Barasa
| | |
|---|---|
| | |
| Name des Charakters: | Barasa Frostwing |
| IG-Name: | Barasa |
| Titel: | Aufstrebender Champion |
| Alter: | ungefähr 11.000 Jahre |
| Gesinnung: | Chaotisch Neutral Tendenz zu Chaotisch Böse |
| Geburtsort: | Irgendwo im heutigen Winterspring |
| Familienstand: | verwitwet |
| Körpergröße: | 2,11m |
| Handwerkliche Berufe: | Bergbau, Ingenieur, Geschäftsführer |
| Rasse: | |
| Klasse: | |
| Charakter Spezialisierung(IC): | Intrigen und Verschwörung ( ooc: Frost) |
| Gilde: | Hospitalerorden |
| Wohnort: | Terasse der Handwerker Darnassus, Zweitwohnsitz und Geschäftsräume in Ironforge Militärviertel (Beides nurnoch als Tarnung oder Versteck in Gebrauch) |
Inhaltsverzeichnis |
Aussehen des Charakters
Barasa ist mit 2.11m Unterer Durchschnitt bei Nachtelfen überragt aber immernoch die meißten Menschen. Sein Kleidungsstil könnte man als Zweckgemäß betrachten. Seine Groben gesichtszüge werden von diversen kleineren Narben unterstrichen wobei die auffälligste die senkrecht über sein rechtes Auge verlaufende Schnittwunde sein dürfte, zu seinem Glück verletzte der Schnitt seinerzeit nur das Augenlied ein wenig wodurch seine Sehfähigkeit unbeeinträchtigt blieb - das Auge aber nichtmehr komplett geöffnet werden konnte. Darum strahlt Barasas Gesicht stets unbeabsichtigt Skepsis aus. Sein restlicher Körper, sollte er zu sehen sein, wird ebenfalls von unzähligen Narben aus scheinbar Jahrelangen Kämpfen geziert. Unter all dem Narbengewebe kann man an manchen stellen noch eine Tätowierung erkennen die sich wohl einmal über den Rücken, Schultern und die Oberarme erstreckte. Was sie allerdings darstellen soll ist nichtmehr zu erkennen.
Immer mit ihm sind in einem kleinen Silberetui, das er je nach Kleidung in einer anderen Tasche aufbewahrt, lange dünne Zigaretten frisch aus Booty Bay. Der Zündstein zum anzünden ist selbstverständlich immer griffbereit.
Neuerdings tritt Barasa, im Gegensatz zu früher, in den Städten eher im sauberen Anzug anstatt eines Gefechtspanzers aus. Seine Mimik und der Ton sind dennoch mehr als Unauffällig. Zudem hat er ,im Gegensatz zu noch vor kurzem, allerlei Abzeichen und Insignien der Argentumdämmerung entfernt und scheint nun keinen offiziellen Rang mehr dort innezuhaben.
Auftreten des Charakters
Grundsätzlich lässt sich sein Verhalten nicht vorhersagen. Mal hört man ihn geschickt mit Worten jonglieren um Kunden oder andere einzulullen. Ein andermal erloebt man ihn eiskalt berechnend und kaltherzig. Sehr selten kann man seinen Worten irgendeine Art von aufrichtiger Wärme und freundlichkeit abgewinnen. Und genau so wirkt er auch in Mimik und gestik
Familie
Frostwings
Serebran Frostwing - Leiblicher Vater (gestorben bei der Verteidigung des Stammes gegen marodierende Furlbolgs während Barasas Geburt)
Alkisa Frostwing - Leibliche Mutter (von denselben Furlbolgs kurz nach Barasas Geburt getötet)
Moonseekers
Elenias Moonseeker - Ziehvater ( Gestorben bei der Schlacht um Azshara gegen die Streitkräfte der Legion)
Shanis Moonseeker - Ziehmutter ( Todesart und Zeitpunkt unbekannt )
Veanar Moonseeker - Ziehbruder ( Von Barasa bei der Schlacht um Hyjal getötet )
Abys Moonseeker - Nichte, Tochter von Veanar ( Verbringt seit dem Tod ihres Vaters ihr Leben als Schaustellerin)
Andere
Tary Moonseeker geb. Sleepstar - Ehefrau (Kurz nach Hyjal während eines Unfalls zusammen mit dem gemeinsamen Ungeborenen verbrannt)
Auriel Dal´dieb de Shano - "Schwester" ( Todesart und genauer Zeitpunkt unbekannt, vermutlich bei irgendeiner Offensive in der Scherbenwelt gefallen )
Das Leben des Charakters: Schatten, Feuer, Eis - Zyklus
Zeitlich angefangen im März 2007.
((Autor: Marcel Vögele)) BUCH EINS - SCHATTEN
Zusammengefasst aus Tagebüchern, Reiseberichten und Erzählungen
Barasas, geboren als Frostwing, erzogen als Moonseeker, gelebt als Elf, aufgestiegen als Todesritter
Prolog - Jäger und Gejagte
[...] in den Händen der meisten sind Waffen nur Werkzeuge aus Metall und Holz. Meine Waffen sind die Verlängerung meines Geistes, meines eigenen Willens, wächst dein Wille, deine Innere Kraft, dann wirst auch du das Potenzial deiner Waffen erkennen [...] Barasa Frostwing, 6. Jahr nach Hiyal
Ruhig lag der Pfeil auf der magisch verstärkten Sehne. Der Augenblick seitdem er den Atem angehalten hatte schien plötzlich Stunden herzu sein. Nun wurde das warten belohnt, mit dem erstickenden Grunzer des Höllenorcs als der Pfeil sich von hinten in sein Genick bohrte, an der Wirbelsäule vorbei, und an seiner Kehle wieder austrat. Sein Gegenüber, ebenfalls ein Höllenorc, sah immer noch überfordert seinem toten Kumpanen beim Fallen in den Staub zu als sich auch ihm ein Pfeil in den Bauch bohrte, die zweihändige Axt die er trug entglitt seinem schwächer werdenden Griff und er schlug auf dem Boden auf, den Mund zu einem wütenden Schrei weit aufgerissen der niemals über die Ebenen hallen sollte. Denn just in diesem Augenblick wurde seine Kehle durch einen schnellen Schnitt eines langen Messers durchtrennt. Der Orc gurgelte einen Schwall Blut zwischen seinen Hauern hervor und starb dann ebenso schnell wie sein Freund neben ihm. Müde betrachtete der Elf ,der zuvor noch 20 Schritt im Gras versteckt gesessen hatte bevor er die 2 Schüsse abgegeben hatte und dann zu dem noch lebenden Orc gestürmt war um auch ihm den Rest zu geben, das Blut an seinem Messer bevor er es an der Kleidung des ersten Orcs sauber wusch und zurück in die Scheide die am Gürtel hinter seinem Rücken baumelte steckte. "Ich lasse nach." murmelte der Elf und strich sich die langen widerspenstigen Haare hinter die spitz zulaufenden Ohren und legte damit sein alterndes Narben durchzogenes Gesicht frei in dessen Furchen sich dunkle Striemen von Schmutz gesammelt hatten. Mit einer stupiden Routine durchsuchte der Elf die Körper der zwei Toten, als er ein vertrautes Geräusch vernahm und sich langsam umdrehte. Und Tatsächlich hatten sich seine Ohren nicht getäuscht als er in der ferne den Elekk nun nicht nur hörte sondern auch sah. Der Elf stützte sich auf seinen Langbogen und wartete auf das ankommen des riesigen Reittieres und, was noch interessanter war, des Reiters. "Ich grüße dich Dab´ur" sagte der Elf als der Dranei der auf dem Elekk saß in Hör weite war und deutete eine Verbeugung an. Der Dranei zügelte sein Reittier vor dem Elfen und verbeugte sich ebenfalls. "Seid mir gegrüßt Freund Bârasa, wie ich sehe hast du dich den Spähern die hier herum streifen bereits angenommen." Bârasa zeigte ein müdes lächeln. " Nicht ganz, 34 habe ich in dieser Woche erwischt. Und ich vermute das sich noch mehr in diesen Ebenen verstecken. Dab´ur nickte scheinbar grübelnd bevor er von seinem Reittier sprang und die 2 Leichen auf dem Boden eingehender betrachtete. "Du Vermutest?" "Richtig." "Worauf beruht deine Vermutung?" "Inzwischen müsstest du mich kennen..." "Du meinst?" Bârasa nickte knapp und knurrte leise "Ich lasse wirklich nach." bevor er nach dem Speer auf seinem Rücken Griff und die einen Fuß lange Klinge Herumwirbeln ließ um sie dem ersten der 6 anstürmenden Orcs in die Brust zu rammen die sich im Rücken des Elfen und des Dreanei gesammelt hatten. Mit einem überraschten Gesichtsausdruck brach der Ork zusammen und starb noch bevor er den Boden berührte. Bârasa tauchte unter dem Horizontalen Hieb einer Streitaxt durch und sprang mit aller Kraft die seine Beine aufbringen konnten nach oben und stieß seinen Schädel gegen das Kinn des Höllenorcs und wurde dafür mit pochendem Schmerz und einem ekelhaften knirschen belohnt als sich manche der Hauer des Orcs in sein Zahnfleisch zurück schoben. Dab´ur hatte inzwischen seine 2 Sichelbeile vom Rücken genommen und trieb sie einem der Angreifer gerade in die Seiten woraufhin der Orc kippte wie ein Altersschwacher Baum wenn der Sturm über ihn fegte. Bârasa taumelte leicht benommen Rückwärts und hielt sich den Schädel. es war dumm gewesen seinen Speer gleich am Anfang des Kampfes unbrauchbar zu machen indem er ihn so tief im Orc versenkte das er keine Gelegenheit hatte ihn herauszuziehen bis dessen Kamerad mit der Axt bereits vor ihm stand und es war noch dümmer gewesen diese Art von Verteidigung zu verwenden, auch wenn sie ihm dieses mal das Leben gerettet hatte, das nächste mal würde er seinen Kopf auf andere Art und Weise verwenden, vorausgesetzt er hatte Gelegenheit dazu. Mit einem heftigen Kopfschütteln schüttelte der Elf die Benommenheit ab und griff nach seinem Messer bereit sich zusammen mit seinem Gefährten den restlichen Angreifern zu stellen...
