunruhigt an. „Etwas zu verbergen? Wie meint ihr das, Baldur? Ich dachte ihr seid Freunde?“ „Das dachte ich auch, bis Parandorius mir einige Dinge erzählte, die gar nicht so abwegig schienen. Und dann hab ich mich im Zimmer des Zauberers etwas umgesehen und habe das hier gefunden.“ Baldur zeigte auf den Beutel. „Da sind merkwürdige Aufzeichnungen drin, aber Kairinar wollte sie nicht lesen und sie stattdessen zu Parandorius bringen.“ Ninaya versuchte nach dem Beutel zu greifen. „Zeigt mir die Aufzeichnungen“ sagte sie forsch. Kairinar hielt den Beutel zurück. „Nein, junge Draenei. Dies ist das Hab und Gut unseres Kapitäns. Wir bringen es zuerst zum Paladin und dann befragen wir Parallax fair und anständig, ohne ihn vorwurfsvoll zur Rede zur stellen!“ Ninaya wartete einen Moment ab. Dann sah sie Baldur an. „Was stand in den Aufzeichnungen?“ fragte sie Baldur. „Irgendwas über Dämonen und Seelen und einer Metamaphose.“ „Metamorphose?“ fragte Ninaya erschrocken. „Ja, irgend etwas in der Form. Ich kenn mich mit solch Zaubererkram nicht aus.“ Ninaya wurde schwindelig und hatte mühe sich auf den Beinen zu halten. Kairinar und Baldur stützten sie. „Was ist mit euch? Ist alles in Ordnung?“ fragte Kairinar. Ninaya wurde kreidebleich im Gesicht. „Ich befürchte Baldur hat recht. Etwas stimmt nicht mit Parallax. Ich...ich habe vorhin etwas merkwürdiges in seiner Nähe gespürt.“ Kairinar schaute fragend. „Etwas merkwürdiges? Was war es?“ Ninaya seufzte. „Eine merkwürdige Aura. Ein düsteres Bild. Es war wie eine finstere Version. Etwas das in der Zukunft passiert. Wir sollten sofort zu Parandorius und ihn um Rat fragen.“ Die Drei nickten sich zu. Ein lautes Krachen ertönte. Ein Ruck ging durch das Schiff. Kairinar, Ninaya und Baldur konnten sich nicht auf den Beinen halten und stürzten zu Boden. In einem Augenwinkel konnte Ninaya Wasser in den Gang fließen sehen. „Oh nein. Wasser dringt in das Schiff ein. Wir müssen sofort an Deck!“ Ninaya half Kairinar auf die Beine. „Ich hole den Paladin“ rief Baldur. Ninaya nickte ihm hinterher und lief zusammen mit Kairinar an Deck. Dort erblickte sie einige Verletzte. Sowohl Blutelfen als auch Draenei. Doch dies spielte keine Rolle. „Was ist geschehen?“ fragte sie Dalay, der sich an den Mast klammerte. „Ein Riff! Wir sind auf ein Riff aufgefahren! Der Nebel war zu dicht und wir waren viel zu schnell!“ Ninaya schaute sich um und versuchte den anderen Verletzten zu helfen. „Wo ist der Kapitän?“ fragte Kairinar den verängstigten Dalay. Der Draenei zeigte auf den Bug des Schiffes. „Er stand ganz vorne. Als es passierte, muss er kopfüber ins Wasser gestürzt sein.“ Kairinar lief sofort zum Bug des Schiffes und schaute herunter. Sie traute ihren Augen nicht. Parallax der Hexenmeister ließ das Eisriff, auf das das Schiff soeben aufgelaufen war, mit einem Höllenfeuer zum Schmelzen bringen. Dichter Rauch stieß hervor und versperrte Kairinar die Sicht. Als der Nebel erlosch, war Parallax noch immer im Wasser. Das Eisriff war zum Teil geschmolzen. Doch für das Schiff war es zu spät. Kairinar sah das riesige Loch, was im Bug des Schiffes herausragte. Nun wusste sie, das das Schiff sinken würde. „Parallax!