Kapitel 1 - Grollhuffleisch und andere Dämonen
[...] Wenn du denkst das dir Niemand mehr etwas beibringen kann, dann gehe in den Wald und übe dich mit einem Stein in Geduld, und du wirst sehen das der Stein darin immer besser sein wird als du [...] Barasa Frostwing, 7. Jahr nach Hyjal
Tacktock, Tacktock, Tacktock. "Dein Getrappelt geht mir auf die Nerven du dumme Ziege!" Bârasa war merklich verstimmt an diesem Morgen, das Geplänkel mit den Orcs war nun 3 Tage her und er hatte sich nur zwei Tage zum Ausruhen gegönnt bevor er wieder aufgebrochen war, zusammen mit seinem neuen Reittier: Einem überaus störrischen Talbuk den die Kurenai ihm "freundlicherweise" als Dank überlassen hatte da sich seine Reittiere allesamt in Azeroth in Feralas befanden. Der Sandbraune Talbuk schien ebensowenig über seinen neuen Herren erfreut zu sein wie umgekehrt und scheinbar nahm er die "Ziege" auch als Beleidigung auf, zumindest begann er zu bocken um den mürrischen Elfen von seinem Rücken zu bekommen. "Pfft! Da musst du dir schon mehr einfallen lassen du Sohn eines Ogers um mich...Ahhh!" Um seinen scheinbaren Triumph über den Talbuk zu unterstreichen hatte Bârasa seine Hände vom Zügel gelassen und sie demonstrativ in die Seiten gestemmt, was das Tier prompt ausnutzte und seine Hinterbeine nach oben warf sodass Bârasa unfreiwillig einen kleinen Flug über das gewaltige Geweih machte. "Duuuu...verdammtes..." ihm lag eine ganze Litanei an Flüchen auf der Zunge doch als er in die scheinheiligen treudoofen Augen des Tieres blickte verspürte er in dem Moment nur den Drang dem Talbuk ins Gesicht zu treten, verkniff es sich aber und stand vor sich hin knurrend auf. "Ich bin froh wenn ich Nachtfang wieder habe dann endest du als Säblerfutter." meinte er leise vor sich hin murmelnd als er seine Reisekleidung wieder richtete wobei er seine neuen Sachen nun auch nochmals überprüfte ob er auch alles dabei hatte. Den Großteil seiner Ausrüstung hatte er bei den Kurenai ausgetauscht da manche Sachen einfach viel zu sehr verschlissen waren bei seiner Orcjagd. Er trug ein Paar gut eingefetteter dicker Lederstiefel die zudem noch teilweise mit Eisen besohlt waren die sie trittfest machten. Ein Paar dicke Lederbeinschienen in dem selben Braunton wie die Stiefel schützten seine Beine zumindest vor dem scheuern im ungewohnten Sattel. Unter seinem Kettenhemd das ihm bis zu den Ellbogen reichte trug er einen ockerfarbenen Wams der ebenso lang wie das Kettenhemd war, darüber hatte er noch einen hellbraunen Leinenüberwurf der sein Kettenhemd verbarg. An seiner Taille trug er einen robusten Waffengurt an dem mehrere kleine Taschen befestigt waren in dem er diverse Fläschchen und Utensilien aufbewahrte die schnell zur Hand sein mussten. Sein Köcher baumelte neben der hölzernen Scheide seines Langdolchs. auf seinem Rücken ruhte sein bewährter Langbogen. Es war nicht die Ausrüstung die er für einen Kampf wählen würde, aber er hatte, genauso wie seinen Säbler, seine schweren Nahkampfwaffen und seinen Panzer in Feralas gelassen, zu Ausbesserungszwecken. Der Rest seiner Ausrüstung wurde von seinem neuen Begleiter getragen der inzwischen friedlich graste. Decken, Zunder, ein zusätzlich geschnürtes Bündel Kurenai Pfeile da ihm die seinen langsam ausgingen, Kochgeschirr, 3 Flaschen voll Lampennöl, eine Schaufel eine Spitzhacke, Wasserschläuche und Proviantbeutel sowie ein in einer am Sattel befestigten Scheide Anderthalbhänderschwert das ihm Dab´ur als Abschiedsgeschenk überreicht hatte. Er hatte die Waffe als er sie bekommen hatte zur Probe geführt und sie als ein exzellentes Stück der Schmiedekunst befunden, ein Dezent mit Gravuren verzierter Knauf und das anschmiegsame Leder des Griffs gefielen ihm außerordentlich. Bârasa strich sich sein Haar zurück bevor er sein Paar Handschuhe aus dem Gürtel zog und sich sich überstreifte. Die Kampfhandschuhe waren zum Kämpfen genauso gut geeignet wie fürs reiten, das innere war angenehm ausgefüttert und darüber waren Dicke Schichten aus Leder angebracht, der Handrücken war an den Stellen mit Eisen und kleinen Stahlnieten beschlagen an denen sie die Beweglichkeit nicht einschränkten während die Innenseite so aufgeraut war das egal was man hielt, egal ob Schwert oder Pfeil. es förmlich an der Hand klebte und man so vorzüglich eine Waffe führen konnte. Bârasa seufzte leise während er wieder auf das ungewöhnliche Fortbewegungsmittel aufsaß und sich weiter den Weg gen Shattrath im Osten bahnte. Im Geiste ließ er nochmals die vergangenen paar Tage Revue passieren. War seine Jagd in den Augen der Kurenai auch Erfolgreich gewesen so war sie für ihn ein Misserfolg gewesen. Orcs jagen konnte schließlich jeder mit dem Willen und einer Waffe dazu, aber er war wegen der seltsamen Präsenz die er in den Bergen am Westlichen Ende das Landes gespürt hatte gekommen. Vier Tage lang war er durch den Gebirgskamm geschlichen aber alles was er gefunden hatte war eine verlassene Feuerstelle gewesen an der wohl an die zwölf bis fünfzehn Kultisten eine Zeit lang gerastet hatten. Das ließ sich zumindest aus den Essensresten und Fußspuren schließen dich sich allerdings tiefer im Gebirge verloren. Dort hatte er auch seinen "Roten Faden" verloren wie er ihn nannte. Seit seiner Kindheit in der Kriegskunst ausgebildet, hatte er sich Jahrhundertelang auf die Suche und Vernichtung aller Dämonischen Aktivitäten spezialisiert. In der Zeit seiner Ausbildung in Eldre´Thalas war er bei weitem nie der beste in den nötigen Künsten der Mageianwendung und Abwehr gewesen. Doch war er dennoch immer einer der erfolgreichsten was sich darin widerspiegelte das er nach der Vernichtung der Elfenstadt die heute als Düsterbruch bekannt ist einer der letzten "Schattenschrecker" auf Azeroth war. Seine Erfolge basierten auf seinem Instinkt und nicht auf der alten Elfischen Magie der sich viele seiner Kameraden bedienten. Er besaß zwar die Fähigkeit Ströme der Magie in der Umgebung wahrzunehmen und gewisse einfache Zauber zu neutralisieren indem er einen der Fäden in ihrem inneren Gewebe zerstörte, doch hatte er sich im Kampf gegen Dämonen und Götzendiener immer auf sein Kampfgeschick und die magieverstärkten Waffen verlassen. Dennoch musste auch er sich ab und an geschlagen geben so wie bei dieser Jagd, die Kultisten wahren irgendwo im Gebirge verschwunden und so war die tagelange Jagd durch die wogenden Felder und zerklüfteten Felspässe, mit den unzähligen kleinen Flüssen und Rinnsalen die sich in der Ebene zu riesigen Seen vereinigten, vergebens gewesen. Manchmal fragte er sich wofür er eigentlich über die Ebenen streifte wenn er die die er jagte auch in den Städten finden konnte, ja die Allianz mit den jungen Völkern hatte seine Vorteile gehabt, und dennoch war im Östlichen Königreich Azeroths die Hexerei zwar verpönt aber stillschweigend geduldet. Nach ein Paar Jahren war Bârasa dieser Inaktivität gegenüber der Bedrohung direkt vor seinen Augen Leid und er nutze seine Herkunft um zu dem zu werden was er heute war. Als er als Kind von seiner Sippe in Winterspring, den Frostwings getrennt worden war während diese von marodierenden Fulborgs angegriffen und letztendlich bis auf wenige Überlebende ausgelöscht wurden, wurde er von einigen Reisenden des Hauses Moonseeker aufgenommen und in Feralas im Glauben er sei ein gebürtiger dieses angesehen Hauses aufgezogen. Erst vor zwei Jahren erfuhr er von seiner wahren Herkunft. Angetrieben davon von einem Clan großer Krieger abzustammen und in einem Haus aufgezogen worden zu sein das ebenfalls alte Traditionen der Kampfkunst pflegte beschloss er sich mit seinem geerbten und selbst verdienten Vermögen ein Informationsnetzwerk in Stormwind und Ironforge aufzubauen, mit dem Ziel möglich viel der teuflischen Brut in den eigenen Reihen vom Angesicht der Welt zu tilgen. So folgte er den Hinweisen und Tipps seines Hauptinformanten, Jarrel einem Menschlichen Soldaten des 76. Späherkaders Stormwind, um Dinge wie diese erfolglose Jagd nach Kultisten zu unternehmen oder seinerseits den Befehl für einen geschickt inszenierten Auftragsmord innerhalb der Städte zu geben. Auf diese Art und Weise war es ihm gelungen einige "Individuen" innerhalb der Allianz von der Bildfläche verschwinden zu lassen und außerhalb aberdutzende Dämonen und die die sie verführt hatten niederzumetzeln. Eine leichte Brise umspielte Bârasas Haar und trug das Grollen entfernter Wasserfälle herüber als er gerade eine wackelige Holzbrücke über eine der Zahlreichen Schluchten die die weiten Ebenen durchzogen überquerte. Am Grund der mindestens 100 Fuß tiefen Schlucht folgten einige der ansässigen Oger einem kleinen Flußlauf, vermutlich auf der Jagd nach essbarem. Essbarem... Nun ertönte auch ein weiteres Geräusch das dem Grollen der Wasserfälle entfernt ähnelte. Doch es war näher. Um Vieles Näher. Bârasas Magen meldete sich mit lautem Knurren das er Hunger hatte. "Höm...ich hab seit meinem Aufbruch nichts mehr gegessen" murmelte der Kaldorei niedergeschlagen zu sich selbst während er während dem Reiten nach einem der Proviantbeutel angelte. Nach kurzem durchstöbern des Beutels zog Bârasa ein Stück Grollhuffleisch hervor von dem Dab´ur ihm vor seinem Aufbruch gesagt hatte es sei eine Spezialität bei seinem Stamm. Voller Neugierde und Hunger schlang der Kaldorei das Stück Fleisch hinunter. Barasa viel es schwer Fehler egal in welcher hinsicht zuzugestehen, aber diesen hätte er gut und gerne zugegeben."Bei allen Uralten in Eldre´Thalas ... das schmeckt ja...." Barasa spie das angekaute Stück Fleisch aus. "Das schmeckt wie als würde man auf Teufelsjägerzehen kauen" murrte Barasa während er sich den immernoch knurrenden Magen rieb. Es waren noch 4 Tagesritte bis nach Shattrath von wo aus er wieder zurück nach Darnassus und schließlich nach Eldre´Thalas zurückkehren konnte, bis nach Shattrath musste er wohl mit dem Fleisch auskommen. Nicht gerade begeistert von seiner Nahrung setzte Barasa seine Reise fort und hoffte schon bald die Mauern der Flüchtlingsstadt erblicken zu können.
Kapitel 2 - Wünsche, Träume, Hoffnungen
[...] Dämonen, Häretiker und Verräter... ...Zur Flamme, zur Asche, zum Tod [...] `ARBITRIUM´ von Barasa Frostwing 1. Jahr der Neuordnung, 7. Jahr nach Hyjal
Es roch nach Unrat, Essensresten und dem Verwesen der Toten. Genauso war auch die Geräuschkulisse als Barasa durch Shattraths unteres Viertel ritt. Die Luft war erfüllt vom Ächzen und Stöhnen der unzähligen Flüchtlinge die in notdürftigen Zelten hausten. Von weitem war das Hämmern der Schmiede zu hören die an der inneren Mauer der Stadt lag wo beinahe Tag und Nacht Waffen für die zahlreichen Kämpfe in der Scherbenwelt hergestellt wurden. Shattrath war in der Tat ein Schmelztiegel der Völker. Neben den Flüchtlingen aller Art mischte sich auch allerleich anderes Volk in das dichte Gedränge der Straßen. Eine Gruppe Oger war gerade vor der Stadtbekannten Taverne Weltenend in eine zünftige Schlägerei mit ein paar Orcs verwickelt, von weitem sah man schon eine Truppe der ansätzigen Stadtwache bestehend aus einem Schwadron Aldor Dranei anrücken um die Streithähne auseinander zubringen. 4 der kleinen Pilzwesen die sich Sporeganer nannten huschten unter den Hufen von Barasas Tabluk hindurch, scheinbar Richtung Marktplatz wo ein menschlicher Bäcker seinen Vorzugspreis über den Platz rief. Kurz wurde der Himmel verdunkelt als ein Schwadron Greifenreiter Richtung Sehertreppe flog. Barasa wusste genau wo er hin wollte, zuallererst hinauf auf den oberen Stadtring und von da aus per Aufzug auf die Aldorhöhe. Oben angekommen ließ er seinen Talbuk in die Ställe bringen und schlenderte Richtung Gasthaus wo er zuweilen hauste wenn er in Shattrath war. Müde lächelte er der Dranei hinter dem Tresen zu und verlangte sein gewohntes Zimmer als sie ihm noch einen Brief den man für ihn hinterlassen hatte in die Hand drückte. Mit hochgezogenen Augenbrauen ging Barasa auf sein Zimmer und öffnete den Brief. Endlich! Das was er gesucht hatte! Seit Wochen wahren seine Informanten unterwegs um ihm diese eine Information zu beschaffen, viele von ihnen hatten ihre Bemühungen mit dem Leben bezahlen müssen ...oder noch schlimmeren aber nun hatte sich alles gelohnt...so hoffte Barasa. Der scheinbare Aufenthaltsort einer der Philliolen in denen sich Wasser aus dem Quell der Ewigkeit befand. Der Machtquelle der Nachtelfen die vor mehr als 10.000 Jahren zerstört wurde...nur wenige dieser Philiolen gibt es auf der Welt...und jede bekannte ist in Feindeshand... genauso wie diese...doch war sie nicht im schwarzen Tempel wo der Erzverräter Illidan residierte, nein auch nicht bei seinen Lakaien Lady Vashi oder Prinz Keal´Thas wo sie unerreichbar waren...laut seinem Informanten war eine Philiole in einem ausgelagerten Stützpunkt von Illidans Streitkräften im Schattenmondtal. Der Besitz eines solchen unscheinbaren Fläschchens währe von unschätzbarem Wert bei der Befreiung der bekannten Welt von allem Übel. Ja es würde seiner Sache dienen alles zu reinigen... alles böse und schmutzige vom Angesicht der Welt zu tilgen und sie zu ihrem Frieden zurückführen. Barasa verbrannte das Stück Pergament sofort, niemand sollte davon erfahren der Feind hatte viele Ohren. Auch aus seinem Besuch in Feralas würde nichts werden. Er würde morgens wieder aufbrechen in aller Frühe und würde versuchen dieses Artefakt an sich zu reißen und es hierher zurück bringen. In die Stadt des Lichts von wo aus dann der Entscheidende Schlag gegen Illidan, die Legion und all jener die sich gegen ihn stellen geführt werden würde. Barasa lächelte grimmig, als er in die Flammen des Kamins starrte wo das Feuer die letzten Reste des Briefs fraßen. Er würde Frieden bringen...das hatte er vor...dann würde keiner mehr kämpfen müssen. "Auriél..." Barasas lächeln wandelte sich um zu einem nachdenklichen Gesichtsausdruck. Auriél..sie würde auch nicht mehr kämpfen müssen und vielleicht...vielleicht könnten sie dann endlich zulassen was sie füreinander empfanden...wenn sie beide ihrer Pflichten entbunden wahren...aber momentan mussten sie sich damit zufrieden geben füreinander wie Bruder und Schwester zu sein. Hoffnung, ein ungewohntes Gefühl keimte in ihm auf und schaffte es doch noch ein kleines lächeln aus ihm hervorzubringen, kein grimmiges, kein verächtliches nein...ein viel zu seltenes warmes...und mit eben diesem schlief Barasa nach langer Zeit die er nach nachdachte ein und ruhte sich aus, für seine große Reise....von der er, und auch das wusste er, vielleicht nicht wiederkehren würde.
Schon früh am nächsten Tag machte sich Barasa zum Greifenmeister auf, er musste in das weit entferne Schattenmondtal und die Reise zu Fuß oder per Talbuk durch die Wälder von Terrokar an deren westlichen Ende sich Shattrat befand würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Wenig war auf dem Weg zu den Greifen zu sehen, einige Dranei traten zum Morgenapell an während, wie üblich auf dem oberen Ring, dutzende von Abenteurern und Söldnern im Dienste der Aldor oder der Seher ihrer Wege in alle Himmelsrichtungen gingen. Seinen Talbuk hatte er vor dem verlassen seines Gasthauses an den ansässigen Stall übergeben, letztendlich hatte er es doch nicht übers Herz bringen können das Tier das sich doch als recht nützlich herausgestellt hatte in irgendeiner Art und Weise loszuwerden, den Kurenaianderthalbhänder trug er nun auf seinem Rücken, denn eines war sicher dachte sich Barasa als er dem Greifenführer einige Goldstücke in die Hand drückte, er würde Waffen brauchen...
Kapitel 3 - Arglist kommt vor dem Fall
[...] Selbst wenn ich diese Welt in Trümmer schlagen muss um die neue Ordnung zu bilden, so ist es das Wert denn die neue Welt wird vollkommen sein! [...] Barasa Frostwing, 1. Jahr der Neuordnung, 7. Jahr nach Hyjal
Wieder waren 2 Tage vergangen seit er im Schattenmondtal angekommen war, er war genauso schnell von der Wildhammerfeste verschwunden wie er gekommen war und bisher hatte er bis auf ein paar Hölleneber denen er sich schnell entledigt hatte nichts in der Einöde gefunden, oder eher, nichts hatte ihn gefunden denn war seine helle sandfarbene Rüstung in Nagrand noch so praktisch gewesen im über und über mit Asche bedeckten Schattenmondtal würde sie ihm wenig Tarnung verschaffen. Irgendwo hier sollte sich Riic, sein Informant vor Ort, aufhalten. Barasa musste sich eingestehen er traute dem Goblin nicht wirklich über den Weg viele die ihm folgten, oder den gleichen weg wie Barasa gingen, taten dies aus Überzeugung, aber genauso viele taten es aus reiner Habgier oder Furcht vor Barasa. Genau diese Sorte von Informanten und Untergeben behagten Barasa nicht wirklich, sie wahren zu wankelmütig und ein zu großes Risiko darum tötete Barasa sie normalerweise sobald sie seiner Sache gedient hatten. Langsam tauchte der vereinbarte Treffpunkt vor dem Elfen auf. 8 Nach oben spitz verlaufende Steine von etwas 15 Fuß Höhe standen im Achteck um eine vielleicht 5 Fuß tiefe Grube. Jeder einzelne von ihnen war soweit Richtung Grube geneigt das die Spitzen nur ein etwa Handgroßes Loch genau über dem Mittelpunkt der Grube ließen, der Rest wurde von den Steinen nahezu komplett überdacht. Barasa trat vom ohnehin schon dunklen Draussen in das im Schatten liegende Drinnen. Seine Nachtsichtigen Augen brauchten nicht lange um die Kleine Gestalt die an einem der Steine lehnte auszumachen. "Komm her Riic, ich hab dich schon gesehen" Der Schatten am Stein zuckte zusammen, scheinbar hatte er Barasas eintreffen nicht bemerkt. "Oh ehhh, Lord Frostwing ihr sei...." "Nenn mich nicht Lord." unterbrach Barasa den Goblin, wie er diese Art von scheinheiliger Unterwürfigkeit verabscheute. " Ich habe nicht den Titel eines Adligen also sprich mich auch nicht so an..." "Ja...ja natürlich" brabbelte der Goblin "Nun ich ehh...habe euch nicht so früh hier erwartet" Barasas Augen zuckten im dunklen, diese jämmerliche Kreatur verheimlichte etwas vor ihm. "So so?" Entgegnete Barasa unheimlich ruhig "Hast du etwas noch jemanden vor mir hier erwartet oder warum ist das ein Problem für dich?" "Oh nein nein nein nein!!! Von -Problem- hat doch keiner gesprochen nicht wahr?" Riic wurde zunehmend nervöser, die Glubschaugen des Goblins musterten hastig jeden Spalt zwischen den Felsen durch den das schwache Licht das Tages drang. "Und jemanden erwarten...Ich? Nein! WEN sollte ich denn erwarten Herr Frostwing?" Es roch gewaltig nach einem Hinterhalt, alle Sinne des Kaldorei sagten dasselbe: Gefahr. Und ja da war etwas, als Barasa beiläufig die Gegend mit seiner Magie absonderte merkte er deutlich wie mehrere Dämonische Präsenzen um die Steinformation Stellung bezogen. "Riic?" "Ja ... Herr...?" Ein kurzes blitzen ging durch den Raum als sich ein einzelner Lichtstrahl in der geschwungenen Klinge brach die den Kopf des Goblins vom Rumpf trennte. "Fahr zum Nether, elender Verräter..." Barasa nahm die zweite Hand an den Anderthalbhänder und positionierte sich in Verteidigungsposition gegenüber des nächstbesten Eingangs. Nichts passierte. Doch die Präsenz war eindeutig da draußen...und sie bewegte sich... Barasas Hände schlossen sich fester um den Griff seines Schwertes. Nichts absolut nichts drang durch einen der zahlreichen Eingänge. Aber hinauszugehen war wahrscheinlich genau das was die unbekannten Angreifer wollten. und Barasa würde ihnen nicht den Gefallen tun nach ihrem Plan zu tanzen. Stattdessen konzentrierte Barasa seine magischen Fähigkeiten auf eine einzige Stelle an der Wand hinter der er einen der Dämonen die er gespürt hatte vermutete. Barasa wusste zwar das er nun einen beinahe 360° umfassenden toten Winkel seiner Magieabwehr hatte aber das konzentrieren auf eine Stelle die so nah vor ihm war schien ihm effektiver im Moment um nicht nach der Pfeife seiner Gegner zu tanzen. Barasa ertastete nun deutlich ein Bild des Dämons der sich an der Stelle befand auf die er sich konzentrierte. Ein Sartyr, Barasa grinste böse, wie jämmerlich, solche niederen Diener hatte er schon zu hunderten getötet und den die sich hier versammelt hatten sollte es nicht anders ergehen. Barasa konzentrierte sich weiter und drang in den nahezu ungeschützten Geist seines Häschers ein und fand auch schnell das was er wollte. Barasa hasste es zwar Gegnern nicht mit Stahl in den Händen gegenüber zu treten aber ab und an musste er die magischen Künste der Dämonenjäger anwenden um schon einige Gegner im voraus auszuschalten, und so vollbrachte er in wenigen Sekunden Sein Werk...