“ rief sie dem vermeintlichen Zauberer zu. Doch dieser war nicht mehr zu sehen. Kairinar lief wieder zu Ninaya herüber, die immer noch mit der Versorgung der Verletzten beschäftigt war. „Das Schiff sinkt! Wir müssen sofort hier weg!“ Ninaya schüttelte den Kopf. „Das Wasser ist zu kalt. Wir werden darin erfrieren!“ „Die Küste von Northrend ist nicht mehr fern. Wir können es schaffen, wenn ihr in meiner Nähe bleibt. Ich versorge uns mit der notwendigen Hitze!“ sprach der plötzlich an Deck aufgetauchte Parallax. Ninaya und Kairinar schauten verwirrt. Sollten sie ihm wirklich vertrauen? Baldur kam unterdessen mit Parandorius an Deck. Er hielt einen Moment inne als er Parallax sah. Doch dann sagte er: „Unten läuft alles voller Wasser. Wir sollten sofort hier weg!“ „Bleibt in meiner Nähe“ rief Parallax und ging zum Bug. Er murmelte einige dämonische Worte. Kurz darauf prasselte ein Feuerregen auf das vor ihm liegende Eismeer hinab. Der Nebel lichtete sich und für einen kurzen Moment konnte man den eisigen Kontinent, Northrend, deutlich sehen. Er lag unmittelbar hinter dem Eismeer. Parallax drehte sich zu seiner Mannschaft um. „Nehmt die Verletzten zu euch und folgt mir!“ Er sprang ins Meer. Ein Feuerschweif umgab ihn. Baldur packte sich Parandorius und sprang als erstes hinterher. Ninaya kümmerte sich um Dalay und Kairinar versuchte einen der verletzten Blutelfen zu packen. Die anderen Verletzten folgten ihrem Kapitän ebenfalls und sprangen ins Meer. Nicht jeder schaffte es. Baldur schaute vor sich. Er versuchte einen Blick auf Parallax zu werfen. Doch dieser war von einer Rauchwolke umgeben. Das Wasser war noch immer kalt. Baldur versuchte die Kälte zu ignorieren. Als Gebirgsjäger in Kharanos war er Kälte gewöhnt. Kairinar verhalf sich mit ihren Feuerzaubern zu etwas Wärme. Ninaya vertraute auf eines ihrer Feuertotems. Parallax betrat die Küste von Northrend. Diesen Moment hatte er sich anders vorgestellt. Überall um ihn herum war Schnee. Er blickte hinter sich auf das Meer hinaus. Durch das Eismeer zog sich ein Riss, den er verursacht hatte. Baldur, Parandorius, Kairinar, Ninaya und einige wenige Streiter der Zerschmetterten Sonne schafften es schließlich ebenfalls zur Küste. Ein Teil der Mannschaft blieb auf dem bereits untergegangenen Schiff zurück und ertrank. Einige der Verletzten, die Parallax durch das Eismeer folgten ertranken ebenfalls oder erfroren. Parandorius sah Parallax ernst an. „Heißt es nicht immer, ein Kapitän geht mit seinem Schiff unter?“ fragte er ihn boshaft. Parallax sah Parandorius mit einem leichten Grinsen an. „Was tut ihr dann noch hier?“ antwortete er spöttisch. Baldur, Kairinar und Ninaya sahen sich fragend an. Sie wussten, das mit ihrem Kapitän Parallax etwas nicht stimmte. Aber er hatte sie ein weiteres Mal gerettet. „Wir müssen die Verletzten nach Valgarde bringen um sie zu versorgen“ sagte Ninaya. Baldur nickte ihr zu. „Dieses Land ist so düster. Überall Eis und Schnee. Und die Geißelarmee wartet nur auf uns“ sprach Kairinar. Parallax schaute sich um. „Ich weiß gar nicht was ihr habt. Immerhin sind wir am Ziel, Northrend! Hier erfüllt sich unser Schicksal!“ Parallax ging voraus, bereit die neue Welt zu erkunden.
Ende
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