Der Satyr Vaaiiac wartete schon zu lange für seinen Geschmack, sie waren zu 8 und in dem Raum befand sich nur ein einzelner verdammter Kaldorei. Vaaiiac umklammerte die Griffe seiner beiden Krummschwerter fester. Der Goblin hatte gute Dienste erwiesen indem er den der schon so viele seiner Brüder abgeschlachtet hatte in diese Falle gelockt hat, dennoch hätte Vaaiiac es vorgezogen den Goblin selbst zu töten aber dieses Vergnügen hatte ihm der verdammte Elf genommen. Der Gedanke an Blut beflügelte ihn so schien es, sein Atem ging schneller in erwartung auf den Kampf in dem er den Elfen nieder strecken würde. Oh ja, vor lauter Blutdurst legte sich schon ein Roter Schleier auf seine Augen. Der Satyr fing an wie irre an zu kichern und ehe er begriff das der Rote Schleier vom Blut aus seinen Augenhöhlen kam fiel er schon tot zu Boden. Blut rann ihm aus den Ohren den Augen und dem Mund. Der Gedankenschlag den Barasa angesetzt hatte war ein Erfolg gewesen.
Barasa lächelte zufrieden als die Präsenz verschwand. Wie gesagt war er nicht besonders begabt in den magischen Künsten, und so kostet dieser einfache Zauber nicht nur seine gesamte Aufmerksamkeit sondern auch seine gesamte magischen Kräfte. Zu noch solch einer Gegenmaßnahme war er nicht fähig. Und so würde er sich den Übrigen 7 mit seinem Schwert widmen müssen. Barasa Gesicht verzerrte sich zu einem bösartigen Grinsen, er war alt das stimmte weit über 10.000 Jahre, auch wenn er durch Nordrassil wie alle anderen Elfen gegen den Alterungsprozess immun war bis dieser zerstört wurde, so waren doch all die Kämpfe die er bestritten hatte nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Trotzdem, oder gerade deswegen war Barasa ein durchaus zäher Elf, der schon so manche Wunde die hätte tödlich enden müssen überlebt hatte... wenn auch jedes mal mit unwahrscheinlich viel Glück. "Ich werde zu alt für so was..." murmelte Barasa wie so oft als sich die restlichen Satyren des Wartens überdrüssig endlich dem offenen Kampf stellten...
Kapitel 4 - In Ketten zum Schafott
[...] jede einzelne meiner Narben trage ich als Erinnerung oder als Warnung... aber alle trage ich sie mit Stolz [...] Barasa Moonseeker, 4. Jahr nach Hyjal
Alles war nicht so gelaufen wie Barasa es erwartet hatte, die verbliebenen 7 Satyren waren schnell zu einer beachtlich großen Gruppe aus Verdamniswachen, Soldaten der Ilidari sowie einigen der elenden Blutelfenverbündeten Illidans herangewachsen. Barasa wusste nicht wie viele von ihnen er tötete, doch nach einem kurzen aber heftigen Kampf wurde er von die schieren übermacht überwältigt und gefangen genommen. Anscheinend reichte es seinen Feinden nicht ihn einfach zu töten, stattdessen verbrachte Barasa die nächsten 6 Monate in Gefangenschaft der Illidari. 6 Monate unter der Erde, beinahe nackt. Nur soviel Nahrung und Versorgung das er nicht wegsterbe. Nur soviel Schmerz bei der täglichen Folter das er den Verstand nicht verlor. Er sollte Leiden als einer der so viele der Ihren getötet hatte. Eine plötzliche Revolte der Aschenzungendraenei die sich gegen ihren einstigen Herrn Illidan auflehnten beendete seine Gefangenschaft abrupt. Abgesetzt beim Tempel der Aldor im Schattenmondtal hatte Barasa Zeit sich ein wenig zu erholen und nachzudenken. Sein Körper war geschunden von den Qualen der Monatelangen Gefangenschaft. Zu seinen vielerlei Kampfnarben aus früheren Jahren gesellten sich nun Brandwunden die beinahe seinen gesamten Oberkörper sowie den Rücken bedeckten sodass das auf der Haut liegende eintätowierte Muster der unendlich ineinander verschlungen Kreise die sich über die Oberarme bis zu den Schultern ausbreiteten und beim betrachten nicht gerade selten Kopfschmerzen auslöste, kaum noch zu sehen. Senkrecht über sein Rechtes Auge verlief eine Schwertnarbe die er beim sich beim Kampf vor seiner Gefangennahme zugezogen hatte, zum Glück war sein Auge dabei nicht verletzt worden, lediglich die Muskulatur war leicht beschädigt sodass sein Rechtes Auge stets wie halb geschlossen wirkte was ihm einen durchaus skeptischen Blick zu seinen ohnehin schon kantigen und verschrobenen Gesicht bescherte. Die 3 Silberohrringe die sonst immer sein linkes Ohr geziert hatten trug er in einem kleinen Beutel mit sich. Anstelle der alten Familienerbstücke auf die sein Name sowie der seines Ziehvaters und der seines Halbbruders eingraviert waren, klafften nun 3 Schlitze im Ohr des Elfen. Die Zahlreichen Peitschenhiebe fielen unter den älteren Kampfnarben nur durch ihre hellere Farbe auf, die kleineren Brüche und Prellungen würden wieder heilen. Worum sich Barasa allerdings am meisten Sorgen machte waren seine Hände. Nicht das er sich Gedanken um die Nägel machen würde, diese wuchsen schließlich wieder nach. Aber nach 6 monatiger mishandlung in engen starren Eisenfesseln waren seine Finger beinahe wie abgestorben, er konnte sie nur grob bewegen und im Vergleich zu früher schwach greifen. Das Führen eines Schwertes oder das abfeuern eines Bogens war undenkbar. Nach kurzem Aufenthalt kehrte er nach Shattrath zurück, was war er nun? Ein alter kampfunfähiger Elf in Lumpen gekleidet ohne Ziel. Barasa grinste bitter unter seiner Kutte. " Du warst eben zu alt für so was" Mit diesen Worten gab er den Widerstand auf und ließ sich von den Mengen treiben die durch die überfüllte Stadt drückten und ließ sich überraschen wohin sie ihn trieben.
Kapitel 5 - Die Unehre der Ehre
[...] Die Fähigkeit die Auswirkungen und Gesinnung der Taten von uns und anderen zu erkennen entsteht aus dem eignen Wissen. Wer einen Mord begeht ohne zu Wissen was das Leben eines anderen bedeutet sieht aufgrund des mangelnden Moralwissens nichts schlimmes in seiner Tat. Wer einen Menschen tötet um 10 andere zu retten steht auf einer anderen Moralischen Stufe wie die meisten anderen. Vorausgesetzt er kann durch sein Wissen den Umfang seiner Tat begreifen und daraus seine eigene Moral ziehen. Darum gibt es kein Richtig und kein Falsch. Kein Gesetz der Welt kann einem seine Moral vorschreiben. Man muss sie für sich selbst finden so wie ich es getan habe [...] Barasa Moonseeker, 5. Jahr nach Hyjal
Titel, Ränge, Reichtum, Macht. Alles was war ist bedeutungslos wenn man schläft. Nichts davon hält einen davon ab einfach im Schlummer zu sterben. Sei es durch Erschöpfung, Alter, Krankheit oder einem klassischen Dolch im Rücken. Barasa schlief unruhig auf seinem Lager das er an der Innenseite der äußeren Stadtmauer bezogen hatte. Spärlich mit Stroh bedeckter rissiger Asphalt war der einzige Luxus den er sich gönnte. Es währe auch egal gewesen wo er geschlafen hätte. Er würde genauso wie beinahe jede Nacht denselben Traum haben. Er sah sich selbst als Neugeborenes, wie er als kleines Bündel aus dem brennenden Zeltlager weggeschafft wurde in dem er geboren war. Die Reisenden die bei seinem Stamm in Winterspring um Nachtlager gebittet hatten waren die scheinbar einzigen Überlebenden des Massakers das feindselige Furborlgs unter den Frostwings angerichtet hatten. Unter ihnen Elenias Moonseeker, seineszeichen Patriarch des Adelshauses Moonseeker in Feralas nahm sich seiner an. Ein Zeitsprung, er war ein junger Knabe und spielte mit seinem älteren Bruder Veanar in den dunklen Wäldern von Feralas, niemand schien es für wichtig gehalten zu haben ihm zu sagen das er adoptiert war. Veanar erzählt seinem Bruder irgendetwas von einer riesigen Spinne die er neulich gesehen hat. Mit großen Augen folge Barasa seinem Bruder. Wieder ein Sprung. Barasa wird beinahe von ebenjener Spinne die sich damals als wirklich wirklich groß herausgestellt hat gefressen. Mit Schweiß gebadeter Stirn wälzt sich Barasa auf seinem Lager sein Mund öffnet sich zu einem stummen Schrei. Doch er träumt weiter. Wider wird die Szene von einem anderen Bild zerfetzt. Barasa ist unwesentlich älter, die Angst vor Spinnen hat er seit dem Vorfall vor 14 Jahren im Wald nicht überwunden. Zusätzlich zur normalen Ausbildung in der Kriegs und Waffenkunst trainiert sein Bruder mit ihm im Wald. Wieder flackert es. Barasa sieht sich selbst neben seinem Bruder, beide in voller Rüstung, unter dem Banner von Eldre´ Thalas stehen. Sein beginn als Soldat. Noch ein Zeitsprung, der richtige Barasa windet sich auf seinem Lager, Schmerz durchströmt seinen Körper er versucht den Traum abzuschütteln so wie er es Nacht für Nacht versucht, und wie immer bleibt er erfolglos. Er weiß was folgt. er hatt es hundert. tausendmal gesehen er zwingt sich dazu aufzuwachen, nicht hinzusehen doch sein Körper gehorcht ihm wie immer nicht. Nächstes Bild knappe 1000 Jahre später der reife Barasa ist inzwischen Unteroffizier einer Einheit von Gardisten geworden. Sein Bruder führt die Truppe an. Eine Aufklärungsmission in unbekanntem Gebiet weit ab von Eldre´ Thalas. Der Traumbarasa wird von starkem Fieber heimgesucht. Frost. Schüttelkrämpfe. Nach 3 wochiger Bettruhe kehrt die Gruppe unverrichteter Arbeit nach Eldre´ Thalas zurück. Barasa gesundet äußerlich doch der Schein trügt. Ein weitere Riss. Brennende Häuser. Eine Stadt in Flammen. Es ist Azshara. Das erste eintreffen der Legion das gesamte Haus Moonseeker gehört zu den kämpfenden Gruppen. Letztendlich kommen alle bis auf Barasa sowie seinen Bruder und dessen Frau um. Jahrhunderte später. Eldre Thalas gibt es nicht mehr Barasa ist ein kampferprobter Veteran und kämpft immer noch unter seinem Bruder für die verbliebenen aus Düsterbruch. Sein plötzliches Fieber lässt ihn in seinem Zelt zusammenbrechen, es wird sich herausstellen das die Infektion der Erkundungsmission vor Ewigkeiten immer noch in ihm geschlummert hatte, nur seiner Nachtelfischen Konstitution durch Nordrassil war zu verdanken das er nicht gestorben war bis nun zumindest. Die Krankheit hat ein Stadium erreicht das unweigerlich zum Tode führt. Sei es in einem Jahr oder in hundert. Wieder verschwimmt das Bild und klärt sich kurz darauf wieder um eine spätere Szene zu zeigen Baras blickt in das Gesicht einer wunderschönen Elfe, er streicht ihr über die Wange und küsst sie zärtlich. Tary, seine zukünftige Frau... obwohl er wusste das er krank war war sie doch sein ein und alles, seinen unweigerlichen Tod verdrängend ehelichte er sie, gerade 2 Monate vor dem zweiten eintreffen der Legion. Zeitsprung. Hyjal, Barasa steht Blutüberströmt auf dem Schlachtfeld, nichts um ihn herum bewegt sich, vor ihm die Leiche seines Bruders. Durch seine Hand gestorben. Ihre Einheit sollte die feindlichen Linien umgehen und ihre Offiziere ausschalten. Als erprobte Einheit von Dämonenjägern, die sich nach dem ersten eintreffen der Legion gegründet hatte, ein leichtes Spiel. Doch einer der Unteroffiziere der Legion, ein Schreckenslord Namens Narialstrax stellt ihnen eine Falle und reibt die gesamte Truppe auf, wenn auch unter verlust seiner kompletten Streitmacht. Am Ende stehen noch Barasa, der sterbende Narialstrax und der verletzte Veanar. Barasa Bruder schreit ihn an er solle ihn töten ...das leben dieses Dämons beenden. Barasa zögert. Süßes Gift, welch süßes Gift. Narialstrax fleht nicht...er grinst den Kaldorei an der vor ihm steht das Schwert erhoben. Und wieder hallt die unheimliche Stimme wie jede Nacht durch den Schädel von Barasa: "Verschone mein Leben, töte deinen Bruder. Und ich werde dir geben was du verlangst. Zu Leben. Vielleicht können eure Heiler nichts gegen deine Krankheit ausrichten aber ich vermag es im Gegenzug schenkst du mir ein neues Leben." Wieder flackert es, Barasa wird ausgezeichnet als einziger überlebender eines Kommandos das geschafft hat hinter den Linien einen Offizier der Legion erschlagen zu haben. Scheinbar. Niemand fragt wie sein Bruder umgekommen ist. Niemand ahnt welche Präsenz in Barasa Körper nun Gast ist. Das Bild wird von Flammen verzehrt Flammen überall Flammen, Barasa wird taub von dem Tosen und Knistern des Feuers, beinahe leise hört man die ersterbenden Schreie seiner Frau, seiner Frau mit ihrem ungeborenen Kind in ihrem Leib. Die Schreie wurden lauter bis sie zu einer endlosen, unerträglichen Geräuschkulisse wurden die Barasas Kopf so erschütterten das er glaubte er würde platzen. Barasa schreckte auf. Er drehte sich zur Seite und übergab sich, auf allen Vieren auf dem Boden war er wie gelähmt verblieb klitschnass und zitternd so mehrere Minuten. Niemanden kümmerte es, nur ein weiterer siechender Flüchtling. Barasa Kopf schmerzte und jede einzelne Narbe an seinem Körper brannte wie Feuer als wäre sie eine frische Wunde. Er hatte diese Träume lange Zeit gehabt bis er vor 6 Jahren dann Narialstrax der ihn zu diesen Taten anstiftete verbannte und schließlich tötete. Danach waren sie ausgeblieben auch wenn er immer noch Schuldgefühle hatte wegen des Todes seines Bruders und seiner Frau. Nun waren sie wieder da, sie hatten kurz nach seiner Gefangenschaft wieder angefangen sehr zur Freude und Belustigung seiner Wächter. Das musste ein Teil der mentalen Folter gewesen sein die man an ihm angewandt hat als man auf magische Art und Weise versuchte in seinen Geist einzudringen. Barasa zog die Beine enger an den Leib und kauerte sich zusammen. Zum Glück kam der Traum nie zweimal in einer Nacht. Er schloss müde und von schmerzen geplagt die Augen. Blöderweiße konnte er nach dem Traum nur seltenst einschlafen.
Kapitel 6 - Schildkröten und Liebe
[...] Ich glaube das all das Blut das ich an meinen Händen habe geronnen ist und sich wie eine dicke Kruste um mein schwaches Herz gelegt hat... ich verberge meine Gefühle, hinter dem einzigen was ich kann, dem Kämpfen[...] Barasa Frostwing, 1. Jahr der Neuordnung 7. Jahr nach Hyjal
Barasa war müde, er war nun seit 16 Tagen wieder in Shattrath, sicher hätte er in sein Gasthaus zurückkehren können doch wusste er nicht was er dort sollte, stattdessen war er durch die Straßen von Shattrath gewandert. Hatte gehofft es würde sich besser. Aber nein, seine Hände ließen sich immernochnicht wieder benutzen. Er hatte versucht etwas zu üben aber es hatte ihm nur Schmerzen in den Gelenken beschert. Barasa währe wohl noch Ewigkeiten so dahingedümpelt, wenn ihm nicht ein bekanntes Gesicht in Sharrtrath über den Weg gelaufen wäre. Auriél. Er hatte sie in der Taverne Weltenend gesehen und sich nicht weit weg von ihr gesetzt. Dann nach einiger Zeit der Boabachtung hatte er sie schließlich an seinen Tisch einladen lassen. Auriel, misstrauisch wie immer verstand nicht recht was der vermummte Elf von ihr wollte. Genauso wenig wusste Barasa was er von ihr wollte. Nach einer gefühlten Ewigkeit jedoch, wagte Barasa es Auriél zu offenbaren wen sie vor sich hatte. Barasa verfluchte sich im selben Augenblick als er seine Kapuze zurückzog und den geschockten Blick seiner Liebsten wahrnahm. Sicher.... sie sahen sich nicht oft... jeder kämpfte seine eigenen Kämpfe auch wenn Auriél Barasa oft genug gebeten hatte sich zur Ruhe zu setzen, genauso wie umgekehrt. Die Zeit als sie sich kennen lernten... und noch gemeinsam die östlichen Königreiche erkundeten sowie allerlei legaler wie illegaler Tätigkeiten nachgingen schien Ewigkeiten her zu sein...auch wenn es nur 3 Jahre waren. Nun zumindest Blickte Auriél geschockt. Verständlicherweise. Denn schließlich hatte man ihr Barasas Testament zukommen lassen. Er sei in unbekannter Mission verschieden. Barasa verwünschte innerlich sich selbst und seine gesamten Nachkommen sollte er je welche haben... er hätte das ganze ein wenig taktvoller angehen sollen als eine "Überraschung ich lebe" Aktion wie es gerade war. Nach ungefähr 10 Minuten in denen Barasa gefühlte hundertmal Auriél schwor das er es wirklich sei und sie nicht träumte, mal ganz von dem Versuch Auriéls abgesehen Barasa mit dem Schwert den Kopf vom Rumpf zu trennen, trat wie zu erwarten betretenes schweigen ein. Es war jedes mal das selbe wen sie sich trafen. Barasa schmunzelte innerlich "Wie Schildkröten" dachte er sich " Die sich bei Gefahr verkriechen, so verkriechen wir uns wenn es um unsere Gefühle füreinander geht, wir dürfen sie nicht zulassen...oder eher gesagt...können es nicht". Sie waren seit sie sich kannten die einzigsten die immer für den anderen da waren. Auriél stand familiär genauso allein da wie Barasa, ohne Angehörige. Mit einer ähnlich tragischen Vergangenheit. Seelenverwandte, Freunde, Geschwister, Kampfgefährten, Bettgefährten. Jeder von ihnen auf einem privaten Rachefeldzug, von eigenen Idealen geleitet die es ihm verboten das zu empfinden was sie wirklich fühlten. Jeder Ausenstehende konnte nichts davon ahnen, sie sprachen nicht darüber und auch äußerlich hatten sie sich seit nunmehr einem Jahr verschlossen. Keine Umarmung, keine Küsse, nicht eine Berührung. Man könnte behaupten das Barasa nach 6 Monaten die Beherrschung verlor als er kurz bevor sich ihre Wege an diesem Abend wieder trennten er ein gemurmeltes " Ich liebe dich" von sich gab, und ein "Ich dich auch" in gleicher Lautstärke zurück bekam. Niemand von beiden wusste wann und ob er den anderen wiedersehen würde. Aber das war bisher immer so bei ihnen gewesen. Das obligatorische "Pass auf dich auf." Bevor Sie sich aus den Augen verloren fehlte auch dieses mal nicht. Zumindest hatte Barasa wieder neuen Mut geschöpft, er hatte beschlossen nach Darnassus in sein Haus zurückzukehren. Vielleicht gab es doch noch eine Möglichkeit seine Hände wieder zum funktionieren zu bringen. Denn eines war sicher. Barasa konnte nicht in den Ruhestand gehen, nicht solange Auriél immernoch kämpfte, er konnte nicht abwarten ob sie zurückkehrt oder nicht. Er musste den Kopf frei bekommen und das bekam er nur beim kämpfen...dem einzigen was er wirklich gelernt hatte. Entweder sie würden sich beide irgendwann gemeinsam zur Ruhe setzten... oder gar nicht.
Kapitel 7 - Künstlicher Frieden
[...] schlimmer als der Sturm. Ist nur das warten auf den Sturm [...] Barasa Moonseeker, kurz vor der Schlacht am Berg Hyjal
"24" Eine geballte Faust kracht gegen die mit Holz getäfelte Wand. Barasa keucht mit schmerzverzerrtem Gesicht. Seit einem Monat war er nun wieder in Darnassus, die erste Woche hatte er sich damit begnügt sich auszuruhen. War alte Unterlagen durchgegangen. An vieles konnte er sich garnichtmehr erinnern von dem was er geschrieben hatte. Abhandlungen über die berauschende Wirkungen verschiedenster Substanzen, Architektonische Merkmale der Völker, Enzyklopädie der Legion - Feinde und ihre Schwächen. Sein Kopf war noch nie der beste gewesen, Magie, Verletzungen, Alter und eben erwähnte "Substanzen" hatten ihn vor der Gefangenschaft schon beschädigt. Doch nun hatte sein Kurzzeitgedächtnis noch mehr Aussetzter als sonst was ihn ab und an etwas unbeholfen vorkommen ließ... was er auch meistens war. Nachdem er eine Woche ausgespannt hatte, begann Barasa mit dem schmerzenden Training, mithilfe etwas fragwürdiger Streckmethoden versucht er seine Finger wieder beweglich zu machen. Angetrieben von einer seltsamen Furcht. Der Furcht des Friedens. In seiner Woche Ausspannen war ihm die Welt um ihn steril und plastisch vorgekommen. Er konnte den Blick auf den See nicht genießen, bei jedem Geräusch fuhr er herum und griff an die Stelle wo sich normalerweise sein Dolch befand. Beim spazieren gehen musterte er feindselig die Leute die ihm entgegenkamen. Gesprächen begegnete er mit Argwohn, so wie er es immer tat da er sich kein Gerede über unwichtige Dinge erlauben konnte. Normalerweise. Aber das schlimme daran war ja, die Geräusche am See waren Eichhörnchen die vorbeihuschten und ihn nicht einmal beachteten, die Leute die er mit misstrauen beobachtete grüßten ihn freundlich, und er hatte die Zeit sinnlose Gespräche zu führen. Er hatte alle Zeit der Welt. Diese Hilflosigkeit sich selbst gegenüber machte ihn verrückt. Er passte nicht in diese Welt. Noch nicht. Er gehörte in den Dreck, er gehörte auf das Schlachtfeld, er gehörte in eine gepanzerte Rüstung, mit blankem Stahl in der Hand dem Feind gegenübertretend. Dort wo er helfen konnte. Etwas ausrichten. Kämpfen für sich, für die die er liebte, für den Rest der Welt. Das alles spannte ihn zu Höchstleistungen an nach 3 weiteren Wochen Übungen konnte er mit der Hand zumindest wieder ein Schwert greifen und machte fortan damit seine Übungen. Mit mäßigem Erfolg. Zu oft glitt ihm die Waffe aus der Hand. Und die Hiebe die er ausführte waren gelinde gesagt schwach. Das Greifen machte keine so großen Probleme mehr, allerdings waren es nun die Schmerzen, die das greifen verursachtem, die ihn die Waffe verlieren ließen. So begann er damit zu versuchen die Schmerzen buchstäblich aus seinem Körper zu prügeln. "25!" Noch einmal krachte die Faust gegen die Täfelung. Der Schmerz zog bis in den Oberarm hinauf Barasa ging in die Knie und atmete tief durch. Es hatte keinen Zweck. Die Schmerzen würden in einem Kampf mit seinen richtigen Waffen einfach zur Ohnmacht führen...soviel war sicher...denn das Schwert das er zum üben benutzte war eine Sache, doch seine vernichtenden Zweihandwaffen eine ganz andere. Selbst Shiaso, ein Druide mit dem Barasa ab und an trainierte konnte mit seinen Heilfähigkeiten keine Besserung verschaffen. Es musste einen anderen Weg geben. Aufgeben kam nicht in Frage. Es musste eine Möglichkeit geben... zahllose schlaflose Nächte und schmerzerfüllte Tage gingen so vorüber bis Barasa beim durchgehen seiner Unterlagen eine Lösung einfiel. Kopfschüttelnd stand Barasa vor dem aufgeschlagenen Buch, warum war er nicht beim ersten mal darauf gekommen. Nun brauchte er nur noch jemanden der sich damit aus kannte... Shiaso beherrschte soweit er wusste die Kunst der Alchemie, so schlug Barasa das Buch zu das den Titel "Kampfstimulanzen und andere Kriegsvorteile" trug und ging los in Richtung seines Freundes.
Kapitel 8 - Ursache und Wirkung
[...] Ich weiß auch nicht warum ich so seltsam bin... Wie ich rede mit einem Kerzenständer? [...]
Barasa Frostwing, 1. Jahr der Neuordnung 7. Jahr nach Hyjal
"Wirklich nette Rüstung" kommentierte Shiaso in seinem gewohnten neutralen Ton den er immer zu verwenden pflegte wenn ihn etwas nicht wirklich interessierte. "Okay...zum letzten mal..das ist nicht nur irgendeine "Rüstung" sondern MEIN Gefechtspanzer!" entgegnete Barasa giftig. "Wenn du das sagst" antwortete Shiaso und lehnte immer noch gelangweilt und gähnend an der Säule. Für den Weg von Darnassus bis nach Eldre´ Thalas hatten sie verhältnismäßig lange gebraucht. Beinahe 6 Wochen. Was wahrscheinlich darauf zurückzuführen war das Barasa des öfteren Schwierigkeiten hatte seinen Reisepartner, Kampfgefährten sowie Streitfreund zu wecken. Der groß gewachsene, blauhaarige Gestaltwandler neigte zu chronischen narkoleptischen Anfällen.... zumindest bezeichnete Barasa das ganze so. Zudem hatte er irgendwann im laufe der Jahre, vergessen wie er einmal komplett geheißen hatte, wo er herkam oder wie alt er war. Und da sage einer der langjährige Schlaf der Druiden währe ohne folgen geblieben. Wenn Barasas Reisebegleiter auch nicht ganz so streitlustig wie er selbst war so ließ sich nicht verleumden das beide oft, gerne und vor allem ausgiebig und mit allen bekannten Mitteln über die größten Hirnrissigkeiten miteinander stritten. Was zu weiterer Verzögerung und zu einigen blauen Flecken geführt hatte. Nun nach unzähligem per Stock in die Seite gepiekse wenn Shiaso wieder eingeschlafen war mit darauf folgender Prügelei waren sie endlich in Eldre´ Thalas angekommen. "Du bist dir sicher das du mir weiterhin folgst? Ich meine... ich hab keine Ahnung wo ich hingehe. Ich setzte einfach einen Fuß vor den anderen" fragte Barasa als er sich gerade einige Schnallen seiner Schulterstücke festzurrte. "Sicher warum nicht, irgendwer muss dir ja deine Mittelchen brauen. Außerdem weiß ich eh nicht wo ich hin soll." Meinte Shiaso während er an der ohnehin schon porösen Säule ein Loch mittels seines Fingers hinein bohrte. Barasa zuckte die Schultern und sah an sich hinab. Die Rüstmeister der Shen´ dralar hatten sich wirklich Mühe gegeben. Sein Panzer war perfekt. Genau nach seinem Geschmack. Eine Rüstung aus geschwärzten Stahlplatten wobei die von den Platten nicht gedeckten Stellen von einem darunter getragenen engmaschigen ebenfalls geschwärztem Kettenhemd geschützt wurden. Die riesigen Schultern waren in Form von 2 Dämonenschlünden und schimmernden im unheilvollem grün. Die Beinplatten und Stiefel waren von gleicher Machart, einzig die Panzerhandschuhe unterschieden sich in einer Art von den anderen. Sie waren mit einem unterstützenden Zauber verstärkt die die Geschicklichkeit der Hände unterstützte. So konnte Barasa seine Hände nun beinahe wieder wie vor seiner Gefangenschaft benutzen. In voller Montur schepperte Barasa hinüber zum Tisch auf dem seine restliche Ausrüstung lag die er vor Monaten vor seiner Jagd in Nagrand hierher zum reparieren gebracht hatte. Zuerst legte Barasa seinen Wappenrock der Argentumdämmerung, der den schlichten silbernen Stern auf schwarzem Hintergrund zeigte an. Er hatte zwar keinen wirklichen Rang dort inne. Hätte aber dort jederzeit eine eigenen Einheit führen können da er sich seit Hyjal einen Ruf in unzähligen Kämpfen und nicht zuletzt in der letzten Invasion der Geißel verdient hatte. Doch Barasa zog es vor Freischärler zu bleiben. Zumindest vorerst. Darüber schnallte er einen mit unzähligen Taschen und Päckchen behangenen Waffengurt. In Dafür vorgesehene Schlaufen schob er 4 der Splitterbomben die er sich selbst baute. Shiaso warf ihm ein kleines ledernes Päcken zu das Barasa ebenfalls an seinem Gürtel befestigte, ein kurzer prüfender Blick hinein enthüllte die Reichen von kleinen Philiolen die Shiaso für ihn herstellen sollte. Ebenfalls an den Gürtel hängte Barasa den Lederköcher mit einem Bündel Rabengefiedeter Stahlpfeile. Die riesige Obsidianaxt "Gargantua" hängte er über seinen Rücken. Den magischen Reflexbogen den er seinerzeit einem arglistigen Nage aus den toten Händen gerissen hatte, was das Rochenhafte aussehen widerspiegelte, hängte er neben seiner Axt ein. "Und darin kannst du kämpfen?" Shiaso hob eine Braue als er den massigen Berg aus Eisen an seiner Ausrüstung zupfen sah. Der Druide bevorzugte stark gehärtete Lederharnische zu tragen und trug seinerseits einen gewaltigen Hammer auf dem Rücken. Im Kampf verließ er sich jedoch meist auf seine Katzen oder Bärengestalt. "Natürlich kann ich das" Entgegnete Barasa murmelnd während er sich seine Schutzbrille noch locker um den Hals hängte. "Zumindest hoffe ich das ich mithilfe der magieverstärkung in der Rüstung und deinen Kampfstimulanzen wieder so kämpfen kann wie früher" "Du weißt das das Zeug deinem Körper auf lange Sicht schadet, es macht dich nicht wirklich stärker sondern betäubt nur den Schmerz sodass du die Grenzen ausloten kannst...mehr nicht..die Schäden bleiben trotzdem... und wenn es nachlässt ist es schlimmer wie vorher" Barasa grinste Shiaso bitter an und meinte nur "Glaub mir das ist es Wert...und...für die Schmerzen danach..." Barasa zeigt eine Feldflasche mit hochprozentigem Ale. "Dafür hab ich das." "Wenn du meinst" seufzte Sihaso. " Also die Säbler holen und dann wohin? Hast du irgendeinen Plan" "Ehrlich gesagt hab ich den sogar... sagt die Hospitalerorden was?" "Nö" "Gut... mir auch nicht. Also dann mal dahin." "Häh?" Barasa lachte schallend während er aus dem Zimmer schritt "Ich erklärs dir unterwegs, denn ehrlich gesagt weiß ich auch nicht was mich dahin führt... nenn es...hmmm ein Bauchgefühl" "Das letzte Bauchgefühl hatte ich nach deinem Essen...nebenbei...das war grässlich..." "Schnauze!" "Ich geb dir gleich Schnauze!" Für den Rückweg zu den 5 Minuten entfernten Ställen benötigten die 2 "gerade mal" 1 Stunde. Blaue Flecken inbegriffen.
Kapitel 9 - Helfershelfer
[...] Gut? Definiere "Gut"[...]
Barasa Frostwing, 1. Jahr der Neuordnung 7. Jahr nach Hyjal
Eine sanfte Meeresbrise umspielte Steamwheedle und wehte den Sand der kleinen Küstenstadt auf. In der autonomen Stadt des Kartells scherte sich keiner um Sonderlinge. Schließlich währe das kleine Imperium der Goblins längst zusammengebrochen wenn sie sich nicht hin und wieder die Klingen dieser Sonderlinge kaufen würden. Und so störte sich auch keiner an dem Elfen der ,ein Gutes Stück weit ab des einsamen Piers, unter dem Schatten einer der zahlreichen Palmen lag. Das vernarbte Auge geschlossen blickte der Elf mit leicht getrübtem Blick auf den Ozean. Nicht irgendwelche höheren Gefühle trübten sein Auge, auch lag kein fiebriger Glanz in ihm. Die helle Sonne kümmerte ihn auch nicht, obwohl man meinen könnte das sich ein eigentlich seid tausenden von Jahren nachtaktiver Elf sich daran stören würde. Nein der trübe Blick rührte ganz allein von der nur noch viertel vollen Flasche Rum die der Elf so innig umarmte. Mit nichts als einer weiten Leinenhose bekleidet sah der offensichtlich angetrunkene Elf zwar nicht besonders wehrhaft aus doch strafte einen die in den Sand gerammt riesige Axt lügen. Sicherlich, brauchen würde er sie hier in Steamwheedle nicht aber sicher war sicher, zumindest hatte er auf seinen Feldharnisch verzichtet um sich dem dösen zu widmen. In Zeiten von scheinbar endlosen Konflikten zwischen Kriegsparteien, dem Völkermord seelenloser Bestien oder der gnadenlosen Blutrache einiger Individuen gab es wenige Plätze an denen man wirklich Ruhe fand. Sicher, der Aufenthalt in Darnassus vor einer ganzen Weile war sicherlich auch erholsam gewesen, aber nicht in dem Sinne wie es hier der Fall war. Dösend am Strand mit hochprozentigem in einer neutralen Stadt wo wirklich alles mit genügend Kleingeld gelöst werden konnte hatte da einen ganz anderen Stellwert als in irgendwelchen stocksteifen Städten zu sitzen und anderen bei neuen Kriegsvorbereitungen zuzusehen. Gähnend streckte sich der Elf kurz und entkorkte die Flasche daraufhin mit seinen Zähnen, den Korken in den Sang spuckend, um sich noch einen Schluck zu gönnen.
Inzwischen sind mehrere Wochen seit dem Aufbrechen in Feralas vergangen, Shiaso war im Moment mit Sicherheit irgendwo im Dienste des Ordens unterwegs und Barasa war eigentlich auch in Tanaris um zu helfen. Helfen, das war das Wort das Barasa lange Zeit im Magen gelegen hatte als sie Feralas verlassen hatten. Damals waren er und Shiaso auf dem Weg zum Hospitalerorden gewesen einer Vereinigung der auch alte Kampfgefährten von Barasa beiwohnten. Nachdem beinahe all diejenigen die er seine Freunde nannte entweder umgekommen oder verschollen waren fühlte sich der Einzelgängerische Barasa zum Orden hingezogen, vielleicht war es auch ein unterbewusstes Gefühl sich nach langer Wanderschaft wieder einen Platz zu suchen. Aber sein Bewusstsein interessierte Barasa im Moment nicht gerade wirklich wie er da angetrunken unter der Palme lag, ein dickes Grinsen im Gesicht. Worüber er sich anfangs am meisten Sorgen gemacht hatte war das er nach seiner langen Reise überhaupt keinen Platz dort finden würde. Warum sollte sich eine Vereinigung deren höchste Doktrin es war anderen zu Helfen unbedingt auf einen gealterten, vernarbten und vor alledem blutrünstigen Elfen einlassen? Bei Shiaso stand außer Frage ob er dort hinein gelangen würde...schließlich besaß er als Druide von Grund auf ein Gewisses Schutzbedürfnis der Natur gegenüber und dadurch auch heilende Eigenschaften.
Barasa trank die Falsche gänzlich leer und ließ sie achtlos in den Sand fallen und zog sich an der Palme hoch, blinzelte kurz während er seine Axt Schulterte, und schlappte leicht torkelnd Richtung Pier zurück.
Vielleicht war es Barasa zugute gekommen von vorneherein schon welche der Mitglieder zu kennen, vielleicht war sein Beitritt aber auch seinem Auftreten zu verdanken da er weder in voller Montur noch durch verbal unglückliche Äußerungen in irgendeiner Art in Erscheinung getreten war. Stattdessen kam er vollkommen unbewaffnet und in normaler Stadtkleidung zum Ordenstreffen und sprach wie man es von einem so alten Elfen erwarten würde. Shiaso hatte schon einmal angemerkt das dieses wechseln zwischen Intelligenz, Tollpatschigkeit, Jähzorn, Verständnis, Vergesslichkeit, Höflichkeit und erbarmungsloser Kaltblütigkeit bis hin zu Berserkerartiger Tobsuchtsanfällen keinesfalls normal sei, von Schizophrenie hatte er gesprochen doch Barasa hatte ihn nur müde belächelt, Schizophrenie pfft...als ob ER ein Geisteskranker währe ... ER Barasa!
Barasa torkelte vom Strand aus Richtung der Goblinbaracken wo bereits sein fertig gepackter Säbler angebunden war. Seine Kampfrüstung und die üblichen Utensilien waren auf den Sattel gepackt worden, die große Axt ließ er in einen vorgesehenen Halfter gleiten. Daraufhin fischte er eine weitere Flasche Rum auf einer der Taschen und band kurzerhand den Säbler los.
Nun, zumindest wurde Barasa genauso wie Shiaso in die Reihen des Ordens aufgenommen, es zeigte sich das Barasas anfängliche Sorgen als unbegründet herausgestellt, viele innerhalb des Ordens waren Kämpfer die ihr Schwert dorthin brachten wo man es brauchte. Man hatte ihn als einen der Ihren akzeptiert, allerdings hatte auch nie einer von ihnen miterlebt wie er war wenn sein Blut kochte und er wie ein Schnitter über den Kampfplatz fegte... keiner von Ihnen wusste über seine Vergangenheit die alles andere als rechtschaffend war Bescheid... keiner wusste von den obskuren Machenschaften die er mit Assasinen tätigte. Keiner wusste von seinem nicht enden wollenden Rachfeldzug gegen seine eigene Fehlbarkeit, der an jenem Tag begonnen hatte als er seinen Bruder tötete.
Barasa stapfte den Säbler am Zügel hinter sich drein ziehend aus Steamwheedle hinaus. Das brennen des heißen Sandes kümmerte ihn nicht weiter...der Alkohol hatte schon längst die Schmerzen betäubt. Sein Ziel wahren die Höhlen der Zeit, dort so hatte er gehört wurde Hilfe gebraucht im Kampf gegen irgendwelche Zeitmanipulatoren. Eher unbedeutend in Barasas Augen, diese Art von Gegner befriedigten weder sein Rachegefühl noch bereitete es ihm besondere Freude den Hütern der Zeit zu helfen. Aber darüber musste er hinweg dachte er sich wie er da unter der glühenden Sonne wanderte. Er würde es wie bisher machen, von einem Brandherd zum nächsten Reisen und helfen...solange anderen die Köpfe einschlagen dort als Helfen verstanden wurde. Nebenher würde er sich wieder seiner Jagd und seinen Untergrundtätigkeiten widmen wie bisher, die große Chance wie vor einiger Zeit mit der Philiole der Ewigkeit war verronnen und eine weitere schien derzeit nicht in Sicht um den ewigen Kampf den er führte zu seinem Vorteil zu gestalten. Somit war etwas eingetreten was er sich vor einer Weile nicht einmal erhofft hatte. Alltag. Der morbide Alltag eines Kämpfers zwischen Asche und Blut.
Kapitel 10 - Selektion
[...] manchmal muss man einen Schritt zurück gehen um vorwärts zu kommen [...] Barasa Frostwing, 1. Jahr der Neuordnung 7. Jahr nach Hyjal
Ironforge! Immer wieder beeindruckend wie hoch entwickelt die Zwerge in Ihrer Baukunst doch waren. Barasa hatte seinerzeit recht viel Mühe die Hallen zu skizzieren... was allerdings mehr daran lag das es kaum einen Fleck gab an dem man nicht durch die Massen weggetragen wurde sollte man abrupt stehen bleiben. Doch das Buch über "Architektonische Merkmale der Völker" hatte er schon längst abgeschlossen und somit war Barasa nicht hier um irgendetwas zu zeichnen. Eigentlich wusste Barasa, wie sooft, nicht was er hier eigentlich wollte... außer die Vorräte aufstocken einige Reparaturen an der Ausrüstung durchführen und sonstige Geschäfte zur Mehrung des Vermögens tätigen. Die letzten Wochen hatte er im Alleingang aber meist mit Unterstützung aus der Gilde damit verbracht verschiedene Aufträge für das Konsortium zu erledigen. Zwar nicht wirklich hilfreich in Barasas Augen dafür zahlte das Konsortium ausgesprochen gut. Nun in nächster Zeit war nichts zu erledigen somit hatte Barasa gerade "Freizeit" was auch immer er damit anfangen sollte. Und so ging er einfach seine Runde, weg vom großen Platz vor der Bank Richtung Mystikerviertel. Als er aus der großen Traube aus allerlei Leuten trat streckte er sich in gewohnter Weise erst einmal. Wenn man Platz hat soll man ihn schließlich ja nutzen. Mit geübtem Manöver griff sich Barasa im gehen die Feldflasche vom Gürtel und genehmigt sich einen Schluck Met während er vor sich hin dachte.
Was hatte er Früher getan wenn er Freizeit hatte. Vor Hyjal war er entweder bei den Streitkräften oder er war Zuhause bei seiner Frau gewesen. Nach Hyjal lernte er Auriel kennen und sie verbrachten die meiste freie Zeit in Tavernen. Barasa schmunzelte ein wenig, ja das war noch schöne Freizeitbeschäftigung, eine künftige Schlägerei mit ein paar anderen Trunkenbolden, aber die Zeiten waren vorbei.
Nichts wirklich gar nichts machte Barasa derzeit außer kämpfen...und danach alleine dösen und trinken. Barasa rümpfte die Nase und rieb sich die einbandagierten Hände. Der Alkohol ließ den Schmerz verschwinden... zumindest eine Zeit lang. Shiaso meinte zwar das sich die Verletzungen dadurch verschlimmerte aber dennoch hatte Barasa die vergangenen Monate immer wenn er kämpfte die Mittelchen genutzt. Nur um danach den Schmerz mit mehr und mehr Alkohol zu betäuben.
Immer noch schmunzelnd ließ sich Barasa, inzwischen im düsteren Viertel angekommen, auf den Steinernen Stufen eines Hauses nieder.
Das ganze würde wahrscheinlich noch ein Jahr gut gehen..spätestens dann würde Barasas Körper wohl vollends an den Folgen der toxikologischen Reaktion kollabieren. Dessen bewusst würde Barasa nicht damit aufhören. Es gab keine andere Möglichkeit weiter zu kämpfen. Ohne die Medizin konnte er weder seine Waffe tragen noch konnte er seine Rüstung gebrauchen. Ohne die Tränke hatte er nichts außer das wenige magische Talent.
Talent? So könnte man es nennen... er war nie wirklich gut gewesen in den magischen Künsten aber eigentlich nur daher das er den direkten Kampf vorgezogen hat... was wenn er wirklich das Potenzial dazu hatte Fähigkeiten wie die Zauberhexer der Shen´ dralar zu entwickeln. Es war..eine Möglichkeit...ein kleiner Funke Hoffnung. Sollte es nicht klappen könnte er immer noch auf seinen anfänglichen Plan bis zum umfallen zu kämpfen zurückgreifen.
Das hieße also, ab nach Eldre´ Thalas dort würde er in der Bibliothek der Uralten sicher genug Bücher finden die ihm weiterhelfen könnten. Ein leichtes lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht. Er würde wahrscheinlich viel herumreisen so wie er es früher getan hatte als er noch nicht jeden Landstrich gesehen hatte. Sollte er vorher Bescheid geben das er auf Reisen geht? Nein...lieber nicht... sicher würde irgendwer nach Gründen fragen und falls alles nicht funktionieren sollte würde man sicher versuchen ihm zu helfen indem man ihn von den Stimulanzen fern hielt...dann konnte er sogar seinen ersten Plan verwerfen. Bestätigend nickte Barasa sich selbst zu und stand auf, klopfte sich den Staub vom Hosenboden und schlappte zurück Richtung des großen Platzes um sich Reisefertig nach Feralas zu machen.
"Ich und ein Magieanwender....ts so ein Blödsinn" meinte er noch lachend zu sich selbst und heimste dabei verstörte Blicke von einem an ihm vorbei laufenden Gnom ein.
Epilog - Schatten
Nicht immer treten wir wenn wir aus dem Schatten treten automatisch ins Licht
ENDE BUCH EINS
BUCH ZWEI - FEUER
Prolog - Vagabund
[...] Wohin ich reise? Dahin wo mich meine Füße tragen. [...]
Barasa Frostwing
Kies knirschte unter den Sandalen des vermummten Wanderers als er die Pfade durch Descolace Schritt, jener trostlosen Landschaft die nur von rar gesäten Wasserlöchern und einsam in den Himmel ragenden Ruinen Nachtelfischer Städte unterbrochen wurde.
Bis zur Nijelspitze waren es noch mehrere Wegstunden auch wenn der Klamm, der die Grenze zum Steinkrallengebirge markierte, schon seit einer ganzen Weile wie ein Wegweiser in der Ferne prangte. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen schritt der einsame Wanderer seines Weges. Einzig mit einer gräulichen Robe, an der eben jene gleichfarbige Kapuze befestigt war, und einer lederenen Umhängetasche bekleidet, das Gewicht auf einem langen Holzstab, scheinbar vorwärts schleppend, gestützt den er mit bandagierten Händen unklammerte.
Der Kult der Verdammten war zwar nurnoch ein Schatten seiner selbst aber trotz alledem immer noch eine Gefahr für Kalimdor. Besonders in Descolace fand der Kult um die brennende Legion viele Anhänger die er, unter seinem Banner vereinigt, in Enklaven sammelte. So wunderte es nicht das der Wanderer von den 4 Orcs bemerkt wurden wie er offensichtlich auf der öden Ebene einsam die Straße entlangschritt. Bei einer so offensichtlichen Überzahl gegen einen unbewaffneten Gegner war es nicht vonnöten einen Hinterhalt zu legen...zumal der Fels hinter dem sie sich momentan versteckten die einzige Deckung weit und breit war. Somit entschloss man sich zu einem frontalen Angriff der auch sogleich erfolgte.
Scheinbar unbeindruckt regte sich der Wanderer nicht als der erste Axthieb gegen den Schild krachte den er ohne zu zucken um sich erschaffen hatte. Sich wieder sammelnd hob der wütende Orc erneut die Axt zum Schlag mit dem Ziel zuerst diesen magischen Schild und dann den sich dahinter versteckenden Elfen zu zerschmettern. Die restlichen drei Orcs staunten nicht schlecht als der eben noch Quicklebendige Orc plötzlich reglos am Boden lag während ihm das Blut aus Mund, Ohren und Nase floß. Einzige die in die Richtung ihres toten Kameraden erhobene Hand des Elfen ließ darauf schließen das dieser etwas mit dem raschen Tod ihres Gefährten zu tun haben könnte. Doch ehe sich die Überlebenden mittels der brachialen Orcsprache verständigen konnten wie es weitergehen sollte, versenkte einer von ihnen schon sein gezacktes Krummschwert in den Nieren seines eigentlichen Freundes. Überrascht von dem plötzlichen Verrat viel der letzte noch lebende und bei vollem Bewusstsein befindliche Orc in Panik. Ein paar Augenblicke später waren auch er und der mittels Gedankenkontrolle übernommene Überläufer tot und säumten als blutige Bündel den kargen Weg. Den Geiern würden sie zumindest noch ein Festmahl bereiten.
Die Kapuze zurückziehend betrachtet Barasa die vier Leichen durch sein unvernarbtes Auge an. Es war anstrengend gewesen so viele Zauber in so kurzer Zeit zu wirken... Aber dafür das er erst vor 3 Wochen begonnen hatte seine Astralen Fähigkeiten auszubauen war das nicht schlecht... mithilfe der Bücher die er aus Düsterbruch mitgenommen hatte und ein wenig Zeit, würde er es schaffen. Dessen war er sich sicher. Er würde noch einige Zeit herumreisen müssen um alles so zu beherrschen wie er es wollte... aber das einzige woran es ihm im Moment mangelte war die Fähigkeit seine Kräfte zu vergrößern um mehrere und stärkere Zauber zu weben. Das würde sich mit der Zeit geben. Denn einem war sich Barasa sicher... die Behauptung er sei nie gut in den magischen Künsten gewesen war eine Fehleinschätzung seinerseits. Erfahrung und ausloten seiner Kräfte hatten ihn schnell feststellen lassen das er seit 10.000 Jahren sein Potenzial verschwendet hatte... hätte er nur früher erkannt das er so begabt war...was hätte er dann mit einem gesunden Körper und solchen Fähigkeiten anrichten können? Aber die Chance war bereits verronnen. Sein Körper würde sich nicht mehr regenerieren. Kein Zauber und kein Trank der Welt könnten ihm die Muskelschäden reparieren. Zumindest kein Mittel das ihm bekannt währe könnte das, doch diesen Gedanken verdrängte Barasa. Zu allererst musste er sich seinem Schicksal ergeben und weiter üben um besser zu werden... danach könnte er immer noch die Bibliotheken durchforsten auch wenn er sich hundertprozentig sicher war das es niemanden gab...weder auf Kalimdor noch in den östlichen Königreichen noch irgendwo in der Scherbenwelt der dieses Problem lösen könnte. Schulterzuckend schlurfte Barasa über den Kiesweg. Ein Fuß vor den anderen. Ein Schritt folgt dem nächsten...so hatte er es bisher immer gehandelt und so würde er es auch jetzt tun. Also hieß das Ziel im Moment: Die Nijelspitze! Die Kapuze wieder aufziehend schritt Barasa weiter seines Weges. Sein offenes bernsteinfarbenes Auge flammte unheimlich wie ein Feuer im Schatten seiner Krempe.
( Leider fehlt mir derzeit die Lust und die Zeit weiterzuschreiben, bei etwaigen Fragen über den Fortlauf gebe ich Ingame aber gener eine Kurzzusammenfassung herraus )